Eine Neue Ära

Letzte Vorbereitungen und ein neuer Verbündeter
Letzte Vorbereitungen und ein neuer Verbündeter

Aubentag, 23ter Sommerzeit und Markttag, 24ter Sommerzeit 2550

Nachdem Johann Krautner jun. den Raum verlassen hat, bleiben vier verwirrte und verängstigte Gefährten zurück.
Woher Johann Krautner jun. über die Geschehnisse der letzten Wochen Bescheid weiß, bleibt ungewiss. Fest steht, dass er Dinge weiß, die nicht einmal den Helden selbst bewusst waren. Auch wer hinter der Befreiung Lazarus’ steckt, bleibt ein düsteres Geheimnis. Dass Johann Krautner jun. selbst hier seine Finger im Spiel hat, wird von Marius aber stark bezweifelt. Viel mehr denkt er, dass Johann Krautner jun. lediglich seine Spitzel ausgeschickt hat, um Xaver im Auge zu behalten.
Marius berät sich kurz allein mit Samira – danach beschließen die vier Freunde sich in den nächsten beiden Tagen getrennt auf die Todesmission vorzubereiten. Am 25sten gegen Mittag wollen sich alle wieder vor der Magierakademie treffen.

Samira und Marius stürzen sich sogleich in ihre magische Studien, während die anderen gemeinsam zurück ins Gasthaus gehen, um dort zu nächtigen.
Außerdem werden mehrere Magier der Akademie die Zeit nutzen, um die Bücher nach Lazarus zu durchforsten.

Auf dem Weg zum “Lustigen Wahrsager” fühlen sich die Gefährten verfolgt. Ein dunkler Schatten scheint von Dach zu Dach zu springen. Näheres können die Helden aber leider nicht ausmachen.
Ansonsten unbehelligt erreichen die Drei das Gasthaus.

Nach den Strapazen beschließen Wolfgart und Orek ihre Ängste in Donnerwassergin zu ertränken, während Xaver doch lieber beim Wein – Markus kann heute einen teuren, ausländischen Kelterer empfehlen – bleibt.
Nach zwei Gläschen des Doppelgebrannten fäll Orek im Vollrausche in einen leichten Halbschlaf – auch Wolfgart scheint schon mehr als nur leicht angeheitert.
Just in diesem Moment tritt ein junger, schlecht gekleideter, aber doch ehrlich dreinblickender Fremder an den Tisch der Gefährten.

Andrast sei sein Name und er hätte die Helden heute beim Shallya-Tempel gesehen. Nun wolle er mehr über das Wunder erfahren.
Etwas zu interessiert scheint der Fremde zu sein, als er Wolfgart von oben bis unten mustert. Dieser hält ihn daher sogleich für den unbekannten Verfolger. Nach längerer Diskussion – in der seitens Orek mehrmals “DACH” eingeworfen wird – kann Xaver schließlich davon überzeugen, dass dieser Andrast doch dumm wäre – sie erst heimlich über die Dächer Altdorf zu verfolgen und dann doch anzusprechen.
Markus kann mit einem Wundermittel, das er “Kaffee” nennt, schließlich dazu beitragen, dass Wolfgart wieder klar im Kopf und ansprechbar wird.
Nachdem sie den sturzbesoffenen Zwerg in den Schlafsaal verfrachtet haben, setzen die Verbliebenen ihr Gespräch fort.
Andrast wird schließlich von Wolfgart – wer hätte das von einem Priester gedacht – über den Tisch gezogen, als er sich – als Gegenleistung für eine Festanstellung bei den Von Ehrlichhausens – dazu überreden lässt sich blindlings den Gefährten anzuschließen. Erst im Nachhinein erfährt der arme Tropf von dem aussichtslosen Auftrag – doch steht der junge Kerl zu seinem Handschlag.
Bestürzt über den Weg, der vor ihm liegt, sucht Andrast Trost bei einer Dirne, die von Markus auf die Schnelle “bestellt” werden konnte. Wolfgarts schlechtes Gewissen lässt ihn für dieses – wohl letzte – Vergnügen des jungen Mannes aufkommen.

Indes hat Xaver an der Bar einen merkwürdig auffallenden Gast entdeckt. In einem ruhigen Moment befragt er Markus nach dem betuchten Kerl. Der käme in letzter Zeit öfter, so ungefähr seit einem Monat, und interessiere sich für alle möglichen Gäste, so Markus. Die Gefährten habe er lediglich als Freunde von Gustl vorgestellt. Mehr ist einstweilen nicht in Erfahrung zu bringen.

So geht auch dieser lange Tag schließlich zu Ende…

Am nächsten Morgen verabschieden sich Wolfgart und Orek von den anderen beiden, um ihre Vorkehrungen zu treffen.
Während Orek einen Schmied im Händlerviertel aufsucht und sich dessen Schmiede für die nächsten eineinhalb Tage anmietet, kehrt Wolfgart zurück zum Ulrik-Tempel um sich neuen Gebeten zu widmen.

Andrast, der nichts anderes vor hat, beschießt Xaver zu begleiten. Der wurde beaufragt, Adriana im Shallya-Tempel zu besuchen, im Morr-Tempel nach Hilfmittel gegen Untote zu fragen und schließlich die Von Ehrlichhausens aufzusuchen, um einerseits die versprochene Festanstellung einzufordern und anderseits dafür Sorge zu tragen, dass es Manfred gut ergeht.

Im Shallya-Tempel finden Xaver und Andrast die Erzlektorin zwar erschöpft, aber ansonsten heil und wohlauf. Adriana erzählt neuerlich von ihrem Traum, in dem sie einen Hünen die Tempeltreppen hinaufstürmen sah, um Hilfe ringend für seinen Gefährten mit einer schweren Kopfverletzung. Mehr kann die deutlich geschwächte Frau leider nicht dazu sagen. Doch ist sie froh zu hören, dass es dem Verletzen nun wieder gut geht.
Xaver bedankt sich nochmal aufs Herzlichste und erbittet gleichzeitig Hilfe für sich zur Heilung seine Paranoia.
Auch Andrast ist äußerst angetan. Nicht oft genug kann er seinen Namen gegenüber Adriana erwähnen und Einschluss in deren Gebete erbitten.
Schließlich verabschieden sich die beiden. Andrast nicht ohne Adriana eine Spende zuzustecken und erneut “beiläufig” seinen Namen zu erwähnen.
Xaver betet gemeinsam mit einer Priesterin für seine Genesung, doch scheint die erhoffte Wirkung leider nicht sofort einzutreten.

Im Morr-Tempel suchen Xaver und Andrast das Gespräch mit einem jungen Priester. Geweihte Waffen können helfen, so der Gelehrte. Er kann den Helden anbieten, einen allgemeinen Schutz auf deren Waffen zu sprechen. Das sei eine Sache von wenigen Stunden. Wirkungsvoller wäre eine Weihe aber, wenn näheres über den Gegner bekannt wäre.
So beschließen Andrast und Xaver dankend am nächsten Tag gemeinsam mit ihren Gefährten wiederzukommen.

Der letzte Weg führt Xaver und Andrast ins Nobelviertel zur Villa Catalina. Der Vogt empfängt die beiden. Manfred sei bereits angekommen, der Auftrag somit als erledigt zu betrachten. Als Belohnung bietet der Vogt 5 Silber pro Beauftragtem, sowie Pferde an. Eine Festanstellung wäre nun auch möglich, die Bezahlung erfolge weiterhin aber pro erledigtem Auftrag.
Der Hochelf in seinem Gutglauben nimmt die 25 Silber (er kann den Vogt davon überzeugen, dass auch Orek und Andrast anstelle von Gustav zum Erfolg des Auftrags beigetragen haben) und lediglich ein Pferd (für die Kutsche, als Entlastung für Willi – spät aber doch) samt Proviant als Belohnung an und akzeptiert die Bedingungen der Festanstellung.

Sogleich hat Karrel einen neuen Auftrag parat. Seit zwei Wochen kämen immer wieder Weinfässer aus dem Lagerraum abhanden – bis jetzt bereits 7 Eichenfässer in unterschiedlichen Größen zwischen 50 und 200 l. Der Wein – ein importiertes Getränk namens Kelterer – sei sehr teuer und schwer zu bekommen.
Ein Nachwächter war bisher nicht erforderlich. Das Lagerhaus ist stets verschlossen und befindet sich neben dem Angestelltenhaus. Eine Liste mit fünf Bediensteten, die über den erforderlichen Schlüssel verfügen, stellt der Vogt auf Anfrage von Andrast sogleich zur Verfügung.
Xaver aber erinnert sich bereits an den Wein vom gestrigen Abend und wechselt nach einem kleinen Versprecher schnellstmöglich das Thema.

Wie es denn Manfred gehe, interessiert den Hochelf.
Ja der sei gut angekommen, hätte sich aber schon bald wieder verabschiedet und in einem der Gasthäuser einquartiert.
Xaver scheint zufrieden mit dieser Auskunft.

Nach kurzem Gespräch mit dem Baron von Ehrlichhausen, das aber keine weiteren Erkenntnisse bringt, verlassen Xaver und Andrast das Anwesen.
Andrast hätte zwar gern noch das Lagerhaus inspiziert, aber Xaver hat es eilig, zum “Lustigen Wahrsager” zurückzukehren und Markus zu befragen.

Im Gasthaus bekundet Xaver Interesse an dem guten Tropfen vom letzten Abend. Bereitwillig gibt Markus Auskunft. Den Wein hat er vom Markt. Dort hat ein Kerl namens Roman – klein, lange schwarze Haare, dünn – einen kleinen Weinstand.
Gemeinsam machen sich Andrast und Xaver auf zum Markt. Roman ist nicht zu sehen. So bleibt den beiden nichts anderes übrig, als mehrere infrage kommende Weinstände zu prüfen.

Genüßlich verkostet Xaver den Wein am ersten Stand. Doch ohne Erfolg.
Beim zweiten Stand erfahren die Zwei von einem Hermann, der auf die Beschreibung von Markus zu passen scheint. Hoffnungsvoll fragen sie nach dessen Verbleib. Er hab bereits vor einem Monat die Stadt verlassen, so die niederschmetternde Auskunft.
Schließlich werden die Gefährten am dritten Stand fündig. Der Händler bietet ihnen Kelterer zum Kauf. Woher der Wein stamme, wollen die beiden wissen. Als der Händler nur widerwillig Auskunft geben will, bringt ihn Andrast schließlich hinterlistig dazu zu kooperieren.

OHNE ZU LÜGEN erklärt er dem verdutzten Händler, dass es sich um Hehlerware handle und es das beste für ihn wäre, bei der Suche nach dem Dieb zu helfen. Schließlich würden Xaver und er selbst für einen Witchhunter arbeiten.
Verängstigt erzählt der arme Verkäufer, der sich als Dietmar Veit vorstellt, alles was er weiß und begleitet die Helden auch gleich zu dem Platz im nördliche Viertel nahe dem Shallya-Tempel an dem sich noch am Vortag der Dieb mit ein Karren samt Esel befunden hat. Doch nun fehlt von ihm jede Spur.
Andrast erklärt dem verängstigten Weinhändler, dass es das beste für ihn wäre, weiters kein Aufhebens aus der Sache zu machen, weiterzuverkaufen wie bisher und sollte er Roman sehen, umgehend beim Wirt im “Lustigen Wahrsager” für Xaver eine Nachricht hinterlassen. Dietmar schluckt schwer und verspricht sich an die Anweisungen zu halten.

Xaver und Andrast beschließen schließlich die Nacht im Weinlager der Von Ehrlichhausens zu verbringen…

Samira nützt inzwischen eine kurze Studierpause dafür gemeinsam mit Marius die Bibliothek aufzusuchen.
Tatsächlich konnte einer der Magier etwas über Lazarus in Erfahrung bringen – leider aber nicht sehr viel.
Lazarus war einst ein Shyish-Magier der Akademie. Mit Bravour hat er die Prüfungen zum Wizard abgelegt, wenig später aber die Akademie verlassen. Er wurde ausgeschlossen – weshalb ist in den Büchern nicht vermerkt. Vermutlich aber, weil er sich zu sehr für Nekromantie interessierte. So wurde dann auch der berüchtigte Nekromant Lazarus aus ihm, der schließlich mit Hilfe einiger Hochelfen gebannt werden konnte.
Dafür wurden ihm verzauberte Kugeln in die Augenhöhlen gelegt, um ihn an einer Wiederauferstehung zu hindern. Außerdem wurde von den Hochelfen auch der Schutzschrein errichtet, den Untote – so auch Lazarus – nie würde betreten können.
Wer auch immer Lazarus wiederauferweckt hat, muss den Elfenzauber der magischen Kugeln umgekehrt haben…

Aber wer kann so etwas vollbringen? Handelt es sich bei dem Gegenspieler tatsächlich um einen Hochelfenmagier? Und ist es vielleicht auch ein Elf, der ihre Schritte bis hierher verfolgt hat? Hat Johann Krautner jun. seine detaillierten Informationen von eben diesem Elf erhalten?

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Erstens kommt es anders...
...und zweitens ist man selbst dafür verantwortlich
Wellentag, 22ster Sommerzeit 2550

Wolfgart gibt Xaver zu verstehen, dass dies weder die richtige Zeit noch der Richtige Ort ist, um derartiges zu diskutieren.

Währenddessen versucht Orek, mehr oder weniger geschickt, aus Aldebrand von Ludenhof ein paar Informationen herauszubekommen. Er fragt nach Sigmar, nach der Kaiserwahl und vor allem nach Aldebrands Einstellung zum Thema “Veränderung”.
Außerdem lässt er den Kurfürsten ungefragt wissen, dass “Hans-Georg Unterberg” sein Gehilfe sei, der ihm beim Bau einer Mühle unterstützt hätte.
Etwas verwirrt und ahnend, dass “Hans-Georg” nicht nur ein Gehilfe sein kann, zieht sich der Fürst bald zurück.
Auch Wolfgart versucht währenddessen ein paar Informationen aus den Outridern des Fürsten bezüglich Kaiserwahl herauszubekommen, mit mäßigem Erfolg.

Am Abend lagert der Trupp am Ufer des Reik, nach erfolgreicher Jagd gibt es ein ausgezeichnetes Mahl, bestehend aus gebratenem Wildschwein und pikant gewüzrtem Feldgemüse. Als Wolfgart anbietet, die Wache mit den Soldaten zu teilen, sind diese erst skeptisch, hat doch der Zwerg am Nachmittag recht seltsame Fragen gestellt. Ob sie nicht die Verschwörer seien, die die Schatten auf die Gruppe gehetzt hätten und dererlei Verleumdungen.
Wolfgart beruhigt die Männer und erklärt, dass es eben die Art der Zwerge sei, alles zu verkomplizieren.
Eine ruhige Nacht geht vorüber und die Abenteurer machen sich gemeinsam mit den Truppen von Aldebrand von Ludenhof auf, weiter Richtung Altdorf.

