Eine Neue Ära

Eine neue Hoffnung

Vom aufmüpfigen Adelsjungen zum Kaiser?

Backertag, 9ter Sommerzeit 2550

Nach einem ausgiebigen Mittagessen trennt sich die Gruppe, um das Grünewaldanwesen zu erkunden.

Wolfgarts erster Weg führt in zu einem kleinen Ulric-Schrein im Garten des Anwesens. Dort kann er in Ruhe zu seinem Gott beten und um Unterstützung bitten. Gestärkt macht sich Wolfgart anschließend auf den Weg in die Bibliothek, um die dort gesammelten Gebetsbücher zu inspizieren und sein eigenes Büchlein um einige Ulric-Gebete zu erweitern.

Xaver und Orek suchen ebenfalls – getrennt voneinander – die Bibliothek auf. Während Xaver nach interessanten Büchern über Wahrsagerei und Übernatürliches sucht, wird Orek in den oberen, unerreichbaren Regalreihen fündig – ein Buch über Ingenieurwesen. Verschnupft bittet er schließlich den Hochelfen, ihm das Buch zu reichen.

Der Stolz verbietet es Orek, erneut um Hilfe zu bitten und so versucht er das nächste, interessante Buch selbst zu erreichen. Mit einigen Büchern der unteren Reihe baut er sich ein kleines Podest. Als er dadurch ausgerechnet den Einband der “Familiengeschichte der Von Bruners” zerfleddert, sucht er zerknirscht Vern Henrik auf.

Auch Xaver wurde indessen fündig. Interessiert blättert er in einem Buch mit dem Titel “Tore zur Unterwelt” bis er enttäuscht feststellen muss, dass es sich lediglich um eine tragische Liebesgeschichte handelt.

Samira hat in der Zwischenzeit Vern Hendrik aufgesucht und ihn um einen Satz Karten gebeten. Dieser verweist sie auf den Wachturm. Dort wird Samira fündig. Zerknirscht schenkt sie anschließend die Karten dem verblüfften Hochelfen Xaver und entschuldigt sich gleichzeitig bei ihm dafür, dass sie sein Wissen und seine Kräfte verkannt hat.

Auch Samira schaut sich noch ein bisschen in der Bibliothek um – während Xaver seine neuen Karten inspiziert – und blättert schließlich in einem seltsamen Buch in dem ein gewisser Andreas von Bruner seine seltsamen Träume über Dunkelheit, Augen und Dämonen schildert.

Danach bleibt kaum noch Zeit, Wolfgart zur Rede zu stellen, denn schon während Wolfgart noch nach Ausreden für seine ständigen Fragen nach Rickard Aschaffenberg sucht, erfährt die Gruppe, dass dieser soeben mit seinem Neffen Lukas Tiberius von Bruner von der Jagd zurückkehrt.

Rickard Aschaffenberg erklärt sich zu einem Gespräch unter 4 Augen mit Wolfgart bereit, auch wenn er – genauso wie der Rest der Gruppe – nicht versteht, weshalb Wolfgart seinen Gefährten nicht vertraut.

Wolfgart kann nun endlich seinen Auftrag erfüllen und Rickard Aschaffenberg den Inhalt des Briefs schildern. Dieser zeigt sich nur wenig überrascht darüber, verlangt aber von Wolfgart einen Beweis für seine Loyalität.
Wolfgart erbittet die Hilfe Ulrics und kann so den gewünschten Beweis erbringen, indem er präzise die Kammer von Lukas Tiberius findet ohne den ersten Stock der Villa vorher schon einmal betreten zu haben.
Rickard Aschaffenberg befragt Wolfgart nun zu seinen Gefährten. Samira könne Vertrauen geschenkt werden und auch Xaver sei ein herzensguter Elf, so Wolfgart. Zu Orek weiß er allerdings noch nicht viel zu sagen. Der Zwerg genieße aber das Vertrauen von Lord Manfred von Bruner.
Dies scheint Rickard Aschaffenberg auszureichen und so bittet er Wolfgart seine Gefährten hereinzubitten.

Es folgt eine kurze Befragung der Anwesenden zu deren Einstellung zur Kirche Sigmars bzw. Ulrics und der politischen Vorgänge im Empire.
Während sich Orek auf die baulichen Eigenheiten der Tempelgestaltung beschränkt, offenbart Xaver, dass er schon Probleme mit den Sigmariten hatte. Samira bekennt, sich bisher nicht viel mit Politik und dergleichen beschäftigt zu haben, aber als Magiekundige auch kein Freund der Witchhunter zu sein.

Nach diesen aufrichtigen Ausführungen kann das Geheimnis endlich gelüftet werden. Wolfgart war im Auftrag der Ulric-Anhänger unterwegs, die dafür Sorge tragen wollten, dass der künftige Kaiser nicht mehr aus den Reihen der Sigmar-Anhänger stammen sollte.
Um dieses Ziel zu erreichen wird Lukas Tiberius von Bruner schon Zeit seines Lebens ausgebildet und soll nun als künftiger Thronanwärter heimlich nach Altdorf gebracht werden.

