Eine Neue Ära

Die Stimme des Elfenschreins

Von Untoten, Geistern und geheimnisvollen Stimmen

Konistag, 19ter Sommerzeit 2550 bis Angestag, 20ter Sommerzeit 2550

Die Gemeinschaft verlässt den Elfenwald und damit die schützende Hand der Waldelfen. Der Tag verläuft dennoch ruhig und ereignislos – bis…

Am späten Nachmittag zieht dichter, unheimlicher Nebel auf. Die Helden fühlen sich von unangenehmer Kälte ummantelt. Selbst die eigenen Hand vor Augen verschwindet in den dicken Schwaden.
Wolfgart und Samira versuchen gemeinsam die Kutsche und den Rest der Gemeinschaft voranzutreiben. Während Wolfgart eine unangenehme Berührung spürt, nimmt Samira die Anwesenheit eines Untoten war. Die Gruppe hält an, um sich zu orientieren.
Xaver nimmt gerade noch einen Schatten war, als vor der Kutsche auch schon ein Teil des Nebels lichtet und den Blick freigibt…
Ein Skelett versperrt den Helden den Weg.

Samira und Orek reagieren sofort – magische Pfeile und Gewehrgeschosse sollen das Skelett aus dem Weg räumen. Doch dann die Reaktion des Untoten. Einige wenige Handbewegungen und seitlich der Kutsche tauchen vier weitere Schatten im Nebel auf. Doch nicht nur das. Xaver mit seinen scharfen Augen erkennt, dass dem Skelett nicht ohne weiteres beizukommen ist. Eine Schuppenrüstung bedeckt den Körper des Untoten, dessen Augen erschreckenderweise im Dunkeln leuchten.

Für Wolfgart ist die Flucht nach vorn die einzige Rettung. Schnell gibt er die nötigen Anweisungen. Orek und Xaver klammern sich an die Kutsche, während Wolfgart und Samira sich auf Willi schwingen.
Doch es scheint aussichtslos. Xaver wird von einem der Untoten am Bein gepackt und droht den Halt zu verlieren. Und weiterhin nimmt der dichte Nebel jegliche Sicht nach vorn. Mit der Kutsche nicht vom Weg abzukommen – wie soll das gelingen?
Doch dann … Ruin springt aus dem Wald, beißt dem Untoten, der Xaver mit eisener Kraft festhält den Arm ab, und setzt sich an die Spitze. Mit seiner Hilfe kann Willi die Kutsche durch den Nebel ziehen.
Die Flucht gelingt. Doch zu welchem Preis…

Als sich der Nebel endlich lichtet, bricht Willi erschöpft vor der Kutsche zusammen. Doch des Unglücks nicht genug. Manfred wurde bei der Flucht schwer am Kopf verwundet.
Während Wolfgart sein Pferd versorgt, versucht Samira bei Manfred zu retten, was noch zu retten ist.
Xaver und Orek inspizieren inzwischen die Umgebung. Ruin hat sie offensichtlich vom Weg weg und direkt in die Mitte eines Scheins geführt. Ein Brunnen mit frischem Wasser ist umkreist von Steinsäulen. Xaver entdeckt Elfenrunen auf den Säulen und versucht diese zu entziffern. Doch schon bald holen auch ihn die Strapazen der Flucht ein – Xaver bricht erschöpft zusammen.
Auch die anderen spüren sämtliche Glieder und sehen ein paar Stunden Schlaf mit Freude entgegen, als Samira feststellt, dass der Schrein eine magische Shyish-Barriere bildet und die Gruppe somit vor unangenehmen Überraschungen geschützt scheint.
Nur Orek fühlt sich nicht wohl – an Schlaf ist nicht zu denken. Die Präsenz der Hochelfen und deren Magie ist zu deutlich spürbar…

Daher ist es auch Orek, der in der Nacht den unheimlich, dichten Nebel wieder aufziehen sieht. Scharrende Geräusche stören die nächtliche Ruhe. Das Innere des Elfenschreins aber bleibt vom Nebel unberührt.