Aubentag, 23ster Sommerzeit 2550

Am frühen Nachmittag ist die Hauptstadt des Empire’s in Sicht. Die Helden bedanken sich bei Aldebrand für seine Hilfe und verabschieden sich, um alleine die Stadt zu betreten.
Wider Erwarten erreichen sie ohne Probleme den Tempelplatz von Altdorf.
Dort betritt Wolfgart den Tempel des Ulric um Lukas Tiberius dort abzuliefern. Erleichtert, dass der junge Kaiserkandidat lebend in Altdorf angekommen ist, ist Gunthar Ulrichson doch entsetzt darüber, dass die Schatten die Gruppe angriffen. Jemand muss sich verplappert haben. Trotzdem erhält die Gruppe eine kleine Belohnung für die Erledigung des Auftrags.

Manfred geht es immer schlechter, er liegt im sterben. Ein einfacher Arzt wird wohl nichts mehr ausrichten können. So eilen die Helden mit ihrer Kutsche zum Tempel der Shallya.

Ein aufgebrachter junger Mann stürmt in den Tempel der Shallya. Ungekämmt, wilder Bartwuchs, ein Hühne von einem Mann. Er rast auf eine der jungen Schwestern zu:
Schnell, ich brauche eure Hilfe! Da draußen liegt ein Mann im Sterben!
Die junge Frau eilt nach draußen, Wolfgart führt sie zu Manfred von Ehrlichhausen. Es steht schlecht um ihn.
Das muss der Mann sein! Ich hohle unsere Oberin! haucht die Frau und eilt sofort zurück in den Tempel.
Kurz darauf tritt eine Frau mittleren Alters aus dem Tempel und schreitet auf den sterbenden zu. Kurz holt sie Luft und beugt sich dann über ihn. Eine Träne fließt über ihre Wange herunter und tropft auf Manfreds Stirn. Und da passiert etwas Seltsames. Manfred’s Gesichtsfarbe wird wieder annähernd normal, er atmet tief ein und öffnet seine Augen.
Die Priesterin bricht zusammen. Wolfgart fängt sie auf und bringt sie zusammen mit den anderen Schwestern zurück in den Tempel, wo er sie behutsam auf einer Trage ablegt.
Die Schwester erklären, dass Adriana seit Wochen von einem seltsamen Traum gesprochen hatte, von einem Mann in Belgeitung eines Hühnen, dessen Leben am seidenen Faden hinge. Sie wäre auserwählt, den Mann zu retten. Kann dieser Mann wirklich Manfred gewesen sein? WOlfgart verspricht, Adriana wieder zu besuchen, sobald es ihr besser ginge.

Gemeinsam mit dem immer stärker werdenden Manfred macht sich die Gruppe auf Richtung Anwesen der Familie von Ehrlichhausen. Doch Manfred hat sich verändert, sein Kopf scheint völlig klar zu sein, er spricht in ganzen Sätzen, welche sogar Sinn machen. Was immer die Priesterin mit Manfred tat, es wurde nicht nur seine Kopfwunde geheilt.
Doch der Baron kann sich an nichts mehr erinnern. Er weiß nur, dass er einst einen Brief von seinem Bruder öffnete, den er in Kleindorf erhalten hatte.
Die Gruppe wittert eine Verschwörung. Doch wer ist daran beteiligt? Manfred beschliest, seinen Bruder allein aufzusuchen und verlässt die Helden.
Diese erreichen eine Stunde später die Villa der von Ehrlichhausens. Baron Berchtold von Ehrlichhausen freut sich, dass es seinem Bruder gut geht und verspricht, eine Belohnung zu bezahlen, sobald dieser bei ihm eingetroffen sei. Die Gruppe soll sich am nächsten Tag wieder bei ihm melden.

So machen sich Samira, Xaver, Wolfgart und Orek auf zu ihrem alten Freund Markus und dessen Gasthaus, dem lustigen Wahrsager. Dort angekommen erfahren sie, dass ihr ehemaliger Gefährte, Gustav Quintus, gen Osten gezogen sei, um für sein neuestes Buch zu recherchieren.

Spät nachts hat Samira noch das dringende Verlangen, ihren Paten Marius in der Shyish-Akademie aufzusuchen. Die anderen begleiten sie, um sicherzugehen, dass der jungen Frau auf den nächtlichen Strassen von Altdorf nichts passiert.

Als die vier die Akademie betreten, beschleicht sie alle ein ungutes Gefühl, eine Art Angst, nicht greifbar, nicht erklärbar, doch etwas stimmt nicht…
Sie betreten Marius Kemenate, dieser erwartet Samira und ihre Gefährten schon sehnlichst. Mit zittriger Stimme bittet er sie alle, platz zu nehmen, geht dann noch einmal bei Samira vorbei, um ihr über die Schulter zu streichen, leise flüstert er:
Es tut mir Leid
und verlässt den Raum.

Ein dunkel gekleideter Mann, bewaffnet mit 2 Pistolen, betritt den Raum. Es herrscht Totenstille. Samira, Wolfgart und vor allem Xaver erkennen den Mann. Es ist Johann Krautner Jr, oberster der Witchhunter-Gilde von Altdorf.

Johann weiß von allem, was die Gruppe seit sie Altdorf verlassen hatten getan hat. Er weiß von Lazarus, er weiß, dass faule Magie die Gruppe umgiebt. Er weiß, dass Samira Ulgu Magie anwandte, um den Nekromanten außer Gefecht zu setzten, er weiß, dass Wolfgart den Elfen Xaver durch ein Gebet zum Schweben brachte.
Es ist ihm egal, ob es stimmt, was er sagt, er weiß es eben. Und er hat nicht vor, auch nur einen der Gruppe mit deren Heräsien davonkommen zu lassen. Die Probleme, die sie heraufbeschworen haben, werden sie lösen!

Krautner gibt den Helden 2 Tage Zeit um sich in der Stadt vorzubereiten und auszurüsten, dann müssen sie aufbrechen, um Lazarus, den Sie seiner Meinung nach erweckt haben, wieder in sein kaltes Grab zurück zu verbannen…..

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Die Lage spitzt sich zu
Weiter Richtung Altdorf

Angestag, 20ster Sommerzeit 2550 bis Festag, 22ster 2550

Beim gemeinsamen Abendessen weigert sich Reinhardt nach wie vor, der Gruppe zu vertrauen. Auch will er niemanden ins Verderben schicken und schon deshalb verschweigt er weiterhin Einzelheiten über den Schatz. Die Helden können aber dennoch einiges über die Familie Blickstein in Erfahrung bringen.

Reinhardt glaubt, dass der Tod seiner gesamten Familie – Frau und Kinder sowie der Bruder wurden frühzeitig aus dem Leben gerissen – auf den Fluch zurückzuführen ist. Während Frau und Kind zumindest noch auf natürlichem Weg durch schwere Krankheit verschieden, ereilte den Bruder der Tod auf äußerst merkwürdige Weise. Des morgens wurde er in seinem Bett aufgefunden. Zugerichtet, als hätte er sich erhängt. Doch wie sollte das möglich sein? Leider forschen die Helden an dieser Stelle nicht weiter, sondern widmen sich einem anderen Thema…
Was denn Reinhardt nun überhaupt noch geblieben sei, fragen sie ihn. Ein Ulrik-Hammer, einst einem Vorfahr zu eigen, der seines Zeichens Ulrik-Priester war. Wolfgart spitzt die Ohren. Reinhardt aber, möchte diesen letzten, ihm verbliebenen Schatz nicht aus der Hand geben.
Orek bohrt noch länger nach, stößt aber weiterhin auf Widerstand.

Samira indessen, möchte nun doch noch einmal auf den Fluch zu sprechen kommen. Sie erklärt Reinhardt, dass sie möglicherweise mit dessen Urahn in Kontakt treten kann. Der daraufhin vollführte Zauber wirkt zwar, zieht aber auch Chaosmöchte an, die für einen Kugelblitz sorgen. Völlig unerwartet trifft diese auf die Tafel und Reinhardt fällt vor Schreck in Ohnmacht. Während Wolfgart Reinhardts Kopf aus dem Suppenteller fischt, ihn – sanft? – auf den Boden legt und Lukas anweist einen Arzt aus dem Lazarett zu holen, widmet sich Samira dem Übernatürlichen.
Erst scheint es so, als wäre der Zauber fehlgeschlagen, doch dann…
Als Reinhardt schließlich auf dem Boden liegt, erscheinen vor Samira zwei Präsenzen, eine kniend neben Reinhardt, die andere etwas abseits stehend.
Samira versucht die Präsenzen anzusprechen, doch ohne Erfolg. Also geht sie nun ebenfalls vorsichtig neben Reinhardt in die Knie und berührt die vornübergebeugte Präsenz.

Fassungslos muss Wolfgart zusehen, wie nun auch noch Samira neben ihm das Bewusstsein verliert. In unnatürlicher Stellung hängt!? Samira im Raum…

Die junge Magierin findet sich in einer großen, mit Steinsäulen gesäumten Halle wieder. Vor ihr ein weißhaariger, vom Leben gezeichneter Mann.
“Wer bist du? Bist du Reinhardts Urgroßvater?”
“Ja der bin ich. Ihr müsst ihm helfen, auch wenn er es nicht möchte. Befreit ihn vom Fluch. Bringt den Schatz zurück. Das Chaos ist um ihn.”
“Wie sollen wir helfen. Wo ist die Höhle?”

Wolfgart versucht Samira auf den Boden zu legen und zu wecken.

“Fluss Bögen … Hills”

Samira erwacht jäh. Vor sich Wolfgarts besorgter Blick. Kurz überkommt sie Zorn auf den Hünen, der ihr Gespräch mit Reinhardts Urgroßvater zu früh unterbrochen hat.
Doch schon wird ihr Wutausbruch durch einen Arzt unterbrochen, der gemeinsam mit Lukas den Raum betritt. Nach kurzer Diskussion bringen Orek, Wolfgart und der Arzt den ohnmächtigen Reinhardt ins Lazarett.

Samira und Lukas bleiben indes allein zurück… nicht ganz allein. Während Reinhardts Urgroßvater verschwunden ist, schwebt die zweite Präsenz nach wie vor im Raum.

Langsam geht Samira darauf zu und will erneut ihr Glück versuchen. Doch… kurz vor Berührung der Präsenz schreckt sie zurück. Deutlich böse wirkt diese zweite Erscheinung. Diese verwandelt sich nun in schwarzen Nebel und zieht auf Samira zu, die immer weiter zurückweicht. Samira warnt Lukas und lässt ihn nach Wolfgart und Orek schicken, während sie immer weiter zurückweicht.

Im Lazarett angekommen nützt Wolfgart die Gelegenheit und betet für Manfred, dem es gleich etwas besser zu gehen scheint. Doch gleichzeitig… Xaver beginnt erneut zu schweben.

Es ist noch nicht vobei… bei… bei… bei…

Zum Glück ist der Hochelf am Bett angebunden und schon bald ist der Spuk vorüber.
Doch schon stürzt Lukas mit der nächsten schlimmen Nachricht ins Lazarett. Hastig geht es zurück zu Samira.

Mit einem magischen Pfeil versucht Samira den Nebel aufzuhalten und… tatsächlich der Nebel löst sich just in dem Moment auf, als Wolfgart, Orek und Lukas angelaufen kommen. Diese sehen gerade noch, wie Samira’s Pfeil in den Tisch einschlägt.
Ängstlich erzählt Samira was sich ereignet hat und will dann so schnell wie möglich nachschauen, ob es Xaver gut geht. Handelte es sich bei dem Nebel um Lazarus oder den Fluch? Oder hat Samira gar noch eine weitere böse Macht entfesselt?

Wieder im Lazarett vereint, erwacht Xaver mit dem Satz: Es ist noch nicht vorbei!

Nachdem ihnen eine Schlafkammer zugewiesen wurde, begeben sich die vier Gefährten gemeinsam mit Lukas dorthin, um die aktuellen Ereignisse zu besprechen – Orek nicht ohne sich auf dem Weg noch einen kleinen Nachtimbiss zu besorgen.

Vieles liegt im Argen…

  • Lazarus scheint nach wie vor ein offenes Problem zu sein, das bekämpft werden muss.
  • Reinhardt scheint wirklich verflucht zu sein. Sein Urgroßvater hat Samira gebeten, Reinhardt auch gegen dessen Willen zu helfen. Der Fluch kann seines Wissens tatsächlich dadurch aufgehoben werden, dass der Schatz zurück in die Höhle bei Freddaheim gebracht wird. Dafür müssen die Gefährten den Schatz erst aus der Familiengruft der Blicksteins in Altdorfs Nobelviertel stehlen?! Orek gibt sich davon überzeugt, dass dabei Reinhardts Ulrik-Hammer erforderlich ist.
  • Manfred ist nach wie vor schwer verletzt – es ist weiterhin fraglich, ob er die Nacht überlebt. Ihn lebend nach Altdorf zu bringen, scheint geradezu aussichtslos.
  • Auch Lukas sollte auf schnellstem Wege sicher nach Altdorf gebracht werden. Es ist sicherlich nur eine Frage der Zeit bis jemand auf die Gemeinschaft aufmerksam wird.

Während Orek und Wolfgart am liebsten gleich nochmals zur Villa von Lazarus zurückreiten würden, ist Samira davon überzeugt, dass dies ein aussichtsloses Unterfangen darstellt, solange keiner weiß, wie Lazarus eigentlich besiegt werden kann. Deshalb will sie erst in Altdorf recherchieren, bevor sie sich nochmal auf eine Konfrontation mit Lazarus einlässt. Außerdem könnte so Lukas seiner Bestimmung “zugeführt” werden und auch die Sache mit dem Fluch könnte bald in Angriff genommen werden. Einziges Problem stellt wohl Manfred da – keiner kann derzeit sagen, ob er transportfähig ist. Dies gilt es am nächsten Tag zu klären.

Nachdem einige Zeit diskutiert wurde, legt Xaver die Karten, um herauszufinden, was passieren könnte, wenn die Gruppe gleich am nächsten Tag nach Altdorf aufbricht.

Der Lebensbaum
Die aktuelle Situation dargestellt durch den DRACHEN, der für den Zwist innerhalb der Familie von Ehrlichhausen steht, kann gelöst werden durch den TOD. Kann dies bedeuten, dass Manfred sterben muss? Xaver ist sich nicht sicher. Fest steht für ihn aber, dass die VERGEBLICHKEIT als passives Ereignis düstere Geheimisse der Familie symbolisiert.
Weiters ist Xaver sich sicher: Ihre Aufgabe Lukas um jeden Preis zu schützen, wird sich als Hindernis in Form der RIESIN erweisen.
Außerdem sieht er ganz deutlich: Gegen die offenen Probleme angehen kann die Gruppe nur mit Hilfe des KAISERS. Ob damit Lukas oder Karl Franz gemeint ist, bleibt allerdings ungewiss.
Am Scheideweg angelangt müssen die Freunde aber jedenfalls VOLLKOMMENHEIT anstreben – der alte Kaiser muss abdanken und durch den jungen, dynamischen Lukas Tiberius ersetzt werden.
Nun offenbaren sich Xaver der Reihe nach drei mögliche Wege – der gerade, der verschlungene und der direkte…
Der gerade Weg oder die naheliegendste Möglichkeit
In der NACHT werden die Gefährten aus TREUE zu Reinhardt mit Feuer konfrontiert?!
Der verschlungene Weg oder die nicht offen erkennbare Herangehensweise
In Form des BETTLERS und der LUST offenbart sich, dass der erblindete Manfred die Helden zu einer Belohnung in Form von Pferden führt.
Der direkte Weg oder die schwierig erscheinende, durch rohe Kraft zu lösende Handlungsalternative
Die ERNEUERUNG, die Lazarus’ Wiederaufstieg darstellt, kann auf direktem Weg nicht verhindert werden, sondern würde unweigerlich zu einem SIEG Lazarus’ führen.