Lukas zeigt sich nur wenig begeistert, als er von dem Plan erfährt. Das war also der Grund dafür, dass er immer so viel Lernen musste und so wenig Freizeit hatte. Und nun sollte er auch noch Kaiser werden – dann war es mit seiner Freiheit endgültig vorbei.
Es blieb Lukas jedoch nichts anderes übrig, als dem Wunsch seines Onkels Folge zu leisten. Und so wurde beschlossen, dass die Gefährten zusammen mit Lukas am nächsten Morgen Richtung Altdorf aufbrechen sollte.
Die kleine, schwarze Kutsche und das kleine, schwarze Pony konnten Orek und Wolfgart nach einiger Diskussion gegen die wesentlich geräumigere Kutsche von Rickard Aschaffenberg eintauschen und so stand der Reise nichts mehr entgegen.

Bezahltag, 10ter Sommerzeit 2550 – Aubentag, 15ter Sommerzeit 2550

Reisefertig verabschiedet sich die Gruppe von Rickard Aschaffenberg und Vern Hendrik. Lukas besteht nach wie vor darauf, auf seinem eigenen Pferd zu reiten. Bevor die Gruppe aufbricht, kontrolliert Wolfgart daher genauestens, ob irgendetwas an Lukas’ Erscheinung auf seine adelige Abstammung schließen lässt. Zufrieden nickt er schließlich und die Reisegesellschaft bricht auf.

Umgeben von dichtem Wald geht es in zügigem Tempo voran – Orek und Wolfgart auf der Kutsche vergnügt plaudernd voran, dahinter Lukas, flankiert von Xaver und Samira. Noch ehe das Gejammer von Lukas unerträglich werden kann, unterbrechen Orek und Wolfgart plötzlich ihre Unterhaltung und stoppen die Kutsche.
Orek hat etwas schwarzweißes durch den Wald huschen sehen. Wolfgart ist überzeugt davon ein kühles Lüftchen zu spüren – ein gutes Omen. Auch Lukas beschwört etwas gesehen zu haben. Vermutlich war es ein Wolf.
Samira reagiert etwas ungehalten auf die ungewollte Pause. Wieso soll man auch wegen einem Huschen im Wald anhalten? Solange kein Angriff folgt, ist es doch am Sinnvollsten einfach weiterzureiten. Gesagt – getan. Die Gruppe zieht weiter.

Nach etwas Trockenfleisch am Abend besteht Orek darauf nächtliche Wachen einzuteilen und zwar so, dass er keinesfalls mit dem Hochelf an die Reihe kommt. Nach kurzem hin und her übernimmt Orek mit Samira die erste Wache, die anschließend von Wolfgart abgelöst wird.
Plötzlich – schon wieder. Orek sieht etwas im Wald, während Wolfgart ein gutes Omen fühlt. Und dann sehen sie ihn – ein schwarzweißer Wolf mit glühenden Augen – für Wolfgart noch ein gutes Omen.
Als Orek Wolfgart kurz schildert, dass Zwerge früher Wölfe gezähmt und geritten haben, versucht Wolfgart sein Glück. Im Gebet zu Ulric geht er langsam auf den Wolf zu. Dieser jedoch scheint wenig beeindruckt und knurrt. Wolfgart aber will noch nicht aufgeben. Langsam tastet er sich weiter auf den Wolf zu, bis er ihm schließlich ein Stück Trockenfleisch reichen kann. Der Wolf scheint ruhiger zu werden. Schließlich traut sich Wolfgart einen Schritt weiter, geht vor dem Wolf in die Hocke und streichelt ihm das struppige Fell.
Orek kann nun staunend zuschauen, wie der Wolf neben Wolfgart zum Lagerplatz zurückkehrt und sich zufrieden auf dem Boden räkelt. Auch Orek möchte nun sein Glück probieren und nähert sich dem Wolf, muss aber – zumindest vorerst – aufgeben, als das Tier sofort wieder zu knurren anfängt und beendet damit seine Wache.

Verwundert nimmt Xaver neben Wolfgart und dem Wolf Platz. Als später Wolfgart wiederum von der ebenfalls irritierten Samira abgelöst wird, legt er sich zum Schlafen neben den Wolf.
So endet eine ereignisreiche Nacht.

Der nächste Tag und die darauffolgende Nacht verlaufen so ereignislos, dass Lukas sich schließlich zu langweilen beginnt. Hocherfreut erklärt er sich daher bereit mit Orek und Wolfgart zu jagen, um für etwas kulinarische Abwechslung zu sorgen.
Lukas findet mit etwas Glück die Spur eines Hasen, die Wolfgart mit Ulrics Hilfe weiterverfolgen möchte. Doch diesmal scheinen seine Gebet nicht erhört zu werden. Nach längerer Suche müssen die Drei leider aufgeben, um nicht zu viel Zeit mit der Suche zu vergeuden.

