Eine Neue Ära

Letzte Vorbereitungen und ein neuer Verbündeter

Letzte Vorbereitungen und ein neuer Verbündeter

Aubentag, 23ter Sommerzeit und Markttag, 24ter Sommerzeit 2550

Nachdem Johann Krautner jun. den Raum verlassen hat, bleiben vier verwirrte und verängstigte Gefährten zurück.
Woher Johann Krautner jun. über die Geschehnisse der letzten Wochen Bescheid weiß, bleibt ungewiss. Fest steht, dass er Dinge weiß, die nicht einmal den Helden selbst bewusst waren. Auch wer hinter der Befreiung Lazarus’ steckt, bleibt ein düsteres Geheimnis. Dass Johann Krautner jun. selbst hier seine Finger im Spiel hat, wird von Marius aber stark bezweifelt. Viel mehr denkt er, dass Johann Krautner jun. lediglich seine Spitzel ausgeschickt hat, um Xaver im Auge zu behalten.
Marius berät sich kurz allein mit Samira – danach beschließen die vier Freunde sich in den nächsten beiden Tagen getrennt auf die Todesmission vorzubereiten. Am 25sten gegen Mittag wollen sich alle wieder vor der Magierakademie treffen.

Samira und Marius stürzen sich sogleich in ihre magische Studien, während die anderen gemeinsam zurück ins Gasthaus gehen, um dort zu nächtigen.
Außerdem werden mehrere Magier der Akademie die Zeit nutzen, um die Bücher nach Lazarus zu durchforsten.

Auf dem Weg zum “Lustigen Wahrsager” fühlen sich die Gefährten verfolgt. Ein dunkler Schatten scheint von Dach zu Dach zu springen. Näheres können die Helden aber leider nicht ausmachen.
Ansonsten unbehelligt erreichen die Drei das Gasthaus.

Nach den Strapazen beschließen Wolfgart und Orek ihre Ängste in Donnerwassergin zu ertränken, während Xaver doch lieber beim Wein – Markus kann heute einen teuren, ausländischen Kelterer empfehlen – bleibt.
Nach zwei Gläschen des Doppelgebrannten fäll Orek im Vollrausche in einen leichten Halbschlaf – auch Wolfgart scheint schon mehr als nur leicht angeheitert.
Just in diesem Moment tritt ein junger, schlecht gekleideter, aber doch ehrlich dreinblickender Fremder an den Tisch der Gefährten.

Andrast sei sein Name und er hätte die Helden heute beim Shallya-Tempel gesehen. Nun wolle er mehr über das Wunder erfahren.
Etwas zu interessiert scheint der Fremde zu sein, als er Wolfgart von oben bis unten mustert. Dieser hält ihn daher sogleich für den unbekannten Verfolger. Nach längerer Diskussion – in der seitens Orek mehrmals “DACH” eingeworfen wird – kann Xaver schließlich davon überzeugen, dass dieser Andrast doch dumm wäre – sie erst heimlich über die Dächer Altdorf zu verfolgen und dann doch anzusprechen.
Markus kann mit einem Wundermittel, das er “Kaffee” nennt, schließlich dazu beitragen, dass Wolfgart wieder klar im Kopf und ansprechbar wird.
Nachdem sie den sturzbesoffenen Zwerg in den Schlafsaal verfrachtet haben, setzen die Verbliebenen ihr Gespräch fort.
Andrast wird schließlich von Wolfgart – wer hätte das von einem Priester gedacht – über den Tisch gezogen, als er sich – als Gegenleistung für eine Festanstellung bei den Von Ehrlichhausens – dazu überreden lässt sich blindlings den Gefährten anzuschließen. Erst im Nachhinein erfährt der arme Tropf von dem aussichtslosen Auftrag – doch steht der junge Kerl zu seinem Handschlag.
Bestürzt über den Weg, der vor ihm liegt, sucht Andrast Trost bei einer Dirne, die von Markus auf die Schnelle “bestellt” werden konnte. Wolfgarts schlechtes Gewissen lässt ihn für dieses – wohl letzte – Vergnügen des jungen Mannes aufkommen.

Indes hat Xaver an der Bar einen merkwürdig auffallenden Gast entdeckt. In einem ruhigen Moment befragt er Markus nach dem betuchten Kerl. Der käme in letzter Zeit öfter, so ungefähr seit einem Monat, und interessiere sich für alle möglichen Gäste, so Markus. Die Gefährten habe er lediglich als Freunde von Gustl vorgestellt. Mehr ist einstweilen nicht in Erfahrung zu bringen.