Eine direkte Konfrontation mit Lazarus scheint also aussichtslos. Die Gefährten werden ihren Weg nach Altdorf fortsetzen…

Am nächsten Morgen verlassen die vier Freunde mit Lukas und Manfred – der provisorisch in die Kutsche gebettet wird – das Castle Reikguard Richtung Altdorf. Wenngleich niemand sagen kann, ob Xavers Prophezeiungen alle zutreffen werden, eines steht bereits fest: Manfred ist am Morgen blind erwacht…

Der Tag verläuft ruhig und die Reisenden finden gegen Abend einen Lagerplatz. Die Wachen werden eingeteilt – der Abend klingt aus.
Während Orek gemeinsam mit Wolfgart Wache hält, gelingt das Unglaubliche – Wolfgart kann Ruin dazu bewegen, sich Orek anzunähern. Schließlich kann Orek auf Ruins Rücken steigen. Noch reitet Ruin mit Orek, aber wer weiß – vielleicht wird schon bald Orek den Ton angeben können.
Während sich Orek freut und Wolfgart seinem Freund und Ruin belustig zuschaut…

Von dunkel gekleideten Gestalten mit Schwertern umzingelt, ziehen Wolfgart und Orek die Waffen und geben Alarm. Schon herrscht reges Kampfgetümmel. Vier Gegnern sehen sich die Gefährten gegenüber. Kämpferisch scheinen sie jedem einzelnen um Längen unterlegen. Aussichtslos stellt sich das Kampfgefecht dar. Die Angriffsversuche der Freunde werden im Keim erstickt oder ohne Spuren weggesteckt. Schon sind Samira und Lukas – der offensichtlich das hauptsächliche Angriffsziel der Gegner ist – schwer getroffen und schweben in Lebensgefahr. Alles scheint verloren…

Im letzten Moment donnern Gewehrsalven durch die Lüfte. Sämtliche Gegner brechen zusammen. Vor den verblüfften Helden stehen vier Ritter mit Hochlandgewehren, in ihrer Mitte ihr Anführer – offensichtlich adeligen Geschlechts.
Als Aldebrand Ludenhof – Kurfürst des Hochlands – stellt sich der Unbekannte vor. Sein prächtiges Gewehr, das sofort die Aufmerksamkeit von Orek auf sich zieht, stammt vom bekannten Erfinder Leon Todmeister. Ob er wohl hoffentlich die Richtige erschossen hat, will der sympathische Kurfürst wissen.
Sogleich werden die Leichen untersucht. Samira erkennt den einen Hammer, Orek einen Totenkopf mit Lorbeeren auf den Rüstungen der Gegner. Wolfgart folgert – beides Symbole Sigmars. Xaver kann inzwischen einen Brief, den einer der Leichen bei sich trägt, heimlich verschwinden lassen.

Aldebrand Ludenhof erkennt: Die Gegner gehören zu den Schatten oder Namenlosen, wie sie auch genannt werden. Eine Gruppierung von Auftragsmördern – Assassine, die ihr Ziel nie verfehlen. Fehler sind ihnen fremd. Wer auch immer diesen Mordauftrag erteilt hat, verfügt über jede Menge Geld…
Aldebrand Ludenhof bietet an, den restliche Weg nach Altdorf gemeinsam zu bestreiten. Erleichtert nehmen die Gefährten an.

Am nächsten Morgen geht die Reise weiter. Lukas reist weiterhin inkognito als Hans Georg Unterberg.

Xaver nützt die Ruhe in der Kutsche, um den geheimnisvollen Brief zu lesen. Völlig aufgelöst flüstert er seine neuen Erkenntnisse durch die Klappe in der Kutsche Wolfgart zu.

Die Kaiserwahl steht bevor. Es darf keinen Gegenkandidaten geben. Lukas Tiberius darf Altdorf nicht erreichen. Tötet ihn und alle, die von ihm wissen.

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Die Stimme des Elfenschreins
Von Untoten, Geistern und geheimnisvollen Stimmen

Konistag, 19ter Sommerzeit 2550 bis Angestag, 20ter Sommerzeit 2550

Die Gemeinschaft verlässt den Elfenwald und damit die schützende Hand der Waldelfen. Der Tag verläuft dennoch ruhig und ereignislos – bis…

Am späten Nachmittag zieht dichter, unheimlicher Nebel auf. Die Helden fühlen sich von unangenehmer Kälte ummantelt. Selbst die eigenen Hand vor Augen verschwindet in den dicken Schwaden.
Wolfgart und Samira versuchen gemeinsam die Kutsche und den Rest der Gemeinschaft voranzutreiben. Während Wolfgart eine unangenehme Berührung spürt, nimmt Samira die Anwesenheit eines Untoten war. Die Gruppe hält an, um sich zu orientieren.
Xaver nimmt gerade noch einen Schatten war, als vor der Kutsche auch schon ein Teil des Nebels lichtet und den Blick freigibt…
Ein Skelett versperrt den Helden den Weg.

Samira und Orek reagieren sofort – magische Pfeile und Gewehrgeschosse sollen das Skelett aus dem Weg räumen. Doch dann die Reaktion des Untoten. Einige wenige Handbewegungen und seitlich der Kutsche tauchen vier weitere Schatten im Nebel auf. Doch nicht nur das. Xaver mit seinen scharfen Augen erkennt, dass dem Skelett nicht ohne weiteres beizukommen ist. Eine Schuppenrüstung bedeckt den Körper des Untoten, dessen Augen erschreckenderweise im Dunkeln leuchten.

Für Wolfgart ist die Flucht nach vorn die einzige Rettung. Schnell gibt er die nötigen Anweisungen. Orek und Xaver klammern sich an die Kutsche, während Wolfgart und Samira sich auf Willi schwingen.
Doch es scheint aussichtslos. Xaver wird von einem der Untoten am Bein gepackt und droht den Halt zu verlieren. Und weiterhin nimmt der dichte Nebel jegliche Sicht nach vorn. Mit der Kutsche nicht vom Weg abzukommen – wie soll das gelingen?
Doch dann … Ruin springt aus dem Wald, beißt dem Untoten, der Xaver mit eisener Kraft festhält den Arm ab, und setzt sich an die Spitze. Mit seiner Hilfe kann Willi die Kutsche durch den Nebel ziehen.
Die Flucht gelingt. Doch zu welchem Preis…

Als sich der Nebel endlich lichtet, bricht Willi erschöpft vor der Kutsche zusammen. Doch des Unglücks nicht genug. Manfred wurde bei der Flucht schwer am Kopf verwundet.
Während Wolfgart sein Pferd versorgt, versucht Samira bei Manfred zu retten, was noch zu retten ist.
Xaver und Orek inspizieren inzwischen die Umgebung. Ruin hat sie offensichtlich vom Weg weg und direkt in die Mitte eines Scheins geführt. Ein Brunnen mit frischem Wasser ist umkreist von Steinsäulen. Xaver entdeckt Elfenrunen auf den Säulen und versucht diese zu entziffern. Doch schon bald holen auch ihn die Strapazen der Flucht ein – Xaver bricht erschöpft zusammen.
Auch die anderen spüren sämtliche Glieder und sehen ein paar Stunden Schlaf mit Freude entgegen, als Samira feststellt, dass der Schrein eine magische Shyish-Barriere bildet und die Gruppe somit vor unangenehmen Überraschungen geschützt scheint.
Nur Orek fühlt sich nicht wohl – an Schlaf ist nicht zu denken. Die Präsenz der Hochelfen und deren Magie ist zu deutlich spürbar…

Daher ist es auch Orek, der in der Nacht den unheimlich, dichten Nebel wieder aufziehen sieht. Scharrende Geräusche stören die nächtliche Ruhe. Das Innere des Elfenschreins aber bleibt vom Nebel unberührt.

Doch dann traut Orek seinen Augen nicht…
Xaver, von Bewusstlosigkeit übermannt, hebt plötzlich vom Boden ab. Orek eilt zu dem Hochelf, der nach wie vor in tiefen Schlaf versunken scheint. Mittlerweile schwebt Xaver knapp über Oreks Kopf.
Vom ersten Schreck erholt will sich der Zwerg einen kleinen Scherz mit dem Hochelfen erlauben und schubst ihn an. Sogleich wirbelt Xaver im Kreis, steigt dabei aber auch höher und höher. So hat sich Orek sein Späßchen nicht vorgestellt. Schon kann er den Elfen nicht mehr mit seinen Händen erreichen.
Panisch weckt Orek Wolfgart, der er ganz verdattert zum schwebenden Hochelfen schaut, dann aber schnell begreift und Xaver beim Fuß packt. Doch auch Wolfgart wird nun in die Lüfte gehoben und dreht sich gemeinsam mit Xaver im Kreis. Orek schnappt sich nun Wolfgarts Bein.
Xaver aber steigt immer noch höher und höher, an ihm hängend Wolfgart und Orek, der verzweifelt versucht, den Boden unter den Füßen nicht zu verlieren.
Dann… ein kurzer Ruck und die drei landen übereinander auf dem Boden. Xaver erwacht ruckartig aus einem seltsamen Traum.

“Warum lagert ihr in meinem Schrein?… Hilf mir… Er ist wieder auferstanden… Lazarus… Du musst Lazarus bannen… Der Wald muss geschützt werden… Stell den Schutz des Schreins wieder her… Finde die magischen Bälle… Er hat sie gestohlen… Lazarus hat sie gestohlen… Hilf mir… Du musst die Bälle zurückbringen… Nutze das heilige Wasser… Die Elfenbeinkugeln müssen zurückgebracht werden… Lazarus… Er hat sie gestohlen… Finde sie… Hilf mir…”

Das ist alles, was Xaver aus seinem Traum wiedergeben kann.

Wolfgart, Orek und Xaver diskutieren die Ereignisse noch einige Zeit. Eine Entscheidung, wie weiter vorgegangen werden soll, wollen die drei aber gemeinsam mit Samira am nächsten Tag treffen.
Wolfgart und Xaver legen sich also nochmals schlafen, während Orek weiterhin den seltsamen Nebel beobachtet. Bei Tagesanbruch lichtet sich dieser schließlich und verschwindet schließlich – mit ihm die schabenden Geräusche.

Beim Frühstück wird die aktuelle Situation endlich mit allen Beteiligten erörtert. Lukas und Orek – wie auch Wolfgart – sprechen sich deutlich dafür aus, so schnell wie möglich weiter zu reiten und die seltsamen Ereignisse hintan zu lassen. Nicht zuletzt um Manfreds Willen, der dringendst medizinische Versorgung benötigt.
Samira und Xaver aber sehen sich dazu auserkoren die Gegen von den Untoten – insbesondere von Lazarus – zu befreien. Samira kann schließlich auch Wolfgart davon überzeugen, dass der Schrein bewahrt werden und Lazarus gebannt werden muss. Schließlich haben sich die Helden Wolfgarts wegen auf diese gefährliche Reise begeben. Da ist es jetzt wohl angebracht, dass Wolfgart nun die Interessen Samiras und Xavers respektiert und bei der Problemlösung hilft.
Nun überstimmt willigt auch Orek murrend in den Plan ein, Lazarus zu suchen.

Während Wolfgart und Orek für Munition sorgen – Ruins erfolgreiche Hasenjagd wird dazu genutzt, Wasserbomben aus Hasengedärmen zu fertigen – kann Samira Shyish deuten und so die Richtung, aus der der Nebel wohl gekommen ist, bestimmen.
Lukas soll Manfred bestmöglich versorgen, während sich die vier Freunde auf den Weg nach Osten machen.

Schon bald erreichen die Gefährten einen schmalen Pfad, der sie zu einer nahegelegenen Lichtung führt – in deren Mitte eine alte, einst wohl prunkvolle, aber nun deutlich in die Jahre gekommene und verwilderte Villa.
Die Präsenz Untoter ist nun deutlich zu spüren. Samira versucht sich an einem Schutzsigel – schlägt jedoch fehl. Es hilft dennoch nichts. Langsam schleicht sie sich zu einem der Fenster. Im Inneren erkennt sie den Skelettkrieger vom Vortag. Doch auch er bemerkt Samira und blickt ihr mit elfenbeinglühenden Augen?! entgegen. Schon gestikuliert er mit seinen Knochenarmen gen Himmel … durch das Dach nach oben erscheint ein violett wirbelnder Vortex.
Samira ergreift die Flucht. Am Waldrand schildert sie den anderen die Situation. Gemeinsam schmieden die Helden einen Plan.

Die Vier nähern sich vorsichtig der Villa. Während Samira erneut Shyish kanalisiert, schlägt Wolfgart eines der Fenster ein, Orek schleudert einen der “Gedärmbomben” und…
DIE BOMBE PLATZT NICHT!
Samira hat indes mehr Glück. Das Siegel entfaltet seine Kraft. Während Wolfgart Plan B ergreift, durchs Fenster klettert und die am Boden rollende Wasserbombe schnappt und direkt in Lazarus’ offenstehendem Mund zum Platzen bringt, wird derselbe zusätzlich durch das gelungene Schutzschild Samiras’ zurückgeschleudert.
Mittlerweile haben die Helden auch den “Fehler im Bild” erkannt – ein Totenschädel mit leuchtenden Augen. Das müssen die gesuchten magischen Bälle sein…
Xaver versucht sein Glück, klettert durchs Fenster und will mit Hilfe seines Dolchs einen der Bälle aus Lazarus’ Augenhöhle hebeln – doch o weh… er wird von einer unsichtbaren Macht zurückgestoßen und landet unsanft – glücklicherweise innerhalb von Samiras Schutzschild und dadurch vorerst in Sicherheit – auf dem morschen Fußboden der Villa.
Orek versucht erneut sein Glück und wirft die zweite Wasserbombe, die aber leider unnütz an der Wand zerplatzt.
Wolfgart kann die Situation retten. Mit seinen Bärenkräften schafft er es ohne weitere Hilfsmittel die magischen Bälle aus den Augenhöhlen des überraschten Lazarus’ zu reißen. Nun gilt es, schnellstmöglich zu fliehen, noch ehe sich der übermächtige Gegner vom ersten Schrecken erholen und neu orientieren kann.

In Windeseile auf dem schmalen Pfad durch den Wald…
Der Schreck steckt den Vieren noch in den Adern als sie allesamt keuchend den Schutz des Schreins erreichen.
Nach kurzer Verschnaufpause wirft Xaver die magischen Kugeln in den Brunnen des Schreins und ist sich sicher – der volle Schutz ist wiederhergestellt und Lazarus gebannt.

Nach all der Aufregung hat Samira nun endlich Zeit sich genauer umzusehen. Zu ihrem Schrecken erkennt sie nun das Gebirge im Osten… viel zu nah sind die Freunde auf ihrer Reise den gefürchteten Stirrhügel Hills gekommen. Wie konnte das passieren?
Zumindest die Ereignisse der letzten zwei Tage erscheinen nun in einem anderen Licht.