Am späteren Nachmittag erreichen die Reisenden eine Weggabelung. Aus Osten nähert sich Pferdegetrampel. Nach kurzer Diskussion – ob besondere Vorkehrungen getroffen werden sollten – beschließen die Gefährten den Weg nach Norden einzuschlagen und zügig weiterzureiten, um eine Begegnung mit den unbekannten Reitern zu vermeiden.

Tags darauf versuchen es die drei Jagdbegeisterten erneut.
Und tatsächlich – Lukas kann die Spur von einem oder mehreren Wildschweinen aufspüren. Wolfgart verfolgt die Fährte durch den Wald. Leider gelingt es jedoch weder Orek mit seinem Schnellladegewehr, noch Lukas mit seiner Armbrust eines der Wildschweine zu erlegen.
Zerknirscht kehren die Drei zum Lagerplatz zurück.

Samira und Xaver bewachen indes die Kutsche und Pferde. Schon nach kurzer Zeit werden beide auf Pferdegetrampel aufmerksam. Kurz darauf sehen sie auch schon mehrere Kriegerinnen eilends aus dem Süden reiten.
Vor der Kutsche machen die Amazonen halt. Sie seien ebenfalls auf dem Weg nach Altdorf, hätten es aber sehr eilig den Runenfang für ihre neuernannte Kurfürstin abzuholen.
Das Angebot, gemeinsam mit der Gruppe nach Altdorf zu reisen, kann Samira nach einiger Diskussion dadurch abwehren, dass sie den Überhang an Männern in ihrer Runde betont.
So reisen die Amazonen alleine weiter.

Nach einem weiteren Abend mit Trockenfleisch hat Wolfgart am nächsten Morgen eine gewinnbringende Idee. Er geht mit seinem Wolf gemeinsam auf die Jagd. Und tatsächlich – der Wolf reißt ein Wildschwein, lässt es dann aber für Wolfgart liegen. So kommen die Gefährten an diesem Tag doch noch in den Genuss frisch gebratenen Fleisches – wenn auch ungesalzen.

Der Tag verläuft ruhig.

Beim gemeinsamen Abendessen erfährt Lukas von den anderen, dass in Kleindorf ein gewisser Manfred von Ehrlichhausen darauf wartet, nach Altdorf mitgenommen zu werden. Lukas ist entrüstet. Keinesfalls wird er gemeinsam mit einem Von Ehrlichhausen reisen – diese Erbschleicher, diese ehemaligen Bediensteten.
Erst ein Gebet Wolfgarts an Ulric führt schließlich dazu, dass Lukas am nächsten Morgen Einsicht zeigt. Schließlich würde niemand erwarten, dass ein Von Bruner mit einem Von Ehrlichhausen reist – und genau das war die beste Art, Altdorf inkognito zu erreichen.

Am nächsten Tag weiter Richtung Norden reitend wird die Gruppe plötzlich von seltsamen Gesängen und Schreien überrascht, die sich langsam nähern.
Lukas weigert sich, in der Kutsche zu verweilen und so stehen die Fünf diskutierend am Straßenrand, als ein Witchhunter mit mehreren Zealots und Flagellants des Weges kommt.
Ein nervenaufreibendes Verhör, in dessen Verlauf die Gruppe den Witchhunter davon überzeugen muss, keine Waldhexe zu kennen und auch keine gesehen zu haben, beginnt. Doch damit nicht genug. Die Gefährten müssen sich außerdem hinsichtlich ihres Reisegrunds erklären – während Samira die Erläuterung auf die Rückkehr nach Altdorf beschränken will, versucht Orek den Witchhunter mit einem Siegelbrief der Familie von Bruner zu beeindrucken – und Samiras Magierlizenz wird schließlich eingehend vom Witchhunter studiert, ehe dieser sich bereit erklärt, den Weg Richtung Norden freizugeben. Selbst Lukas wirkt nach dieser Begegnung etwas kleinlaut.

Am Nachmittag ist Kleindorf in Sicht. Während Wolfgarts Wolf – den er nach längerer Überlegung Ruin nennt – vor dem Dorf wartet, machen es sich die anderen im “Grünen Baum” gemütlich.
Ein ausführliches Gespräch mit Lukas macht klar, dass dieser mit seinem Leben eigentlich anderes vorhatte, als Kaiser zu werden. Viel lieber hätte sich der Jüngling einem Ritterorden angeschlossen und treue Kameraden gefunden.

Samira versucht Lukas davon zu überzeugen, dass auch ein Kaiser glorreiche Kämpfe kämpfen und treue Kameraden finden kann, während Xaver dem Jüngling mittels Tarotkarten die Zukunft deutet. So endet die erste Wegetappe in gemütlicher Runde, mit einem nicht ganz glücklichen Kaiseranwärter – Hoffnung der Ulric-Kirche auf Veränderung.

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nephtys EvelynK

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