So geht auch dieser lange Tag schließlich zu Ende…

Am nächsten Morgen verabschieden sich Wolfgart und Orek von den anderen beiden, um ihre Vorkehrungen zu treffen.
Während Orek einen Schmied im Händlerviertel aufsucht und sich dessen Schmiede für die nächsten eineinhalb Tage anmietet, kehrt Wolfgart zurück zum Ulrik-Tempel um sich neuen Gebeten zu widmen.

Andrast, der nichts anderes vor hat, beschießt Xaver zu begleiten. Der wurde beaufragt, Adriana im Shallya-Tempel zu besuchen, im Morr-Tempel nach Hilfmittel gegen Untote zu fragen und schließlich die Von Ehrlichhausens aufzusuchen, um einerseits die versprochene Festanstellung einzufordern und anderseits dafür Sorge zu tragen, dass es Manfred gut ergeht.

Im Shallya-Tempel finden Xaver und Andrast die Erzlektorin zwar erschöpft, aber ansonsten heil und wohlauf. Adriana erzählt neuerlich von ihrem Traum, in dem sie einen Hünen die Tempeltreppen hinaufstürmen sah, um Hilfe ringend für seinen Gefährten mit einer schweren Kopfverletzung. Mehr kann die deutlich geschwächte Frau leider nicht dazu sagen. Doch ist sie froh zu hören, dass es dem Verletzen nun wieder gut geht.
Xaver bedankt sich nochmal aufs Herzlichste und erbittet gleichzeitig Hilfe für sich zur Heilung seine Paranoia.
Auch Andrast ist äußerst angetan. Nicht oft genug kann er seinen Namen gegenüber Adriana erwähnen und Einschluss in deren Gebete erbitten.
Schließlich verabschieden sich die beiden. Andrast nicht ohne Adriana eine Spende zuzustecken und erneut “beiläufig” seinen Namen zu erwähnen.
Xaver betet gemeinsam mit einer Priesterin für seine Genesung, doch scheint die erhoffte Wirkung leider nicht sofort einzutreten.

Im Morr-Tempel suchen Xaver und Andrast das Gespräch mit einem jungen Priester. Geweihte Waffen können helfen, so der Gelehrte. Er kann den Helden anbieten, einen allgemeinen Schutz auf deren Waffen zu sprechen. Das sei eine Sache von wenigen Stunden. Wirkungsvoller wäre eine Weihe aber, wenn näheres über den Gegner bekannt wäre.
So beschließen Andrast und Xaver dankend am nächsten Tag gemeinsam mit ihren Gefährten wiederzukommen.

Der letzte Weg führt Xaver und Andrast ins Nobelviertel zur Villa Catalina. Der Vogt empfängt die beiden. Manfred sei bereits angekommen, der Auftrag somit als erledigt zu betrachten. Als Belohnung bietet der Vogt 5 Silber pro Beauftragtem, sowie Pferde an. Eine Festanstellung wäre nun auch möglich, die Bezahlung erfolge weiterhin aber pro erledigtem Auftrag.
Der Hochelf in seinem Gutglauben nimmt die 25 Silber (er kann den Vogt davon überzeugen, dass auch Orek und Andrast anstelle von Gustav zum Erfolg des Auftrags beigetragen haben) und lediglich ein Pferd (für die Kutsche, als Entlastung für Willi – spät aber doch) samt Proviant als Belohnung an und akzeptiert die Bedingungen der Festanstellung.

Sogleich hat Karrel einen neuen Auftrag parat. Seit zwei Wochen kämen immer wieder Weinfässer aus dem Lagerraum abhanden – bis jetzt bereits 7 Eichenfässer in unterschiedlichen Größen zwischen 50 und 200 l. Der Wein – ein importiertes Getränk namens Kelterer – sei sehr teuer und schwer zu bekommen.
Ein Nachwächter war bisher nicht erforderlich. Das Lagerhaus ist stets verschlossen und befindet sich neben dem Angestelltenhaus. Eine Liste mit fünf Bediensteten, die über den erforderlichen Schlüssel verfügen, stellt der Vogt auf Anfrage von Andrast sogleich zur Verfügung.
Xaver aber erinnert sich bereits an den Wein vom gestrigen Abend und wechselt nach einem kleinen Versprecher schnellstmöglich das Thema.