Jetzt, da feststeht, wie weit die Reisegesellschaft vom Weg abgekommen ist, fällt Lukas ein, dass die Reikguard – Sitz eines der wichtigsten Ritterordens des Landes – nicht fern ist – ein für Manfred möglicherweise lebensrettender Umstand.
Sogleich herrscht geschäftige Aufbruchsstimmung. Die Gefährten geben ihren Pferden die Sporen. Auch Wolfgart’s Willi hat sich inzwischen erholt und so erreichen die Helden spät nachts Castle Reikguard.

Ein Ritter bewacht das Tor. Nur unwillig gewährt er den Reisenden Einlass, als diese auf die Dringlichkeit – Manfred ringt mit dem Tod – ihres Anliegens hinweisen. Der Umstand, dass es sich beim Schwerverletzten um einen Adeligen handelt, rettet demselben wohl das Leben. Gemeinsam mit Xaver – der während der Kutschenfahrt von einer tiefen Ohnmacht übermannt worden ist – wird Manfred ins Lazarett gebracht.
Im Castle treffen die Helden auf den Vogt, Reinhardt Blickstein. Von diesem erfahren sie, dass Lazarus – genauer Lazarus der Schmale – ein Shyish-Magier früherer Zeit war, vom Bösen übermannt und deshalb von Elfen durch magische Artefakte gebannt. Samira beschließt Altdorf in der Akademie Nachforschungen anzustellen.
Außerdem erfahren die Freunde, dass Reinhardt selbst adelig und vormals Besitzer des Castle Reikguard war. Nun vom Pech verfolgt und vollständig verarmt, hat er das Castle an den Ritterorden übergeben müssen, da die Erhaltung ansonsten unmöglich gewesen wäre. Vom Pech verfolgt glaubt sich der Arme durch einen verfluchten Schatz, den sein Urgroßvater einst in einer Höhle auf einem Berg nahe Freddaheim gefunden hatte. Große Teil des Schatzes lagern in der Familiengruft auf dem Nobelfriedhof Altdorfs. Reinhardt hofft, den Fluch brechen zu können, indem er den gesamten Schatz zurück in die Höhle bringt, jedoch ist dieser nicht mehr vollständig und auch der genaue Standort der Höhle ist Reinhardt nicht bekannt.
Ob die Freunde dem armen Reinhardt helfen können?

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Von Spinnen und Waldelfen
Wieso spießt man in seinem Garten Köpfe auf Speere?

Markttag, 16ter Sommerzeit 2550

Nach einer ruhigen Nacht im Gasthaus “Zum grünen Baum” und einem üppigen Frühstück machen sich Samira und Xaver auf den Weg ins Armenviertel.

Dort treffen sie auch gleich auf Manfred von Ehrlichhausen. Dieser hat aber – trotz Aussicht auf das Familienerbe – keine Lust auf eine Reise nach Altdorf, schon gar nicht, wenn er dort seine Verwandten treffen soll.
Samira und Xaver lassen sich einiges einfallen, um Manfred die Reise schmackhaft zu machen. Manfreds Tierliebe führt schließlich fast dazu, dass er sich dazu überreden lässt, zusammen mit Ruin die Reise nach Altdorf anzutreten. Im letzten Moment scheitert allerdings auch dieser Überredungsversuch.
Jetzt bleibt nur noch eines – Samira preist Xavers Wahrsagekünste an. Xaver schafft es Manfreds Zukunft “richtig” zu deuten. So zeigt Manfreds Vergangenheit eine Freundschaft mit Zwergen – so kann Manfred eine Reise in Begleitung von Orek schmackhaft gemacht werden. Die Gegenwart weist darauf hin, dass Manfred seinem Großvater Ehre erweisen soll und dadurch sein Erbe antreten kann. In Zukunft wird Manfred sodann ein Haus sein Eigen nennen können. Manfred fügt sich seinem Schicksal…

Gespannt auf den von Samira und Xaver hochgelobten Zwerg, verlangt es Manfred gleich bei der ersten Begegnung mit Orek nach einem Witz. Den hohen Erwartungen von Manfred kann Orek leider nicht entsprechen. Mit dem Klassiker “Geht ein Zwerg an einer Bar vorbei…” kann Wolfgart die peinliche Situation retten. Das Gelächter ist noch weit über die Grenzen Kleindorfs zu vernehmen.

Endlich kann die Reise weitergehen. Auf dem Waldweg Richtung Norden kommt die Gruppe gut voran bis Wolfgart die Kutsche – scheinbar grundlos – anhält. Ein seltsamer und doch bekannter Geruch steigt in seine Nase. Nach kurzer Überlegung weiß er es – es riecht nach Scharlachroten Elfenkappen.
Ein längere Diskussion über die Verwendung und Wirkung der seltene Pilze entfacht. Während Samira strickt die Meinung vertritt, dass es sich um Giftpilze handelt, weiß Orek es besser – die Scharlachroten Elfenkappen finden in geringer Dosis auch als Medizin Verwendung.
Xaver genießt schließlich die volle Aufmerksamkeit der Gruppe, als es an ihm ist, zu erzählen, wo er schon Scharlachrote Elfenkappen gepflückt hat. Auf einer Lichtung gespickt mit Speeren auf denen wiederum Köpfe der unterschiedlichsten Rassen aufgespießt waren!

Obwohl abschreckend, ist doch auch die Neugier der Kameraden geweckt. Gemeinsam wollen sie dem seltsamen Geruch auf den Grund gehen. Wolfgart ruft nach Ruin, der als Bewacher der Kutsche samt Manfred – welcher dem Waldabenteuer nicht beiwohnen will – abgestellt wird. Von Orek bekommt Ruin schon vorab eine kleine Belohnung – Schinken aus Kleindorf.
Dann geht’s auf in den Wald. Schon nach wenigen Minuten erreichen die Freunde eine Lichtung – und tatsächlich. Speere mit Köpfen – Menschen, Zwerge, Goblins… keine Elfen. Und am Boden – die Scharlachroten Elfenkappen.
Doch noch ehe sich jemand ans pflücken machen kann, rast ein Pfeil durch die Luft und landet in einem der aufgespießten Köpfe. Die Gemeinschaft findet sich umzingelt von 12 Elfen mit Bögen. Die fremdartigen Wesen sind nur spärlich bekleidet, ihre Körper über und über mit Tätowierungen verziert. Kein Vergleich zu Xaver – dem Hochelf.

Eine heftiger Streit entfacht. Die Waldelfen fühlen sich und ihr Revier gestört. Die Waldlichtung wird gar als Garten und die Gruppe als Diebe bezeichnet. Schließlich fordern die Hüter des Waldes Wiedergutmachung für die entstandene Unruhe.
Orek – der sich schon auf Giftkugeln gefreut hat – verlangt heftig nach Scharlachroten Elfenkappen, stößt damit aber nur auf noch mehr Unmut.
Xaver kann die Streitigkeiten schließlich schlichten. Die Gruppe erklärt sich bereit, eine bösartige Giftspinne zu beseitigen und anschließend den Elfenwald auf schnellstem Wege zu verlassen. Im Gegenzug erhält Xaver einen Beutel gefüllt mit Pilzen.

Geführt von den 12 Waldelfen erreichen die Freunde alsbald die Spinnenhöhle. Schon von weitem kann man weiße Spinnenfäden im Höhleneingang erkennen, der eine beträchtliche Höhe aufweist. Selbst Wolfgart könnte die Höhle wohl aufrecht betreten.
Wenig erpicht darauf, versuchen die Helden aber vorerst die Spinne mit einem Stein – geworfen direkt in den Höhleneingang – anzulocken. Und siehe da – es gelingt. Schon bald kann man 2 riesige Beine erkennen.
Während Wolfgart gleich vor der Höhle Position nimmt, beäugen die anderen das Tier aus sicherer Entfernung und im Schutz der umstehenden Bäume.
Orek aber kann sich nicht mehr halten, feuert eine Kugel ab und trifft…
Das aufgeschreckte Spinnentier springt, läuft wie wild vor der Höhle auf und ab und greift schließlich Wolfgart an. Dieser kann den Angriff mit seinem Zweihandhammer abwehren – die Spinne landet auf dem Rücken. Samira greift indes mit ihrem Avatar an. Xaver überblickt die Situation und weist Wolfgart auf den Stachel und die Augen des Tiers hin. Dem darauffolgenden, gezielten Angriff kann die Spinne nicht standhalten. Unter der Wucht von Wolfgarts Hammer bricht das Untier tot zusammen.

Die Freue und Erleichterung wehrt jedoch nur kurz…

Ein wahres Monstrum – doppelt so groß wie die erste Spinne, den gesamten Höhleneingang einnehmend – wirft seinen Schatten auf Wolfgart, der erschüttert vor der Riesenspinne stehenbleibt.
Orek kann sich als erster sammeln… mehrfach schießt er mit seinem Gewehr auf das Biest. Während Samira nach kurzem Zögern einen magischen Pfeil abfeuert, kann Xaver seinen Dolch gezielt in eines der Spinnenaugen werfen.
Die Spinne aber hat nur Augen für Wolfgart – springt, beißt zu – nur um anschließend selbst zusammenzubrechen.
Wolfgart scheint schwer verletzt. Sein linker Arm hängt nutzlos an der Seite herab. Wütend treibt er Xavers Dolch mit seinem Fuß noch tiefer in die klaffende Wunde der Spinne, die nun elendiglich ihr Leben lässt.
Nur mit Mühe kann er den schweren Zweihandhammer mit der Rechten auf seinen Rücken stemmen. Zumindest die Elfen – die nach längeren Rufen Xavers erscheinen – können mithilfe der aus Pilzen gewonnenen Salbe zumindest das Schlimmste verhindern. Der Heilungsprozess wird trotzdem dauern.

Um weiterhin im Ernstfall bewaffnet zu sein, erbittet Wolfgart ein Einhandschwert von Lukas.
Dann inspiziert die Gruppe noch kurz die Spinnenhöhle – in der außer einer Lanze nichts weiter zu finden ist – und kehrt schließlich erschöpft zur Kutsche zurück.

Zumindest verbringen alle eine ruhige, erholsame Nacht – die Wache übernehmen die dankbaren Waldelfen.

Backertag, 17ter Sommerzeit 2550 – Bezahltag, 18ter Sommerzeit 2550

Unter dem Schutz der Waldelfen verlaufen die beiden nächsten Tage und Nächte ruhig – Wolfgart kann sich gut erholen, sein Arm heilt wundersamer Weise schneller als erwartet. Nur Xaver verbringt eine unruhige Nacht mit wirren Träumen von kleinen Menschen…

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Eine neue Hoffnung
Vom aufmüpfigen Adelsjungen zum Kaiser?

Backertag, 9ter Sommerzeit 2550

Nach einem ausgiebigen Mittagessen trennt sich die Gruppe, um das Grünewaldanwesen zu erkunden.

Wolfgarts erster Weg führt in zu einem kleinen Ulric-Schrein im Garten des Anwesens. Dort kann er in Ruhe zu seinem Gott beten und um Unterstützung bitten. Gestärkt macht sich Wolfgart anschließend auf den Weg in die Bibliothek, um die dort gesammelten Gebetsbücher zu inspizieren und sein eigenes Büchlein um einige Ulric-Gebete zu erweitern.

Xaver und Orek suchen ebenfalls – getrennt voneinander – die Bibliothek auf. Während Xaver nach interessanten Büchern über Wahrsagerei und Übernatürliches sucht, wird Orek in den oberen, unerreichbaren Regalreihen fündig – ein Buch über Ingenieurwesen. Verschnupft bittet er schließlich den Hochelfen, ihm das Buch zu reichen.

Der Stolz verbietet es Orek, erneut um Hilfe zu bitten und so versucht er das nächste, interessante Buch selbst zu erreichen. Mit einigen Büchern der unteren Reihe baut er sich ein kleines Podest. Als er dadurch ausgerechnet den Einband der “Familiengeschichte der Von Bruners” zerfleddert, sucht er zerknirscht Vern Henrik auf.

Auch Xaver wurde indessen fündig. Interessiert blättert er in einem Buch mit dem Titel “Tore zur Unterwelt” bis er enttäuscht feststellen muss, dass es sich lediglich um eine tragische Liebesgeschichte handelt.

Samira hat in der Zwischenzeit Vern Hendrik aufgesucht und ihn um einen Satz Karten gebeten. Dieser verweist sie auf den Wachturm. Dort wird Samira fündig. Zerknirscht schenkt sie anschließend die Karten dem verblüfften Hochelfen Xaver und entschuldigt sich gleichzeitig bei ihm dafür, dass sie sein Wissen und seine Kräfte verkannt hat.

Auch Samira schaut sich noch ein bisschen in der Bibliothek um – während Xaver seine neuen Karten inspiziert – und blättert schließlich in einem seltsamen Buch in dem ein gewisser Andreas von Bruner seine seltsamen Träume über Dunkelheit, Augen und Dämonen schildert.

Danach bleibt kaum noch Zeit, Wolfgart zur Rede zu stellen, denn schon während Wolfgart noch nach Ausreden für seine ständigen Fragen nach Rickard Aschaffenberg sucht, erfährt die Gruppe, dass dieser soeben mit seinem Neffen Lukas Tiberius von Bruner von der Jagd zurückkehrt.

Rickard Aschaffenberg erklärt sich zu einem Gespräch unter 4 Augen mit Wolfgart bereit, auch wenn er – genauso wie der Rest der Gruppe – nicht versteht, weshalb Wolfgart seinen Gefährten nicht vertraut.

Wolfgart kann nun endlich seinen Auftrag erfüllen und Rickard Aschaffenberg den Inhalt des Briefs schildern. Dieser zeigt sich nur wenig überrascht darüber, verlangt aber von Wolfgart einen Beweis für seine Loyalität.
Wolfgart erbittet die Hilfe Ulrics und kann so den gewünschten Beweis erbringen, indem er präzise die Kammer von Lukas Tiberius findet ohne den ersten Stock der Villa vorher schon einmal betreten zu haben.
Rickard Aschaffenberg befragt Wolfgart nun zu seinen Gefährten. Samira könne Vertrauen geschenkt werden und auch Xaver sei ein herzensguter Elf, so Wolfgart. Zu Orek weiß er allerdings noch nicht viel zu sagen. Der Zwerg genieße aber das Vertrauen von Lord Manfred von Bruner.
Dies scheint Rickard Aschaffenberg auszureichen und so bittet er Wolfgart seine Gefährten hereinzubitten.

Es folgt eine kurze Befragung der Anwesenden zu deren Einstellung zur Kirche Sigmars bzw. Ulrics und der politischen Vorgänge im Empire.
Während sich Orek auf die baulichen Eigenheiten der Tempelgestaltung beschränkt, offenbart Xaver, dass er schon Probleme mit den Sigmariten hatte. Samira bekennt, sich bisher nicht viel mit Politik und dergleichen beschäftigt zu haben, aber als Magiekundige auch kein Freund der Witchhunter zu sein.

