Eine Neue Ära

Der Prozess & Eine Neue Aufgabe

Wir brauchen einen neuen Kaiser!

Nach langem Herumirren und Fragen erreicht Wolfgart schließlich den Tempel der Ulric-Kirche in Altdorf. Dort will ihn der hiesige Priester jedoch nicht zum Lektor Guntar Ulrichson lassen, nicht jeder Initiat kann schließlich gleich beim Lektor vorsprechen. Sollte er jedoch eine kleine Aufgabe für die Shallyapriesterinnen erledigen, ein Paar Scharlachrote Elfenkappen, Pilze mit heilender Wirkung, zu sammeln, könne er vielleicht doch bei Ulrichson vorsprechen.

Der Priester empfielt Wolfgart außerdem ein Gasthaus, in das er immer geht, als Schlafplatz für die Nacht und als beste Adresse, um gutes, kühles Bier zu genießen.

Also begiebt sich Wolfgart, nachdem er sich bei den Shallyapriesterinnen nach den Pilzen erkundigt hat, dorthin. Als er das Gasthaus im Händlerviertel erreicht, ist es bereits gut gefüllt und nur noch ein Tisch ist frei. Der Wirt, der sich als Markus bei ihm vorstellt, gibt ihm dem Ulricpriester den letzten freien Tisch, unter der Bedingung, dass er ihn räumen müsse, wenn Gustav, der Stammkunde und Freund des Wirtes, zum Abendessen erscheint. Wolfgart bestellt sich ein Bier und das heutige Abendessen, gefüllten Wildschweinbraten, und setzt sich. Der Wirt fragt gleich nach seinem Namen und seiner Herkunft, der seltsame Akzent des Middenheimers irritiert ihn doch ein wenig. Beeindruckt ist er vor allem von der Tatsache, dass der Priester sich ein eigenes Pferd leisten konnte! Der muss ja reich sein!

Ein wenig später trifft auch schon Gustav Quintus ein, seinen neuen Freund Xaver schon freudig erwartend. Stattdessen sitzt ein bärtiger, in schwerer Rüstung gekleideter Priester an seinem gewohnten Tisch, neben ihm ein schwerer Zweihand-Hammer. Markus erklärt die Situtation und Gustav ist einverstanden, seinen Tisch einstweilen mit dem Fremden zu teilen.

In einem kurzen Gespräch findet der schlaue Detektiv sogleich heraus, dass Wolfgart nicht aus dem Reikland kommt. Sein schräger Akzent hat ihn verraten. Auch Gustav ist ertaunt, dass sich ein Priester ein eigenes Pferd leisten kann, das beeindruckt ihn doch sehr!

Die beiden bestellen sich ein Abendessen, gefülltes Wildschwein, wie versprochen, und einen Humpen Bier. Plötzlich geht wieder die Tür zum Gasthaus auf und ein kalter Schauer läuft den Gästen den Rücken herunter. Im Eingangsbereich des lustigen Wahrsagers steht eine dunkel gekleidete Gestalt, die eine Art Stab bei sich trägt. Die Gestalt begibt sich sogleich zur Bar, wo sie sich kurz mit Markus unterhält. Dieser deutet darauf zum Tisch der beiden Männer und am Weg zum Tisch schiebt die Gestalt ihre dunkel-lila gefärbte Robe nach hinten. Die junge Frau mit dunkelrotem Haar und etwas eingefallenem Gesicht stellt sich bei den beiden Männern als Samira vor. Auch sie bestellt bei Markus etwas zu essen und zu trinken und nach kurzem kommen die 3 ins Gespräch.

Wie durch einen skurrilen Zufall ist auch Samira auf der Suche nach dem jungen Xaver und so berichtet Wolfgart, was er am frühen Nachmittag erlebt hatte. Die seltsame Episode mit dem Witchhunter irritiert ihn immer noch, in Middenheim gibt es so etwas so gut wie nie!

Geschockt beschließt Gustav, noch an diesem Abend im Gerichtsgebäude nach Xaver zu suchen. Da Samira und Gustav vom Schicksal des jungen Wahrsagers der Appetit vergangen ist, beschließt Wolfgart, die Reste gleich zu vertilgen, bezahlt hat man ja auch dafür!