Doch dann traut Orek seinen Augen nicht…
Xaver, von Bewusstlosigkeit übermannt, hebt plötzlich vom Boden ab. Orek eilt zu dem Hochelf, der nach wie vor in tiefen Schlaf versunken scheint. Mittlerweile schwebt Xaver knapp über Oreks Kopf.
Vom ersten Schreck erholt will sich der Zwerg einen kleinen Scherz mit dem Hochelfen erlauben und schubst ihn an. Sogleich wirbelt Xaver im Kreis, steigt dabei aber auch höher und höher. So hat sich Orek sein Späßchen nicht vorgestellt. Schon kann er den Elfen nicht mehr mit seinen Händen erreichen.
Panisch weckt Orek Wolfgart, der er ganz verdattert zum schwebenden Hochelfen schaut, dann aber schnell begreift und Xaver beim Fuß packt. Doch auch Wolfgart wird nun in die Lüfte gehoben und dreht sich gemeinsam mit Xaver im Kreis. Orek schnappt sich nun Wolfgarts Bein.
Xaver aber steigt immer noch höher und höher, an ihm hängend Wolfgart und Orek, der verzweifelt versucht, den Boden unter den Füßen nicht zu verlieren.
Dann… ein kurzer Ruck und die drei landen übereinander auf dem Boden. Xaver erwacht ruckartig aus einem seltsamen Traum.

“Warum lagert ihr in meinem Schrein?… Hilf mir… Er ist wieder auferstanden… Lazarus… Du musst Lazarus bannen… Der Wald muss geschützt werden… Stell den Schutz des Schreins wieder her… Finde die magischen Bälle… Er hat sie gestohlen… Lazarus hat sie gestohlen… Hilf mir… Du musst die Bälle zurückbringen… Nutze das heilige Wasser… Die Elfenbeinkugeln müssen zurückgebracht werden… Lazarus… Er hat sie gestohlen… Finde sie… Hilf mir…”

Das ist alles, was Xaver aus seinem Traum wiedergeben kann.

Wolfgart, Orek und Xaver diskutieren die Ereignisse noch einige Zeit. Eine Entscheidung, wie weiter vorgegangen werden soll, wollen die drei aber gemeinsam mit Samira am nächsten Tag treffen.
Wolfgart und Xaver legen sich also nochmals schlafen, während Orek weiterhin den seltsamen Nebel beobachtet. Bei Tagesanbruch lichtet sich dieser schließlich und verschwindet schließlich – mit ihm die schabenden Geräusche.

Beim Frühstück wird die aktuelle Situation endlich mit allen Beteiligten erörtert. Lukas und Orek – wie auch Wolfgart – sprechen sich deutlich dafür aus, so schnell wie möglich weiter zu reiten und die seltsamen Ereignisse hintan zu lassen. Nicht zuletzt um Manfreds Willen, der dringendst medizinische Versorgung benötigt.
Samira und Xaver aber sehen sich dazu auserkoren die Gegen von den Untoten – insbesondere von Lazarus – zu befreien. Samira kann schließlich auch Wolfgart davon überzeugen, dass der Schrein bewahrt werden und Lazarus gebannt werden muss. Schließlich haben sich die Helden Wolfgarts wegen auf diese gefährliche Reise begeben. Da ist es jetzt wohl angebracht, dass Wolfgart nun die Interessen Samiras und Xavers respektiert und bei der Problemlösung hilft.
Nun überstimmt willigt auch Orek murrend in den Plan ein, Lazarus zu suchen.

Während Wolfgart und Orek für Munition sorgen – Ruins erfolgreiche Hasenjagd wird dazu genutzt, Wasserbomben aus Hasengedärmen zu fertigen – kann Samira Shyish deuten und so die Richtung, aus der der Nebel wohl gekommen ist, bestimmen.
Lukas soll Manfred bestmöglich versorgen, während sich die vier Freunde auf den Weg nach Osten machen.

Schon bald erreichen die Gefährten einen schmalen Pfad, der sie zu einer nahegelegenen Lichtung führt – in deren Mitte eine alte, einst wohl prunkvolle, aber nun deutlich in die Jahre gekommene und verwilderte Villa.
Die Präsenz Untoter ist nun deutlich zu spüren. Samira versucht sich an einem Schutzsigel – schlägt jedoch fehl. Es hilft dennoch nichts. Langsam schleicht sie sich zu einem der Fenster. Im Inneren erkennt sie den Skelettkrieger vom Vortag. Doch auch er bemerkt Samira und blickt ihr mit elfenbeinglühenden Augen?! entgegen. Schon gestikuliert er mit seinen Knochenarmen gen Himmel … durch das Dach nach oben erscheint ein violett wirbelnder Vortex.
Samira ergreift die Flucht. Am Waldrand schildert sie den anderen die Situation. Gemeinsam schmieden die Helden einen Plan.