Nach diesen aufrichtigen Ausführungen kann das Geheimnis endlich gelüftet werden. Wolfgart war im Auftrag der Ulric-Anhänger unterwegs, die dafür Sorge tragen wollten, dass der künftige Kaiser nicht mehr aus den Reihen der Sigmar-Anhänger stammen sollte.
Um dieses Ziel zu erreichen wird Lukas Tiberius von Bruner schon Zeit seines Lebens ausgebildet und soll nun als künftiger Thronanwärter heimlich nach Altdorf gebracht werden.

Lukas zeigt sich nur wenig begeistert, als er von dem Plan erfährt. Das war also der Grund dafür, dass er immer so viel Lernen musste und so wenig Freizeit hatte. Und nun sollte er auch noch Kaiser werden – dann war es mit seiner Freiheit endgültig vorbei.
Es blieb Lukas jedoch nichts anderes übrig, als dem Wunsch seines Onkels Folge zu leisten. Und so wurde beschlossen, dass die Gefährten zusammen mit Lukas am nächsten Morgen Richtung Altdorf aufbrechen sollte.
Die kleine, schwarze Kutsche und das kleine, schwarze Pony konnten Orek und Wolfgart nach einiger Diskussion gegen die wesentlich geräumigere Kutsche von Rickard Aschaffenberg eintauschen und so stand der Reise nichts mehr entgegen.

Bezahltag, 10ter Sommerzeit 2550 – Aubentag, 15ter Sommerzeit 2550

Reisefertig verabschiedet sich die Gruppe von Rickard Aschaffenberg und Vern Hendrik. Lukas besteht nach wie vor darauf, auf seinem eigenen Pferd zu reiten. Bevor die Gruppe aufbricht, kontrolliert Wolfgart daher genauestens, ob irgendetwas an Lukas’ Erscheinung auf seine adelige Abstammung schließen lässt. Zufrieden nickt er schließlich und die Reisegesellschaft bricht auf.

Umgeben von dichtem Wald geht es in zügigem Tempo voran – Orek und Wolfgart auf der Kutsche vergnügt plaudernd voran, dahinter Lukas, flankiert von Xaver und Samira. Noch ehe das Gejammer von Lukas unerträglich werden kann, unterbrechen Orek und Wolfgart plötzlich ihre Unterhaltung und stoppen die Kutsche.
Orek hat etwas schwarzweißes durch den Wald huschen sehen. Wolfgart ist überzeugt davon ein kühles Lüftchen zu spüren – ein gutes Omen. Auch Lukas beschwört etwas gesehen zu haben. Vermutlich war es ein Wolf.
Samira reagiert etwas ungehalten auf die ungewollte Pause. Wieso soll man auch wegen einem Huschen im Wald anhalten? Solange kein Angriff folgt, ist es doch am Sinnvollsten einfach weiterzureiten. Gesagt – getan. Die Gruppe zieht weiter.

Nach etwas Trockenfleisch am Abend besteht Orek darauf nächtliche Wachen einzuteilen und zwar so, dass er keinesfalls mit dem Hochelf an die Reihe kommt. Nach kurzem hin und her übernimmt Orek mit Samira die erste Wache, die anschließend von Wolfgart abgelöst wird.
Plötzlich – schon wieder. Orek sieht etwas im Wald, während Wolfgart ein gutes Omen fühlt. Und dann sehen sie ihn – ein schwarzweißer Wolf mit glühenden Augen – für Wolfgart noch ein gutes Omen.
Als Orek Wolfgart kurz schildert, dass Zwerge früher Wölfe gezähmt und geritten haben, versucht Wolfgart sein Glück. Im Gebet zu Ulric geht er langsam auf den Wolf zu. Dieser jedoch scheint wenig beeindruckt und knurrt. Wolfgart aber will noch nicht aufgeben. Langsam tastet er sich weiter auf den Wolf zu, bis er ihm schließlich ein Stück Trockenfleisch reichen kann. Der Wolf scheint ruhiger zu werden. Schließlich traut sich Wolfgart einen Schritt weiter, geht vor dem Wolf in die Hocke und streichelt ihm das struppige Fell.
Orek kann nun staunend zuschauen, wie der Wolf neben Wolfgart zum Lagerplatz zurückkehrt und sich zufrieden auf dem Boden räkelt. Auch Orek möchte nun sein Glück probieren und nähert sich dem Wolf, muss aber – zumindest vorerst – aufgeben, als das Tier sofort wieder zu knurren anfängt und beendet damit seine Wache.

Verwundert nimmt Xaver neben Wolfgart und dem Wolf Platz. Als später Wolfgart wiederum von der ebenfalls irritierten Samira abgelöst wird, legt er sich zum Schlafen neben den Wolf.
So endet eine ereignisreiche Nacht.

Der nächste Tag und die darauffolgende Nacht verlaufen so ereignislos, dass Lukas sich schließlich zu langweilen beginnt. Hocherfreut erklärt er sich daher bereit mit Orek und Wolfgart zu jagen, um für etwas kulinarische Abwechslung zu sorgen.
Lukas findet mit etwas Glück die Spur eines Hasen, die Wolfgart mit Ulrics Hilfe weiterverfolgen möchte. Doch diesmal scheinen seine Gebet nicht erhört zu werden. Nach längerer Suche müssen die Drei leider aufgeben, um nicht zu viel Zeit mit der Suche zu vergeuden.

Am späteren Nachmittag erreichen die Reisenden eine Weggabelung. Aus Osten nähert sich Pferdegetrampel. Nach kurzer Diskussion – ob besondere Vorkehrungen getroffen werden sollten – beschließen die Gefährten den Weg nach Norden einzuschlagen und zügig weiterzureiten, um eine Begegnung mit den unbekannten Reitern zu vermeiden.

Tags darauf versuchen es die drei Jagdbegeisterten erneut.
Und tatsächlich – Lukas kann die Spur von einem oder mehreren Wildschweinen aufspüren. Wolfgart verfolgt die Fährte durch den Wald. Leider gelingt es jedoch weder Orek mit seinem Schnellladegewehr, noch Lukas mit seiner Armbrust eines der Wildschweine zu erlegen.
Zerknirscht kehren die Drei zum Lagerplatz zurück.

Samira und Xaver bewachen indes die Kutsche und Pferde. Schon nach kurzer Zeit werden beide auf Pferdegetrampel aufmerksam. Kurz darauf sehen sie auch schon mehrere Kriegerinnen eilends aus dem Süden reiten.
Vor der Kutsche machen die Amazonen halt. Sie seien ebenfalls auf dem Weg nach Altdorf, hätten es aber sehr eilig den Runenfang für ihre neuernannte Kurfürstin abzuholen.
Das Angebot, gemeinsam mit der Gruppe nach Altdorf zu reisen, kann Samira nach einiger Diskussion dadurch abwehren, dass sie den Überhang an Männern in ihrer Runde betont.
So reisen die Amazonen alleine weiter.

Nach einem weiteren Abend mit Trockenfleisch hat Wolfgart am nächsten Morgen eine gewinnbringende Idee. Er geht mit seinem Wolf gemeinsam auf die Jagd. Und tatsächlich – der Wolf reißt ein Wildschwein, lässt es dann aber für Wolfgart liegen. So kommen die Gefährten an diesem Tag doch noch in den Genuss frisch gebratenen Fleisches – wenn auch ungesalzen.

Der Tag verläuft ruhig.

Beim gemeinsamen Abendessen erfährt Lukas von den anderen, dass in Kleindorf ein gewisser Manfred von Ehrlichhausen darauf wartet, nach Altdorf mitgenommen zu werden. Lukas ist entrüstet. Keinesfalls wird er gemeinsam mit einem Von Ehrlichhausen reisen – diese Erbschleicher, diese ehemaligen Bediensteten.
Erst ein Gebet Wolfgarts an Ulric führt schließlich dazu, dass Lukas am nächsten Morgen Einsicht zeigt. Schließlich würde niemand erwarten, dass ein Von Bruner mit einem Von Ehrlichhausen reist – und genau das war die beste Art, Altdorf inkognito zu erreichen.

Am nächsten Tag weiter Richtung Norden reitend wird die Gruppe plötzlich von seltsamen Gesängen und Schreien überrascht, die sich langsam nähern.
Lukas weigert sich, in der Kutsche zu verweilen und so stehen die Fünf diskutierend am Straßenrand, als ein Witchhunter mit mehreren Zealots und Flagellants des Weges kommt.
Ein nervenaufreibendes Verhör, in dessen Verlauf die Gruppe den Witchhunter davon überzeugen muss, keine Waldhexe zu kennen und auch keine gesehen zu haben, beginnt. Doch damit nicht genug. Die Gefährten müssen sich außerdem hinsichtlich ihres Reisegrunds erklären – während Samira die Erläuterung auf die Rückkehr nach Altdorf beschränken will, versucht Orek den Witchhunter mit einem Siegelbrief der Familie von Bruner zu beeindrucken – und Samiras Magierlizenz wird schließlich eingehend vom Witchhunter studiert, ehe dieser sich bereit erklärt, den Weg Richtung Norden freizugeben. Selbst Lukas wirkt nach dieser Begegnung etwas kleinlaut.

Am Nachmittag ist Kleindorf in Sicht. Während Wolfgarts Wolf – den er nach längerer Überlegung Ruin nennt – vor dem Dorf wartet, machen es sich die anderen im “Grünen Baum” gemütlich.
Ein ausführliches Gespräch mit Lukas macht klar, dass dieser mit seinem Leben eigentlich anderes vorhatte, als Kaiser zu werden. Viel lieber hätte sich der Jüngling einem Ritterorden angeschlossen und treue Kameraden gefunden.

Samira versucht Lukas davon zu überzeugen, dass auch ein Kaiser glorreiche Kämpfe kämpfen und treue Kameraden finden kann, während Xaver dem Jüngling mittels Tarotkarten die Zukunft deutet. So endet die erste Wegetappe in gemütlicher Runde, mit einem nicht ganz glücklichen Kaiseranwärter – Hoffnung der Ulric-Kirche auf Veränderung.

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2 Menschen, 2 Zwerge und 2 Elfen
Kein Witz!

Bezahltag, 19ter Sigmarzeit 2550

Am Morgen nach dem Sigmarsfest beschließen Wolfgart und Samira nach einem ausgiebigen Frühstück, Xaver in Quintus’ Büro abzuholen und den Auftrag, den sie von Vogt Einbrenner erhalten hatten, auszuführen.

Leider etwas knapp bei Kasse versucht Wolfgart einen Reisenden zu finden, der Geleitschutz braucht und ebenfalls nach Kleindorf möchte. Auf den ersten Blick scheint niemand in diese Richtung zu fahren doch nach kurzer Suche findet der junge Priester einen klein gerateten Mann mit einer kleinen schwarzen Kutsche und einem kleinen schwarzen Pony davorgespannt.
Der Mann würde die 3 gerne Anheuern, ihn zu begeleiten, so verspricht er ihnen einen Silberschillign am Tag und die Reise kann beginnen.

Nach kleinen Startschwierigkeiten bei den Ställen, wo eine lange Diskussion darüber ausbricht, ob Xaver und Samira tatsächlich berechtigt sind, die Pferde der Familie von Ehrlichhausen zu nutzen, reiten die 3 mit dem kleinen Mann auf der kleinen Kutsche mit dem kleinen Pferd in das kleine Dorf Kleindorf.

Der Weg nach Kleindorf führt tief in einen dusteren Wald hinein und, obwohl die 3 versuchen, aufzupassen, ist es schwer, die Himmelsrichtungen im Blick zu halten. Als die Gruppe an einer Weggabelung ankommr hören sie plötzlich Kampfgeräusche aus dem Dickicht.

Der Mann auf der Kutsche sagt:
Na dann! Tut wofür ich Euch bezahle und berschützt mich und mein Hab und Gut!

Mutig schreitet Wolfgart sogleich mit seinem Hammer an der Schulter in die Dunkelheit des Waldes, dicht gefolgt von dem Hellseher Xaver und der Magierin Samira, die sich gekonnt hinter dem Rücken des 2 Meter großen ühnen verstecken.
Nur wenige Schritte etnfernt von der Strasse höhrt der Priester des Ulric plötzlich den Schwung einer mächtigen Klinge und schafft es gerade noch, sich rechtzeitig zu ducken.

Die 3 stehen plötzlich mitten in einem Kampf zwischen einem Elf und einer graußigen Kreatur mit 2 Hörnern, Ziegenbeinen und einem menschlichen Oberkörper. Wargor Ein solch grässliches Wesen hat noch keiner der 3 je gesehen und so stehen sie erst einmal gelähmt vor Angst daneben und erleben, wie ein Schwertmeister der Elfen gegen einen grässlichen Wargor kämpft.

Mit einem geschickten Schwerthieb fügt der groß gewachsene, schwarzhaarige Krieger eine klaffende Wunde am Schädel zu. Das Blut des Monsters spritzt nur so herum und endlich fasst sich Samira ein Herz und versucht, einen Zauber, den sie in der Akademie gelernt hatte, gegen das Monster zu richten. Obwohl sie versucht, sich zusammen zu reisen und ihre Angst vor dem Ding zu unterdrücken, gelingt es ihr nicht ganz und der Avatar, den sie von sich erschaffen wollte bricht nach kurzer Zeit wieder in sich selbst zusammen.
Xaver dagegen beobachtet aufmerksam das Kampfgeschehen und ruft Wolfgart sogleich zu, sich auf die klaffende Wunde auf dem Kopf des Getierts zu konzentrieren.
Gesagt, getan, sowohl Wolfgart als auch der Elf treffen den Mutanten direkt auf seiner Wunde und der starke Blutverlust führt zu einem Wanken des Monsters.
Xaver versucht noch, einen Stein aufzuheben und auf das Wesen zu schleudern doch seine Kraft versagt. Erschöpft kann er nur noch zusehen, wie Samira es doch noch schafft, einen Avatar von sich selbst aus dunklen Wolken zu erzeugen und diesen auf den Wargor zu schleudern.
Schwer getroffen fällt das Monster zu Boden. Swrdmast

Plötzlich rennt ein aufgebrachter Xaver schreiend davon. Den skurrilen Seher ignorierend geht Wolfgart erst einmal auf den Leichnam des Beastman zu, doch als auch Samira mit einem ängstlichen Gesichtsausdruck zur Flucht rät, beginnen auch er und der Elf zu rennen.

Ein grässlicher Sturm aus reiner Chaosmagie braut sich über der Leiche zusammen und ein Blitz schlägt ein und scheint den Elfenkrieger zu treffen, doch dieser trägt keine äßerlichen Verletzungen davon.
Der Kampf hat den Krieger aber doch stark mitgenommen. Eine klaffende Wunde am Bauch blutet stark und braucht dringend Versorgung.

Als die 4 aus dem Wald herausstolpern erwischen sie den kleinen Mann dabei, wie er ihre Pferde durchsucht.
Eine kurze Diskussion, ein paar Bestechungsversuche und eine Durchsuchung der schwarzen Kutsche später sitzt wolfgart auf der kutsche, neben ihm der Mann, gefesselt und geknebelt und die mittlerweile 4 machen sich auf den Weg nach Kleindorf, um den Mann, den sie für einen Fälscher halten, dort der Gerichtsbarkeit zu übergeben.