Wie es denn Manfred gehe, interessiert den Hochelf.
Ja der sei gut angekommen, hätte sich aber schon bald wieder verabschiedet und in einem der Gasthäuser einquartiert.
Xaver scheint zufrieden mit dieser Auskunft.

Nach kurzem Gespräch mit dem Baron von Ehrlichhausen, das aber keine weiteren Erkenntnisse bringt, verlassen Xaver und Andrast das Anwesen.
Andrast hätte zwar gern noch das Lagerhaus inspiziert, aber Xaver hat es eilig, zum “Lustigen Wahrsager” zurückzukehren und Markus zu befragen.

Im Gasthaus bekundet Xaver Interesse an dem guten Tropfen vom letzten Abend. Bereitwillig gibt Markus Auskunft. Den Wein hat er vom Markt. Dort hat ein Kerl namens Roman – klein, lange schwarze Haare, dünn – einen kleinen Weinstand.
Gemeinsam machen sich Andrast und Xaver auf zum Markt. Roman ist nicht zu sehen. So bleibt den beiden nichts anderes übrig, als mehrere infrage kommende Weinstände zu prüfen.

Genüßlich verkostet Xaver den Wein am ersten Stand. Doch ohne Erfolg.
Beim zweiten Stand erfahren die Zwei von einem Hermann, der auf die Beschreibung von Markus zu passen scheint. Hoffnungsvoll fragen sie nach dessen Verbleib. Er hab bereits vor einem Monat die Stadt verlassen, so die niederschmetternde Auskunft.
Schließlich werden die Gefährten am dritten Stand fündig. Der Händler bietet ihnen Kelterer zum Kauf. Woher der Wein stamme, wollen die beiden wissen. Als der Händler nur widerwillig Auskunft geben will, bringt ihn Andrast schließlich hinterlistig dazu zu kooperieren.

OHNE ZU LÜGEN erklärt er dem verdutzten Händler, dass es sich um Hehlerware handle und es das beste für ihn wäre, bei der Suche nach dem Dieb zu helfen. Schließlich würden Xaver und er selbst für einen Witchhunter arbeiten.
Verängstigt erzählt der arme Verkäufer, der sich als Dietmar Veit vorstellt, alles was er weiß und begleitet die Helden auch gleich zu dem Platz im nördliche Viertel nahe dem Shallya-Tempel an dem sich noch am Vortag der Dieb mit ein Karren samt Esel befunden hat. Doch nun fehlt von ihm jede Spur.
Andrast erklärt dem verängstigten Weinhändler, dass es das beste für ihn wäre, weiters kein Aufhebens aus der Sache zu machen, weiterzuverkaufen wie bisher und sollte er Roman sehen, umgehend beim Wirt im “Lustigen Wahrsager” für Xaver eine Nachricht hinterlassen. Dietmar schluckt schwer und verspricht sich an die Anweisungen zu halten.

Xaver und Andrast beschließen schließlich die Nacht im Weinlager der Von Ehrlichhausens zu verbringen…

Samira nützt inzwischen eine kurze Studierpause dafür gemeinsam mit Marius die Bibliothek aufzusuchen.
Tatsächlich konnte einer der Magier etwas über Lazarus in Erfahrung bringen – leider aber nicht sehr viel.
Lazarus war einst ein Shyish-Magier der Akademie. Mit Bravour hat er die Prüfungen zum Wizard abgelegt, wenig später aber die Akademie verlassen. Er wurde ausgeschlossen – weshalb ist in den Büchern nicht vermerkt. Vermutlich aber, weil er sich zu sehr für Nekromantie interessierte. So wurde dann auch der berüchtigte Nekromant Lazarus aus ihm, der schließlich mit Hilfe einiger Hochelfen gebannt werden konnte.
Dafür wurden ihm verzauberte Kugeln in die Augenhöhlen gelegt, um ihn an einer Wiederauferstehung zu hindern. Außerdem wurde von den Hochelfen auch der Schutzschrein errichtet, den Untote – so auch Lazarus – nie würde betreten können.
Wer auch immer Lazarus wiederauferweckt hat, muss den Elfenzauber der magischen Kugeln umgekehrt haben…

Aber wer kann so etwas vollbringen? Handelt es sich bei dem Gegenspieler tatsächlich um einen Hochelfenmagier? Und ist es vielleicht auch ein Elf, der ihre Schritte bis hierher verfolgt hat? Hat Johann Krautner jun. seine detaillierten Informationen von eben diesem Elf erhalten?

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nephtys EvelynK

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