Die Vier nähern sich vorsichtig der Villa. Während Samira erneut Shyish kanalisiert, schlägt Wolfgart eines der Fenster ein, Orek schleudert einen der “Gedärmbomben” und…
DIE BOMBE PLATZT NICHT!
Samira hat indes mehr Glück. Das Siegel entfaltet seine Kraft. Während Wolfgart Plan B ergreift, durchs Fenster klettert und die am Boden rollende Wasserbombe schnappt und direkt in Lazarus’ offenstehendem Mund zum Platzen bringt, wird derselbe zusätzlich durch das gelungene Schutzschild Samiras’ zurückgeschleudert.
Mittlerweile haben die Helden auch den “Fehler im Bild” erkannt – ein Totenschädel mit leuchtenden Augen. Das müssen die gesuchten magischen Bälle sein…
Xaver versucht sein Glück, klettert durchs Fenster und will mit Hilfe seines Dolchs einen der Bälle aus Lazarus’ Augenhöhle hebeln – doch o weh… er wird von einer unsichtbaren Macht zurückgestoßen und landet unsanft – glücklicherweise innerhalb von Samiras Schutzschild und dadurch vorerst in Sicherheit – auf dem morschen Fußboden der Villa.
Orek versucht erneut sein Glück und wirft die zweite Wasserbombe, die aber leider unnütz an der Wand zerplatzt.
Wolfgart kann die Situation retten. Mit seinen Bärenkräften schafft er es ohne weitere Hilfsmittel die magischen Bälle aus den Augenhöhlen des überraschten Lazarus’ zu reißen. Nun gilt es, schnellstmöglich zu fliehen, noch ehe sich der übermächtige Gegner vom ersten Schrecken erholen und neu orientieren kann.

In Windeseile auf dem schmalen Pfad durch den Wald…
Der Schreck steckt den Vieren noch in den Adern als sie allesamt keuchend den Schutz des Schreins erreichen.
Nach kurzer Verschnaufpause wirft Xaver die magischen Kugeln in den Brunnen des Schreins und ist sich sicher – der volle Schutz ist wiederhergestellt und Lazarus gebannt.

Nach all der Aufregung hat Samira nun endlich Zeit sich genauer umzusehen. Zu ihrem Schrecken erkennt sie nun das Gebirge im Osten… viel zu nah sind die Freunde auf ihrer Reise den gefürchteten Stirrhügel Hills gekommen. Wie konnte das passieren?
Zumindest die Ereignisse der letzten zwei Tage erscheinen nun in einem anderen Licht.

Jetzt, da feststeht, wie weit die Reisegesellschaft vom Weg abgekommen ist, fällt Lukas ein, dass die Reikguard – Sitz eines der wichtigsten Ritterordens des Landes – nicht fern ist – ein für Manfred möglicherweise lebensrettender Umstand.
Sogleich herrscht geschäftige Aufbruchsstimmung. Die Gefährten geben ihren Pferden die Sporen. Auch Wolfgart’s Willi hat sich inzwischen erholt und so erreichen die Helden spät nachts Castle Reikguard.

Ein Ritter bewacht das Tor. Nur unwillig gewährt er den Reisenden Einlass, als diese auf die Dringlichkeit – Manfred ringt mit dem Tod – ihres Anliegens hinweisen. Der Umstand, dass es sich beim Schwerverletzten um einen Adeligen handelt, rettet demselben wohl das Leben. Gemeinsam mit Xaver – der während der Kutschenfahrt von einer tiefen Ohnmacht übermannt worden ist – wird Manfred ins Lazarett gebracht.
Im Castle treffen die Helden auf den Vogt, Reinhardt Blickstein. Von diesem erfahren sie, dass Lazarus – genauer Lazarus der Schmale – ein Shyish-Magier früherer Zeit war, vom Bösen übermannt und deshalb von Elfen durch magische Artefakte gebannt. Samira beschließt Altdorf in der Akademie Nachforschungen anzustellen.
Außerdem erfahren die Freunde, dass Reinhardt selbst adelig und vormals Besitzer des Castle Reikguard war. Nun vom Pech verfolgt und vollständig verarmt, hat er das Castle an den Ritterorden übergeben müssen, da die Erhaltung ansonsten unmöglich gewesen wäre. Vom Pech verfolgt glaubt sich der Arme durch einen verfluchten Schatz, den sein Urgroßvater einst in einer Höhle auf einem Berg nahe Freddaheim gefunden hatte. Große Teil des Schatzes lagern in der Familiengruft auf dem Nobelfriedhof Altdorfs. Reinhardt hofft, den Fluch brechen zu können, indem er den gesamten Schatz zurück in die Höhle bringt, jedoch ist dieser nicht mehr vollständig und auch der genaue Standort der Höhle ist Reinhardt nicht bekannt.
Ob die Freunde dem armen Reinhardt helfen können?

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nephtys EvelynK

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