Konigstag, 20ster Sigmarzeit – Bezahltag, 2ter Sommerzeit

Auf dem Weg nach Kleindorf lernen die 3 den mysteriösen Elfenkrieger näher kennen. Sein Name ist Amathon Klingensturm, er ist ein Schwertmeister von Hoeth und ausgezogen, um neue Kampftaktiken im Reich der Menschen zu lernen. Da er bei niemandem vertraglich gebunden ist, schließt er sich den Helden auf ihrer Reise an.

Auf dem Weg entzündet sich die Wunde des Kriegers jedoch und nach wenigen Tagen bemerken die anderen, wie er immer unsicherer auf Wolfgarts Pferd herumwankt. Xaver versucht dem Elf ein wenig medizinische Hilfe zu bieten, steckt sich dabei jedoch selbst mit einer hässlichen Krankheit an.
Als nach wenigen Tagen Xavers Haut langsam beginnt, sich abzulösen, sieht Wolfgart die einzige hilfe darin, in dem Buch, dass er von seinem Ziehvater bekommen hatte, nach Gebeten zu Ulric zu suchen, die die Schmerzen der 2 Elfen lindern könnten.
Er findet tatsächliche eine Litanei, die er den beiden jeden Abend vorliest, doch es scheint nicht so gut zu wirken wie gedacht.

Am 2ten Sommerzeit erreicht die Gruppe schließlich Kleindorf. Dort begeben sie sich erst zum Bürgermeister um von ihm zu erfragen, ob sie den Fälscher, den sie verhaftet hatten, bei ihm abgeben könnten.
Leider gibt es in dem kleinen Dorf keinen Kerker und so müssen die 4 den Mann in die nächste größere Stadt bringen, Übersreik.

Nach dem Gesrpäch macht sich die Gruppe auf, Manfred von Ehrlichhausen zu finden. Der wohl leicht wahnsinnige Mann lebt im Armenviertel des Dorfs auf der Strasse und redet nur wirres Zeug. Ihn alleine nach Altdorf zu schicken, scheint keine Option zu sein. Samira versteht jedoch nicht, warum Wolfgart unbedingt nach Übersreik reisen will. Ihre Aufgabe besagt eindeutig Manfred zu finden und dann sofort nach Altdorf zurückzukehren.
Ein klein wenig Überredungskunst von Xaver stimmt die junge Magierin jedoch um. Sollten sie so schnell wieder zurückkehren, könnte Baron von Ehrlichhausen immer eine so schnelle Abwicklung von Aufträgen erwarten…

Trotz des in wenigen Tagen drohenden Morrslieb-Vollmondes machen sich die Helden noch am selben Tag auf nach Übersreik, mit dem Plan, den lustigen Manfred auf dem Weg zurück in Kleindorf abzuholen. Bevor sie die Stadt verlassen, erfahren sie noch, dass der Mann, den sie bei sich haben, Kurt Leinbecker, ein gesuchter Fälscher ist. Karl

Konigstag, 3ter Sommerzeit – Augebtag, 7ter Sommerzeit 2550

Den Morrslieb Vollmond am 6ten Sommerzeit Übersteht die Gruppe gut geschützt unter dem Dach der Kutsche. An Schlaf ist zwar nicht zu denken, so eng wie es ist, doch wenigstens fängt sich niemand einen Splitter des berüchtigten Warpstones ein und auch die Pferde bleiben wie durch ein Wunder unversehrt.

Marktag, 8ter Sommerzeit 2550

Zu später Stunde erreichen die 4 mit dem Verbrecher im Schlepptau die Stadt Übersreik. Die Tore der Stadt stehen offen und eine recht angeekelte Wache weißt der Gruppe gleich den Weg zum Shallya-Tempel der Stadt, wo die beiden Elfen im Moment am besten aufgehoben wären.
Im Tempel treffen sie Schwester Helga Kersch, die es mit einem Bittgesuch an Shallya schafft, Xavers leiden komplett und den Schwindel und das Fieber von Amathon zu heilen.
Sie bittet die 2, noch über Nacht zu bleiben, um sich ihren Leiden näher annehmen zu können.

Währenddessen geben Wolfgart und Samira ihren Gefangenen beim Kerker der Roadwarden ab und erhalten dafür, als inoffizielle Belohnung, dessen Kutsche und Pferd, jedoch ohne Inhalt. Eine weitere Belohnung könnten sie sich bei der Familie von Bruner abholen, die die Fahndung nach Kurt Leinbecker wegen Fälschung ihres Familiensiegels herausgegeben hatten.
Bis zum Morgen sollten sie sich im Gasthaus zur Silbersichel einquartieren, in dem immer die Angestellten der Familie übernachten.

Gesagt, getan. Auf Pump mieten siech die beiden in dem Gasthaus ein. Dort treffen sie auch auf 2 Zwerge, die gerade heute den Bau an einer Mühle für die von Bruners abgeschlossen haben. Nach einem gemütlichen Abendessen und ein paar Humpen Zwergenbier vereinbaren sie, am nächsten Morgen gemeinsam den Vogt der von Bruners aufzusuchen.

Backertag, 9ter Sommerzeit 2550

OrekGleich am Morgen machen sich Wolfgart und Samira mit ihren neuen Bekannten, Orek Schnellader Sohn des Baldek Orkschlächter, einem wiffen Zwerg der der Gilde der Erfinder angehört und Angrosch Sohn des Arombolosch, dem schwer bewaffneten Ironbreaker aus Karak-az-Garaz, auf den Weg zu Vogt Bernd Wohlgemut, dem Vogt der Familie von Bruner.

Nach langen Verhandlungen mit Vogt Wohlgemut und Lord Manfred von Bruner kommt Orek schlißelich auf einen Lohn von 55 Silberschillingen für sich und 18 Silberschillingen für seinen Freund, Angrosch, für den Bau der Mühle im Vorgarten der Villa. Auch Samira und Wolfgart erhalten am Ende 60 Silberschillinge für die Ergreifung des Fälscher Kurt Leinbecker. Wolfgart fragt den Lord außerdem nach Rickard Aschaffenberg und erfährt, dass dieser gerade den Sohn der von Bruners auf seinem Jagdanwesen im Nahkampf und der Jagdkunst unterrichtet.
Mit dem Auftrag, ein Buch von Lady Barbara von Bruner für ihren Sohn, Lukas, in das Grünewaldanwesen unweit nördlich von Übersreik zu bringen, machen sich Wolfgard, Samira und die 2 Zwerge, die ihnen Lord von Bruner als Geleitschutz mitgab, auf zum Shallyatempel um dort ihre anderen 2 Gefährten abzuholen.

Entrüstet darüber, dass er 2 Elfen begeleiten soll, versucht Orek noch einmal, etwas Silber bei Lord von Bruner herauszuschlagen, jedoch vergeblich. Helga Kersch, die, wie sich herausstellt, Lektorin des Shallya Tempels ist, bittet die Streitenden, ihre Konflikte doch vor dem Tempel beizulegen und nicht auf dennen Schwellen.

Sich widerwillig mit der Situation abfindend steigen Angrosh und Orek in die Kutsche der Gruppe ein und die 6-stündige Reise zur Grünewald-Villa durch den Wald beginnt. Bis auf das Meckern der beidern Zwerge aus der Kutsche passiert wenig erwähnenswertes und so erreicht die Gruppe am Nachmittag das Jagdanwesen der Familie von Bruner.

Das Tor ist geöffnet und so kann der Toss direkt in den Hof des Anwesens reiten. Eine gut erhaltene, 2-stöckige Villa inmitten einer steinernen Mauer. Im Hof ist ein kleiner Schrein zu Ulric, dem Gott des Winters und der Wölfe, eine Schmiede, Stallungen, Schießanlagen, ein paar Hundehütten, ein kleiner Kräuter- und ein großer Obstgarten.
Auf einer Bank vor dem Anwesen sitzt ein alter Mann, gekleidet in feinen Stoffen. Als er die Gruppe erblickt lädt er sie sogleich freundlich ein, bei ihm zu speisen und zu übernachten. Als Wolfgart erwähnt, dass er gerne mit Lord Aschaffenberg sprechen würde, meint der Mann, der sich als Vern Hendrik vorstellt, dass dieser gerade mit seinem Neffen auf der Jagd sei und erst abend wiederkomme.
Also macht es sich die Gruppe solange auf dem Anwesen gemütlich. Orek, der Erfinder, nützt die Schmiede des Zwerges Korden Kurgansson um neue Patronen für seine Automatische Hochlandpistole herszustellen. Da Korden in seiner Schmiede alles hat, was ein Zwergenherz sich nur wünschen könnte, gelingt es auch Orek, aus dem Zinn, dass er in Übersreik am Markt gekauft hatte, mehr Patronen und Hülsen als gewöhnlich zu fertigen….

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Simgarstag - Zeit zu Feiern
Sigmarswurst....lecker!

Backertag, 18ter Sigmarzeit 2550

Endlich ist es soweit! Sigmarstag ist da und schon am Vormittag ist der Hauptplatz voller Menschen. Stände werden aufgebaut und Händler und Schausteller machen Platz, um Tische und Bänke für die Feier aufstellen zu können. Anscheinend soll Kaiser Karl Franz heute eine große Ansprache halten, in der er riesige Neuigkeiten habe…Was mag er wohl dem Volk zu sagen haben?

Während sie auf die Ansprache des Kaisers warten, versuchen sich Xaver und Wolfgart, die berühmt-berüchtigte Sigmarswurst zu verspeißen. Eine “Delikatesse” aus dem Reikland, riesig groß und kaum zu schaffen. Doch dem, der es schafft, eine ganze Wurst auf einmal zu verspeißen, wird Glück für das ganze nächste Jahr vorausgesagt. Xaver muss nach der Hälfte aufgeben, doch Wolfgart kann sich tatsächlich überwinden und verputzt die ganze Wurst! Das kann nur Gutes verheißen, aber Bauchschmerzen hat der junge Priester danach trotzdem…

Als das Fest in vollem Gange ist, kommt auch Karl Franz mit seiner Frau und seinem Sohn und nimmt an der Festtafel platz. Nach kurzer Zeit erhebt er sich und es ertönen Fanfaren. Der Kaiser hält seine jährliche Ansprache zum Sigmarstag.

Liebe Priester, Beamte, Bürger und auch alle anderen Gäste unseres Festes! Es ist wieder Zeit, unseren Herrn Sigmar zu feiern und seinen Namen hochleben zu lassen. Aus diesem Grunde wird es den ganzen Tag Bier und Wein auf meine Kosten für euch geben, Heil Sigmar!

Begeistert stimmt das Volk ein

Außerdem habe ich am heutigen Tage auch einige Nachrichten für euch, die erste gute Nachricht, ich habe beschlossen, einen weiteren Kurfürstensitz zu vergeben und damit einen Ritter-Orden in den höheren Adelsstand zu erheben. Dieser Sitz wird einer Gruppe von Kriegerinnen, die mir sehr ans Herz gewachsen sind zugeteilt, dem Orden des Löwens, den Amazonen. Die erste der Kurfürstinnen der Amazonen soll meine Lebensretterin Dimiona von Aventurien sein, die mir vor 30 Jahren auf dem Weg nach Praag das Leben gerettet hat, als ich von einer Gruppe Dunkelelfen überfallen wurde.

Meine Freunde Bryndi, Raiana, Ramus und Fernando möchte ich auch heute, wie jedes Jahr wieder erwähnen, ohne die wir alle heute nicht das Leben führen könnten, das wir führen! Ihre Tapferkeit und das Opfer ihres eigenes Lebens hat uns den Frieden und die Freiheit vom Chaos gebracht. Sie leben Hoch!

Die Feiernden rufen HUZZAHH!

Und doch möchte ich heute, nach 30 Jahren in meinem Amt, meinen Hut nehmen. Ich werde in 6 Monaten zurücktreten. Mein Alter erlaubt es mir nicht mehr, die nötigen Entscheidungen zu treffen und ich möchte einem jungen Mann die Chance geben, in diesen goldenen Zeiten das Szepter zu übernehmen. Der Regierungsstil des Krieges kann heute nicht mehr angewandt werden, wir brauchen einen Friendenskaiser! Und diesen werden die Kurfürsten in einem halben Jahr wählen! Kandidaten werden ab heute akzeptiert!

Ein Murmeln geht durch die Festgesellschaft.

Eines möchte ich noch kundmachen: Ich verkünde mit dem heuten Sigmarstag eine neue Ära der Zeitrechnung und habe die Ehre, der vergangenen einen Namen zu geben. Es sei dies die Ära der Helden gewesen! So soll es geschrieben werden!

Abschließend wünsche ich all meinen Gästen heute einen freudigen Sigmarstag und freue mich darauf, mein Amt bald an einen jungen Adlesangehörigen übergeben zu können!

Das Volk feiert ihren scheidenden Kaiser und ihren Gott Sigmar bis in die späte Nacht. Die Gruppe begiebt sich bald in ihre Zimmer, sie möchten am nächsten Tag früh zu ihren neuen Abenteuern aufbrechen…

Mehr Infos: http://wfrp-3e-nephtys.webnode.com/news/zeit-zu-feiern-sigmarstag/
Erstellen Sie Ihre eigene kostenlose Webseite: http://de.webnode.com

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Der Prozess & Eine Neue Aufgabe
Wir brauchen einen neuen Kaiser!

Nach langem Herumirren und Fragen erreicht Wolfgart schließlich den Tempel der Ulric-Kirche in Altdorf. Dort will ihn der hiesige Priester jedoch nicht zum Lektor Guntar Ulrichson lassen, nicht jeder Initiat kann schließlich gleich beim Lektor vorsprechen. Sollte er jedoch eine kleine Aufgabe für die Shallyapriesterinnen erledigen, ein Paar Scharlachrote Elfenkappen, Pilze mit heilender Wirkung, zu sammeln, könne er vielleicht doch bei Ulrichson vorsprechen.

Der Priester empfielt Wolfgart außerdem ein Gasthaus, in das er immer geht, als Schlafplatz für die Nacht und als beste Adresse, um gutes, kühles Bier zu genießen.

Also begiebt sich Wolfgart, nachdem er sich bei den Shallyapriesterinnen nach den Pilzen erkundigt hat, dorthin. Als er das Gasthaus im Händlerviertel erreicht, ist es bereits gut gefüllt und nur noch ein Tisch ist frei. Der Wirt, der sich als Markus bei ihm vorstellt, gibt ihm dem Ulricpriester den letzten freien Tisch, unter der Bedingung, dass er ihn räumen müsse, wenn Gustav, der Stammkunde und Freund des Wirtes, zum Abendessen erscheint. Wolfgart bestellt sich ein Bier und das heutige Abendessen, gefüllten Wildschweinbraten, und setzt sich. Der Wirt fragt gleich nach seinem Namen und seiner Herkunft, der seltsame Akzent des Middenheimers irritiert ihn doch ein wenig. Beeindruckt ist er vor allem von der Tatsache, dass der Priester sich ein eigenes Pferd leisten konnte! Der muss ja reich sein!

Ein wenig später trifft auch schon Gustav Quintus ein, seinen neuen Freund Xaver schon freudig erwartend. Stattdessen sitzt ein bärtiger, in schwerer Rüstung gekleideter Priester an seinem gewohnten Tisch, neben ihm ein schwerer Zweihand-Hammer. Markus erklärt die Situtation und Gustav ist einverstanden, seinen Tisch einstweilen mit dem Fremden zu teilen.