Bevor sich die 3 auf den Weg zum Gerichtsgebäude machen, versucht Samira ein weiteres Mal, die seltsame Magische Aktivität festzustellen, die ihr Pate an diesem Ort gespürt haben will. Ein klein wenig scheint noch vorhanden zu sein, aber die Quelle der Magie hat die Bar wohl vor Stunden verlassen. Um später weitere Untersuchungen anstellen zu können, mietet sich auch Samira im lustigen Warhsager ein.

Dann machen sich die 3 auf den Weg zum Gerichtsgebäude. Die dunklen Gassen von Altdorf kennt Gustav Quintus wie seine Westentasche und so erreichen sie nach einem kurzen Fußmarsch gleich den Hauptplatz, wo auch das Gefängnis des Gerichtshof steht. Vor den Treppen in den Kerker stehen 2 Soldaten der Stadtwache. Von den beiden erfährt die Gruppe nicht nur, dass Xaver dort gefangen gehalten wird, sondern auch den Namen des Witchhunters, der ihn verhaftet hat. Es ist der Anführer der Gilde in Altdorf, Johann Krautner Junior, ein besonders devoter Diener der Sigmarkirche, der seinen Entschluss, Witch Hunter zu werden fasste, als sein Vater, Johann Krautner Senior, seines Zeichens ebenfalls ein Witch Hunter, vor mehr als 40 Jahren einem Nurgle-Kult zum opfer fiel.

Ihr furchteinflößendes Aussehen und ihre Überredungskunst ermöglichen es Samira Tramitz, die beiden Wachen davon zu überzeugen, dass auch sie an der Untersuchung des jungen Xaver beteiligt sei und so wird ihnen Einlass gewährt. In einer dreckigen kleinen Zelle finden Wolfgart, Gustav und Samira den verängsten Xaver wieder. Mit furchterfülltem Gesichtsausdruck ruft er Gustav zu:

Das große Böse, es ist da! So wie ich es gesehen habe!!

Die Witch Hunter haben dem armen Mann alles bis auf seine Kleidung abgenommen. Seine Knochen, seine Kirstallkugel, seine Karten, einfach alles, was ihn zu dem macht was er ist.

Mitten in die Unterhaltung platzt Johann Krautner Junior, erzürnt darüber, dass es jemand wagt, seinen Gefangenen am Abend der Verhandlung zu verhören. Mit Wolfgart will er schon gar nicht sprechen, dieser geht im schon seit dem Nachmittag auf die Nerven…

In einer kurzen aber heftigen Diskussion erfahren die Helden, dass die Verhandlung für Xaver gleich am nächsten Morgen stattfinden soll und dass die angeblich magischen Knochen im Sigmar-Tempel sicher aufbewahrt würden. Doch auf Samiras Anfrage, die Knochen untersuchen zu dürfen, antworted der Witch Hunter nur mit:

Dies sind Beweißstücke und werden auch als solche behandelt. Morgen werden sie bei der Verhandlung vorgeführt, dort könnt ihr sie betrachten. Außerdem seid ihr offensichtlich nicht qualifiziert, eine derartige Untersuchung durchzuführen. Ein fähigerer Magier wäre dafür wohl angebracht!

Bevor ein kleiner Krieg ausbricht beschließen die 3, Xaver zu verlassen und am nächsten Morgen zu der Verhandlung wiederzukommen. Sie können Krautner jedoch das Versprechen abnehmen, den Seher nicht zu foltern…

Da sich die Knochen im Sigmartempel befinden und dieser nachts nicht für die Öffentlichkeit zugänglich ist, begibt sich die Gruppe noch zu Morrs Garten in Altdorf, wo sich auch die Magierakademie der Shyishmagier befindet. Dort erklärt Samira ihrem Paten Marius Fronweil die Situation und dieser verspricht, einen höheren Magier zum morgigen Prozess zu schicken.

Also machen sich die 3 wieder auf den Weg zurück ins Gasthaus zum lustigen Wahrsager, um dort die Nacht zu verbringen und in Gustavs Fall noch einen mit dem Wirt Markus zu trinken.