In einem kurzen Gespräch findet der schlaue Detektiv sogleich heraus, dass Wolfgart nicht aus dem Reikland kommt. Sein schräger Akzent hat ihn verraten. Auch Gustav ist ertaunt, dass sich ein Priester ein eigenes Pferd leisten kann, das beeindruckt ihn doch sehr!

Die beiden bestellen sich ein Abendessen, gefülltes Wildschwein, wie versprochen, und einen Humpen Bier. Plötzlich geht wieder die Tür zum Gasthaus auf und ein kalter Schauer läuft den Gästen den Rücken herunter. Im Eingangsbereich des lustigen Wahrsagers steht eine dunkel gekleidete Gestalt, die eine Art Stab bei sich trägt. Die Gestalt begibt sich sogleich zur Bar, wo sie sich kurz mit Markus unterhält. Dieser deutet darauf zum Tisch der beiden Männer und am Weg zum Tisch schiebt die Gestalt ihre dunkel-lila gefärbte Robe nach hinten. Die junge Frau mit dunkelrotem Haar und etwas eingefallenem Gesicht stellt sich bei den beiden Männern als Samira vor. Auch sie bestellt bei Markus etwas zu essen und zu trinken und nach kurzem kommen die 3 ins Gespräch.

Wie durch einen skurrilen Zufall ist auch Samira auf der Suche nach dem jungen Xaver und so berichtet Wolfgart, was er am frühen Nachmittag erlebt hatte. Die seltsame Episode mit dem Witchhunter irritiert ihn immer noch, in Middenheim gibt es so etwas so gut wie nie!

Geschockt beschließt Gustav, noch an diesem Abend im Gerichtsgebäude nach Xaver zu suchen. Da Samira und Gustav vom Schicksal des jungen Wahrsagers der Appetit vergangen ist, beschließt Wolfgart, die Reste gleich zu vertilgen, bezahlt hat man ja auch dafür!

Bevor sich die 3 auf den Weg zum Gerichtsgebäude machen, versucht Samira ein weiteres Mal, die seltsame Magische Aktivität festzustellen, die ihr Pate an diesem Ort gespürt haben will. Ein klein wenig scheint noch vorhanden zu sein, aber die Quelle der Magie hat die Bar wohl vor Stunden verlassen. Um später weitere Untersuchungen anstellen zu können, mietet sich auch Samira im lustigen Warhsager ein.

Dann machen sich die 3 auf den Weg zum Gerichtsgebäude. Die dunklen Gassen von Altdorf kennt Gustav Quintus wie seine Westentasche und so erreichen sie nach einem kurzen Fußmarsch gleich den Hauptplatz, wo auch das Gefängnis des Gerichtshof steht. Vor den Treppen in den Kerker stehen 2 Soldaten der Stadtwache. Von den beiden erfährt die Gruppe nicht nur, dass Xaver dort gefangen gehalten wird, sondern auch den Namen des Witchhunters, der ihn verhaftet hat. Es ist der Anführer der Gilde in Altdorf, Johann Krautner Junior, ein besonders devoter Diener der Sigmarkirche, der seinen Entschluss, Witch Hunter zu werden fasste, als sein Vater, Johann Krautner Senior, seines Zeichens ebenfalls ein Witch Hunter, vor mehr als 40 Jahren einem Nurgle-Kult zum opfer fiel.

Ihr furchteinflößendes Aussehen und ihre Überredungskunst ermöglichen es Samira Tramitz, die beiden Wachen davon zu überzeugen, dass auch sie an der Untersuchung des jungen Xaver beteiligt sei und so wird ihnen Einlass gewährt. In einer dreckigen kleinen Zelle finden Wolfgart, Gustav und Samira den verängsten Xaver wieder. Mit furchterfülltem Gesichtsausdruck ruft er Gustav zu:

Das große Böse, es ist da! So wie ich es gesehen habe!!

Die Witch Hunter haben dem armen Mann alles bis auf seine Kleidung abgenommen. Seine Knochen, seine Kirstallkugel, seine Karten, einfach alles, was ihn zu dem macht was er ist.

Mitten in die Unterhaltung platzt Johann Krautner Junior, erzürnt darüber, dass es jemand wagt, seinen Gefangenen am Abend der Verhandlung zu verhören. Mit Wolfgart will er schon gar nicht sprechen, dieser geht im schon seit dem Nachmittag auf die Nerven…

In einer kurzen aber heftigen Diskussion erfahren die Helden, dass die Verhandlung für Xaver gleich am nächsten Morgen stattfinden soll und dass die angeblich magischen Knochen im Sigmar-Tempel sicher aufbewahrt würden. Doch auf Samiras Anfrage, die Knochen untersuchen zu dürfen, antworted der Witch Hunter nur mit:

Dies sind Beweißstücke und werden auch als solche behandelt. Morgen werden sie bei der Verhandlung vorgeführt, dort könnt ihr sie betrachten. Außerdem seid ihr offensichtlich nicht qualifiziert, eine derartige Untersuchung durchzuführen. Ein fähigerer Magier wäre dafür wohl angebracht!

Bevor ein kleiner Krieg ausbricht beschließen die 3, Xaver zu verlassen und am nächsten Morgen zu der Verhandlung wiederzukommen. Sie können Krautner jedoch das Versprechen abnehmen, den Seher nicht zu foltern…

Da sich die Knochen im Sigmartempel befinden und dieser nachts nicht für die Öffentlichkeit zugänglich ist, begibt sich die Gruppe noch zu Morrs Garten in Altdorf, wo sich auch die Magierakademie der Shyishmagier befindet. Dort erklärt Samira ihrem Paten Marius Fronweil die Situation und dieser verspricht, einen höheren Magier zum morgigen Prozess zu schicken.

Also machen sich die 3 wieder auf den Weg zurück ins Gasthaus zum lustigen Wahrsager, um dort die Nacht zu verbringen und in Gustavs Fall noch einen mit dem Wirt Markus zu trinken.

Kurz vor Mitternacht durch die dunklen Gassen von Altdorf zu spazieren birgt seine Gefahren, das weiß eigentlich jeder. Jeder außer dem jungen Middenheimer Wolfgart Silberfell…

3 dunkle Gestalten kommen auf die Gruppe zu und einer der 3 streift den Ulricpriester leicht. Als Wolfgart an seine Brust greift ist der Brief, den er in Middenheim erhalten hatte, plötzlich verschwunden. Als er sich umdreht, um nach den Dieben zu sehen, sprinten diese in die Dunkelheit davon.

Er versucht noch, ihnen nachzurufen doch schon sind sie im Schutz der Nacht verschwunden. Sogleich nimmt er die Verfolgung auf und die beiden anderen, etwas verdutzt, beschließen, im nachzulaufen.

Eine heiße Verfolgungsjagd durch die Gassen von Altdorf beginnt. Kräftig wie er ist schafft Wolfgart es lange, den 3 Dieben zu folgen, doch plötzlich biegen diese in eine kleine Gasse ab und sind verschwunden. Um Ulrics Willen! Der Brief war wichtig und der junge Priester hat keine Ahnung, was darin stehen könnte. Er muss ihn wiederfinden!

Ein Stoßgebet zu Ulrich ist der letzte Ausweg. Wolfgart betet zu UIric, ihm den feinen Geruchssinn der Wölfe zu verleihen und siehe da, plötzlich meint er, die Fährte der Diebe gewittert zu haben und sprintet wieder los!

Gustav schafft es, dem Priester auf den Versen zu blieben doch Samira verliert irgendwann den Anschluss. So beschließt sie, wieder in das Gasthaus zurück zu kehren und dort auf die beiden Männer zu warten.

In einem kleinen, heruntergekommenen Gasthaus endet die Fährte der Diebe. Wolfgart findet heraus, dass es ein privates Hinterzimmer gibt und begibt sich dorthin, da die 3 Gestalten im Gastraum nicht zu finden sind. Mit dem Hammer im Anschlag öffnet er vorsichtig die Tür zu dem kleinen Nebenraum. Darin sitzen die 3 Diebe an einem Tisch im hinterseten Eck und grinsen vergnügt.

Den Hammer immer noch geschultert schreitet er wütend auf die 3 zu. Diese behaupten erst noch, dass sie nichts gestohlen hätten, was Wolfgart nur noch mehr erzürnt. Mit seinem mächtigen Zweihandhammer holt der Priester aus und zerschmettert den Tisch und bricht noch dazu einem der 3 mit dem Stiehl desselben die Nase.

Nun doch leicht verängstigt geben sie zu, ihm den Brief gestohlen zu haben. Wolfgart erhält sein Dokument zurück und erfährt, dass die 3 Initiaten des Ranald-Kultes sind. So macht er mit ihnen einen Deal: Er wird den Diebstahl nicht zur Anzeige bringen und im Gegenzug dafür werden die 3 für ihn die magischen Knochen von Xaver geschickt aus dem Sigmartempel verschwinden lassen. Die Ranaldianer freuen sich über die knifflige Aufgabe und nehmen dankend an. Hoffentlich schaffen sie es, die Knochen noch vor Prozessbeginn verschwinden zu lassen…

Zufrieden begeben sich nun auch Wolfgart und Gustav zurück zum lustigen Wahrsager. Dort nehmen sie noch einen Schlummertrunk ein und vereinbaren, sich am nächsten Morgen am Gerichtsplatz zu treffen.

Marktag, 17ter Sigmarzeit 2550

Am frühen Morgen begibt sich die Gruppe zum Hauptplatz, wo die Witch Hunter bereits einen Scheiterhaufen aufgebaut haben. Als der Prozess

beginnt füllt sich der Platz schnell mit Schaulustigen und es ist fast kein Platz mehr, als der Richter eintrifft. Ein weiterer Witch Hunter, der nun den Prozess leiten soll. Der Gefangene wird vorgeführt und Johann Krautner beginnt zu sprechen. Entrüstet erklärt er, dass das Hauptbeweismittel gegen Xaver über Nacht aus dem Keller des Sigmartempels verschwunden sei. Er beschuldigt sogleich Wolfgart, Gustav und Samira des Diebstahls, doch das geht dem Shyish-Magier, der von Marius Fronweil zur Untersuchung der Knochen geschickt worden war, zu weit! Er erklärt, dass es nur in Samiras Interesse sein kann, dass die Knochen beim Prozess gezeigt werden, schließlich waren die Shyish Magier schon lange an der seltsamen Energie, die von ihnen auszugehen scheint, interessiert.

Wolfgart meint auch, dass es seltsam sei, dass das einzige Beweisstück, dass Xaver entlasten könnte, plötzlich aus dem sichersten ORt der Stadt verschwindet…

Aufgrund der vorgebrachten Argumente wird Xaver vom Richter aus Mangel an Beweisen freigesprochen, dennoch wird ihm jegliche Wahrsagerei im Raum Altdorf von nun an untersagt sein. Enttäuscht, dass es keine Hexenverbrennung geben wird, löst sich die Menge auf und die 3 jungen Ranaldpriester suchen Wolfgart auf. Sie haben es geschafft, die Knochen zu stehlen und haben sie an einem sicheren Ort versteckt, wo diese vor der Entdeckung durch Magier geschützt bleiben, dem Ranaldtempel, dessen Lage niemandem außer den Ordensmitgliedern bekannt ist. Obwohl Samira sie gerne untersucht hätte, willigt sie ein, dass die Priester die Artefakte ihrem Gott opfern, um sicherzugehen, dass niemand sie wiederfinden könne und Xaver so in Sicherheit bleibt.

Die Verhandlung endet offiziell kurz vor Mittag. So hat die nun wieder vereinte Gruppe Zeit, sich in Altdorf umzusehen und einige Erledigungen zu machen. Xaver hat in seinem Mantel zufällig ein Paar Scharlachrote Elfenkappen, genau die Pilze, die Wolfgart den Shallyapriesterinnen bringen soll. Dies wird gleich erledigt und so kann sich Wolfgart endlich eine Audienz bei Gunthat Ulrichson verschaffen. Während er mit dem Lektor spricht warten die anderen vor dem Tempel und lassen mit Xaver die letzte Nacht Revue passieren.

Wolfgart übergibt Gunthar den Brief, den er vom Ar-Ulric erhalten hatte. Gunthat liest den Brief und lächelt.

Endlich ist unsere Zeit gekommen. Nehmt das Schreiben und geht mit diesem nach Übersreik, dort werdet ihr den finden, den Ihr sucht! Fragt in Übersreik nach Lord Rickard Aschaffenberg, er kann euch dann mehr sagen. Bringt den Jungen mit nach Altdorf, ich erwarte euch hier in spätestens 2 Monaten, wir brauchen Zeit, um ihn auf das vorzubereiten, das auf ihn zukommt. Heil Ulric!

Er erlaubt Wolfgart, den Brief ebenfalls zu lesen und schickt diesen dann fort. Wolfgart ist stolz auf seine neue Aufgabe und beginnt, darüber nachzudenken, wie er auch seinen neuen Freunde dazu bringen kann, mit ihm nach Übersreik zu reisen.

Als Wolfgart aus dem Tempel kommt, spaziert die Gruppe zum Marktplatz, um sich dort die Anschlagtafel anzusehen. Vielleicht wäre ja eine passende Aufgabe für sie dort, um die Geldnot zu beenden, in der sie sich momentan befinden. Und tatsächlich, sie finden einen kleinen Zettel:

Fähige Männer und Frauen für Erledigung von Aufgaben für Baron von Ehrlichhausen im Raum Altdorf gesucht. Bei Interesse meldet euch bei Vogt Karel Einbrenner im Nobelviertel von Altdorf

Samira, die im Nobelviertel aufgewachsen war, kennt die Villa und freut sich schon darauf, ihre Eltern dort zu besuchen. Beeindruckt folgen ihr die anderen, gespannt darauf, das Anwesen von Samiras Familie sehen zu können. Niemand hätte gedacht, dass Samira so wohlhabend sei…

Als die Gruppe bei einer Villa im Nobelviertel vorbeigeht, betritt Samira diese durch den Dienstboteneingang. Wolfgart fragt sie, warum sie denn nicht den Haupteingang nehme, worauf die sagt;

Ich will ja meine Eltern besuchen, sie kochen hier. Hatte ich das nicht erwähnt?

Irgendwie erleichtert geht Wolfgart mit, mit Adeligen konnte er sowieso nie etwas anfangen… Nach einem kurzen Gespräch mit der Familie Trametz suchen die 4 Vogt Einbrenner auf. Er erklärt, dass sie erst eine Aufgabe für ihn erledigen sollten, dann würden sie, bei zufriedenstellender Ausführung, von Baron von Ehrlichhausen unter Vertrag genommen.

In ihrer ersten Aufgabe sollen die 4 nach Kleindorf reisen, einem kleinen Dorf nahe den Hagercrybs, einer Gebirgsgruppe im Süden von Altdorf. Zu Wolfgarts Freude liegt dies direkt auf dem Weg nach Übersreik, so beschließt er, der Gruppe noch nichts von seinem Vorhaben zu erzählen. In Kleindorf wohnen ein paar verwandte der von Ehrlichhausens und es gibt Erbangelegenheiten zu regeln. Sein Cousin muss dafür nach Altdorf kommen, um ein paar Dokumente zu unterschreiben. Vogt Einbrenner stellt den 3, die kein eigenes Pferd besitzen, für die Dauer der Aufgabe eines zur Verfügung.

Die Gruppe macht am Nachmittag noch ein paar Erledigungen und Einkäufe und verbingt den Abend wieder bei Wirt Markus im lustigen Wahrsager. Alle freuen sich nun schon auf den morgigen Tag, Sigmarstag, der höchste Feiertag des Jahres!

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Willkommen in Altdorf!
Leg dich nicht mit Witch-Huntern an...

Bezahltag, 28ster Pflugzeit 2550

In seiner kleinen Kemenate im Ulrictempel von Middenheim sitzt ein junger Priesteranwärter names Wolfgart Silberfell. Plötzlich klopft es an der Türe und ein hochranger Priester bittet den

jungen Mann, sich bei Ar-Ulric Emil Valegir zu melden, und das so schnell wie möglich. Was könnte der Erzlektor und einzige Kurfürst der Ulric-Kirche nur von einem so jungen Spund wollen? Etwas nervös und neugierig begibt er sich die Stufen hinauf zu dem obersten Vertreter Ulrics im Empire.

Emil freut sich darüber, ein jugendliches Gesicht zu sehen und hat für den voller Tatendrang steckenden Anwärter eine wichtige Aufgabe. Mit einem Brief soll er sich nach Altdorf, der Hauptstadt des Empires reisen und diesen dem dortigen Lektor, Guntar Ulrichson übergeben. Und NUR diesem. Den Brief habe er mit seinem Leben zu beschützen und der Inhalt wäre streng geheim. Sollte jedoch Gefahr bestehen, dass der Brief in die Hände andere fallen könnte, solle Wolfgart ihn lesen und dann sogleich vernichten.

Wolfgart freut sich über seine neue Aufgabe, weiß aber leider nicht, wie er nach Altdorf kommen soll. Es ist doch ein weiter Weg dort hin. So ger der junge Priester dorthin zu Fuß gehen würde, die Dringlichkeit von Herrn Valegir bringt ihn auf die Idee, bei einer Kutsche als Wächter anzuheuern, um so zu einem geringen Preis und schnell nach Altdorf zu reisen.

Bevor er sich jedoch auf dem Weg zum Marktplatz macht, stattet er noch seinem Ziehvater, Björn Silberfell, der sich Wolfgarts im Kindesalter annahm, einen Besuch ab, um ihn zu informieren, dass er auf eine lange Reise aufbrechen werde. Viel kann er seinem Vater aber leider nicht erzählen, er hat dem Ar-Ulric strengste Geheimhaltung über den Brief geschworen. Björn freut sich sehr über die Fortschritte seines Ziehsohns und wünscht ihm viel Glück und wenig Turbulenzen auf der langen Reise.

Als Björn seinen Sohn fragt, ob er noch etwas für die Reise benötige, möchte dieser, bescheiden wie er ist, bloß eines der Bücher über Riten und Gebete des Ulric aus der Bibliothek seinen Vaters mitnehmen. Björn kramt ein kleines, in Leder gebundenes Buch aus einem Regal hervor und übergibt es, gemeinsam mit einem großen Teil seines Ersparten, 50 Silberschillingen, dem jungen Ulric-Initiaten.

Mit einer dicken Geldtasche begibt sich Wolfgart nun zum Marktplatz. Schnell findet er einen Kutscher, der gerne bereit wäre, ihn nach Altdorf mitzunehmen, er fährt jedoch wie immer über die Hafenstadt Marienburg, um seinen Handelsgewinn auf der langen Reise größer ausfallen zu lassen. Handelsreisende? Das war noch nie etwas für den jungen Wolfgart. Nach längerer Suche findet er einen Kutscher, der allein auf dem direkten Weg nach Altdorf ist. Zu seinem Glück sucht der Reisende auch noch eine Söldner, der ihn auf dem Weg beschützen kann. Aber ohne eigenes Pferd möchte er den Priester nich mitnehmen, auf der Kutsche sitzend kann er sich ja auch alleine, wenn es denn sein müsse. Er bietet allerdings einen Lohn vom einem Silberschilling am Tag, würde Wolfgart es schaffen, bis zu Abreise noch ein Pferd aufzutreiben.

Gesagt, Getan! Sogleich spurtet Wolfgart zum hiesigen Pferdehändler. Und zu seinem Glück verkauft dieser auch noch einen Gaul, der aussieht, als würde er die lange Reise nach Altdorf halbwegs überstehen können. Der Stolze Preis vom einem Goldstück und 50 Silberschillingen lässt sich mit wenig Gespür fürs Feilschen und dem natürlichen Profitgeist des Händlers nicht wirklich herunterhandeln. Nach kurzer Verhandlung bezahlt der Priester ein Goldstück und 25 Silberschillinge für den Gaul und Futter für die nächsten 3 Wochen. Guter Dinge und mit einer völlig leeren Geldbörse sattelt der stolze Pferdebesitzer sein Reittier und begiebt sich gemeinsam mit dem Händler auf die Lange Reise nach Altdorf.

Am Weg erregt er bereits die Aufmerksamkeit Ulrics mit einem Stoßgebet gen Norden, und Ulric schickt ihm zum Dank etwas Glück in der Jagd und er und sein Mitreisender können an einem Abend einen leckeren Hasenbraten verdrücken. Fast 3 Wochen werden die beiden unterwegs sein, bis sie Altdorf erreichen werden…

Aubentag, 16ter Sigmarzeit 2550

Im Händlerviertel von Altdorf steht ein kleines Gebäude mit einem kunstvoll gearbeiteten Schild an der Türe. Darauf steht: Detektivbüro Gustav Quintus – Spezialist für paranormale Phänomene und Erscheinungen. Eben dieser Gustav Quintus sitzt in seinem Büro und schreibt, während er auf Kundschaft wartet, an einem seiner Bücher. Sein erstes Buch, “Theoretische und praktische Anwendung der Metaphysik in Deduktionsaufgaben” war in Detektivkreisen nicht unbedingt ein Hit, er schied deshalb auch “freiwillig” aus deren Gilde aus. Nichts desto Trotz laufen die Geschäfte im paranormalen Bereich doch recht gut.

Am Vormittag platzt ein Mann mittleren Alters herein:

Ihr müsst mir helfen! Ich habe erfahren, dass es vor den Toren der Stadt einen Jungen gibt, der dort Warhsagerei betreibt. Er nimmt mir meine Kunden weg, ich glaube, er ist ein Schwindler oder ein düsterer Hexer! Ihr müsst das untersuchen!

Gerne willigt der Detektiv ein, für den ersten Tag der Untersuchung machen die beiden den Lohn von 10 Silberschillingen aus. Sogleich macht sich Gustav auf den Weg zum südlichen Stadttor, um dort mehr über den “Jungen” zu erfahren.

Tatsächlich, ein schmächtiger junger Mann steht vor den Toren der Stadt, eine Traube von Menschen hat sich bereits um ihn gebildet, jeder von ihnen gespannt auf seine eigene Zukunft und fasziniert von dem “großen Bösen”, von dem der Seher spricht. So stellt sich auch Gustav Quintus an, um sich seine Zukunft voraussagen zu lassen.

Als er endlich an der Reihe ist, schaut ihn ein mysteriös wirkender Mann an und stellt sich als “Xaver” vor. Er habe in der Zukunft ein großes Übel gesehen, dass auf das Empire zukommt. Auch Quintus Zukunft kann der junge Mann voraussagen. Er sieht Gutes und Schlechtes auf den Mann zukommen.

Absolut fasziniert von der Genauigkeit der Angaben des Sehers und seiner Kartenlegetechnik lädt Quintus den jungen Xaver in seine Stammkneipe ein, um mehr zu erfahren und die beiden machen sich gleich auf den weg zum Lustigen Wahrsager, wo sich Wirt Markus gleich freut, seinen besten und liebsten Kunden, Gustl, zu sehen. Er spendiert eine Runde feinstes Bier auf Kosten des Hauses und reicht später auch noch ein kleines Mittagessen und eine weitere Runde Bier, die die beiden natürlich gerne bezahlen.

Xaver zeigt Quintus seinen wertvollsten Schatz, ein paar alte Knochen, die mit Runen versehen sind. Er wirft diese auf den Tisch und sieht sogleich die nähere Zukunft voraus.

In nächster Zukunft steht eine seltsame Gestalt im Eingangsbrereich dieses Gasthauses. In Roben gekleidet mit einem Zauberstab in der Hand… Ein kleines Böses…

Gefragt, welche Farbe die Roben hätten, antwortet der Seher: Farben sind leider mit den Knochen immer etwas schwer zu deuten….

Da packt Gustav sein Pendel aus und versucht, die Farbe der Robe auszupendeln. Und tatsächlich! Es ergibt sich eine Farbe zwischen Schwatz und Lila…Wie mysteriös! Xaver möchte am Nachmittag noch sein Zelt vor der Stadt aufschlagen um sein Geschäft in Gang zu bringen und vereinbart so mit dem Detektiv, sich später wieder mit ihm in der Bar zu treffen. Gustav begibt sich derweil wieder in sein Büro, um an seinem zweiten Buch weiterzuschreiben.

Xaver macht sich wieder auf zum Südtor und geht auf 2 Wachen zu, die gerade mit einem dunkel gekleideten Mann sprechen. Der Mann trägt unter seinem schwarzen Mantel eine fein gearbeitete Lederrüstung und an seinem Gürtel hängen 2 Pistolen. Xaver bleibt kurz stehen, um zu lauschen, worüber die Männer reden.

Offensichtlich ist der Man auf der Suche nach einem Wahrsager. Hoch erfreut stellt sich Xaver dem Mann gleich vor! Er möchte wohl auch seine Zukunft gedeutet haben. Auf nachfrage zeigt er dem Mann auch seine Runenknochen, die diesen besonders zu interessieren scheinen. Nachdem Xaver ihm die Karten gelegt hat, erhält er einen Silberschilling von dem Mann, normalerweise ein ganzer Tageslohn. Verdutzt bedankt er sich herzlich und beginnt sogleich damit, sein Zelt aufzubauen.

Währenddessen wartet Samira Trametz, eine junge Amethyst-Magierin darauf, von ihrem Paten endlich ihren Zauberstab übergeben zu bekommen und Altdorf nach der langen Ausbildungszeit wieder einmal zu verlassen, hoffentlich mit einer wichtigen Aufgabe ihrer Schule.

Als Marius Fronweil ihr Zimmer betritt, überreicht er ihr ihren ersten Zauberstab, eine sehr schlichte Variante seines eigenen. Er hat auch noch eine kleine Aufgabe innerhalb Altdorfs für die junge Zauberin. Im Handelsviertel von Altdorf gab es eine seltsame Spitze des Windes Shyish, das muss untersucht werden und wäre ihre erste Aufgabe, die sie allein bewältigen darf.

Gerne nimmt Samira an und begiebt sich sogleich in das Händlerviertel zu dem Ort, an dem die Spitze aufgetaucht war. Es ist bereits Nachmittag, als sie bei der zwielichtigen Bar “Zum Lustigen Wahrsager” ankommt. Das Schild ist schön eingefärbt und eine Kirstallkugel wurde darauf gezeichnet. Kopfschüttelnd betritt sie die Bar, Aberglaube und Wahrsagerei gehören nicht gerade zu den Steckenpferden der Todesmagier.

Markus, der Wirt, freut sich sehr über ihren Besuch und bringt ihr sogleich ein Glas Wein. Sie fragt nach seltsamen Gestalten, die eventuell in der Bar gewesen waren, aber Markus kann dazu nicht viel sagen. Die meisten, die hierher kommen, sind irgendwie seltsam… Samira versucht, den Wind Shyish in dem dunklen Raum zu finden, und erkennt nur noch geringe Spuren davon. Was immer die magische Energie anlockte, es hat den Raum bereits wieder verlassen.

Markus erzählt ihr aber von seinen Freund Gustl und dessen Bekanntschaft Xaver, dem Hellseher. Er erwähnt, dass die beiden am Abend wiederkommen würden und so entscheidet sich Samira, später wieder zu kommen und schlendert ein wenig durch die Gassen des Handelsviertels.

Am Späten Nachmittag kommt ein junger Ulricpriester beim Südtor von Altdorf an. Von dem Handelsreisenden hat er sich bereits verabschiedet und einen Lohn von 21 Silberschillingen für den Weg bekommen. Bei den Ställen vor der Stadt gibt er sein inzwischen lieb gewonnenes Reittier, dem er den starken Namen Wilhelm gab, ab und verinbart mit dem Stallburschen 10 Bronzestücke pro Wocje für die Pfelge zu bezahlen.

Der Anblick der Stadt von außen ist bereits sehr beeindruckend. Vor dem Tor steht ein kleines Zelt, mit Tramfängern und allen Arten von Talismanen behängt. Vor dem Zelt steht eine kleine Gruppe von Städtern, die sich dort offensichtlich ihre Zukunft deuten lassen. Als Wolfgart sich dem Stadttor nähert, öffnet sich dieses plötzlich und heraus stürmen 7 Männer. Einer von ihnen trägt einen Schwarzen Umhang, einen spitzen schwarzen Hut und trägt 2 Pistolen an seinem Gürtel. Neben ihm marschieren 2 in schillernden Rüstungen und mit riesigen Hämmern ausgestattete Sigmar Priester, dahinter 4 ebenfalls schwer bewaffnete Stadtwachen.

Ein Witchhunter! Wolfgart hat selten die heilige Inquisition der Sigmar-Kirche gesehen, in Middenheim gibt es nur einen Witchhunter und der hat nicht besonders viel zu tun. Gespannt beobachtet er die folgende Szene.

Der Witchunter stürmt auf das kleine Zelt zu, die anderen Besucher grob zur Seite schiebend. Er baut sich vor dem Bewohner auf und verlangt als erstes “sein” Geld zurück. Verdutzt rückt der junge Mann einen Silberschilling heraus. Grob nehmen die Sigmarpriester und Wachen den Hellseher gefangen und brennen sein Zelt sogleich nieder. In flottem Schritt rauschen sie wieder richtung Tor, dem jungen Xaver im Schlepptau.

Als sie bei Wolfgart vorbeigehen wollen, stellt dieser sich dem Witchhunter in den Weg. Genervt von der Verzögerung versucht dieser erst, den Ulricpriester abzuwimmeln, doch Wolfgart will wissen, was hier vor sich geht.

Was hier passiert? Sieht man das nicht, habt ihr keine Augen im Kopf? Dieser Mann wird der Hexerei und Blasphemie angeklagt! Geht mit aus dem Weg!

Der Ulricpriester, der schon immer ein Problem damit hatte, die Obrigkeit zu respektieren, geschweigedenn jemanden ausreden zu lassen, beleidigt den Witchhunter und entkommt nur knapp, und nur weil dieser den jungen Wolfgart eindeutig als “nicht von hier” einstuft, einer Verhaftung wegen Beihilfe zur Hexerei und betritt hinter dem Zug von Wahnsinnigen ebenfalls die große Hauptstadt des Empires.

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