Kurz vor Mitternacht durch die dunklen Gassen von Altdorf zu spazieren birgt seine Gefahren, das weiß eigentlich jeder. Jeder außer dem jungen Middenheimer Wolfgart Silberfell…

3 dunkle Gestalten kommen auf die Gruppe zu und einer der 3 streift den Ulricpriester leicht. Als Wolfgart an seine Brust greift ist der Brief, den er in Middenheim erhalten hatte, plötzlich verschwunden. Als er sich umdreht, um nach den Dieben zu sehen, sprinten diese in die Dunkelheit davon.

Er versucht noch, ihnen nachzurufen doch schon sind sie im Schutz der Nacht verschwunden. Sogleich nimmt er die Verfolgung auf und die beiden anderen, etwas verdutzt, beschließen, im nachzulaufen.

Eine heiße Verfolgungsjagd durch die Gassen von Altdorf beginnt. Kräftig wie er ist schafft Wolfgart es lange, den 3 Dieben zu folgen, doch plötzlich biegen diese in eine kleine Gasse ab und sind verschwunden. Um Ulrics Willen! Der Brief war wichtig und der junge Priester hat keine Ahnung, was darin stehen könnte. Er muss ihn wiederfinden!

Ein Stoßgebet zu Ulrich ist der letzte Ausweg. Wolfgart betet zu UIric, ihm den feinen Geruchssinn der Wölfe zu verleihen und siehe da, plötzlich meint er, die Fährte der Diebe gewittert zu haben und sprintet wieder los!

Gustav schafft es, dem Priester auf den Versen zu blieben doch Samira verliert irgendwann den Anschluss. So beschließt sie, wieder in das Gasthaus zurück zu kehren und dort auf die beiden Männer zu warten.

In einem kleinen, heruntergekommenen Gasthaus endet die Fährte der Diebe. Wolfgart findet heraus, dass es ein privates Hinterzimmer gibt und begibt sich dorthin, da die 3 Gestalten im Gastraum nicht zu finden sind. Mit dem Hammer im Anschlag öffnet er vorsichtig die Tür zu dem kleinen Nebenraum. Darin sitzen die 3 Diebe an einem Tisch im hinterseten Eck und grinsen vergnügt.

Den Hammer immer noch geschultert schreitet er wütend auf die 3 zu. Diese behaupten erst noch, dass sie nichts gestohlen hätten, was Wolfgart nur noch mehr erzürnt. Mit seinem mächtigen Zweihandhammer holt der Priester aus und zerschmettert den Tisch und bricht noch dazu einem der 3 mit dem Stiehl desselben die Nase.

Nun doch leicht verängstigt geben sie zu, ihm den Brief gestohlen zu haben. Wolfgart erhält sein Dokument zurück und erfährt, dass die 3 Initiaten des Ranald-Kultes sind. So macht er mit ihnen einen Deal: Er wird den Diebstahl nicht zur Anzeige bringen und im Gegenzug dafür werden die 3 für ihn die magischen Knochen von Xaver geschickt aus dem Sigmartempel verschwinden lassen. Die Ranaldianer freuen sich über die knifflige Aufgabe und nehmen dankend an. Hoffentlich schaffen sie es, die Knochen noch vor Prozessbeginn verschwinden zu lassen…

Zufrieden begeben sich nun auch Wolfgart und Gustav zurück zum lustigen Wahrsager. Dort nehmen sie noch einen Schlummertrunk ein und vereinbaren, sich am nächsten Morgen am Gerichtsplatz zu treffen.

Marktag, 17ter Sigmarzeit 2550

Am frühen Morgen begibt sich die Gruppe zum Hauptplatz, wo die Witch Hunter bereits einen Scheiterhaufen aufgebaut haben. Als der Prozess

beginnt füllt sich der Platz schnell mit Schaulustigen und es ist fast kein Platz mehr, als der Richter eintrifft. Ein weiterer Witch Hunter, der nun den Prozess leiten soll. Der Gefangene wird vorgeführt und Johann Krautner beginnt zu sprechen. Entrüstet erklärt er, dass das Hauptbeweismittel gegen Xaver über Nacht aus dem Keller des Sigmartempels verschwunden sei. Er beschuldigt sogleich Wolfgart, Gustav und Samira des Diebstahls, doch das geht dem Shyish-Magier, der von Marius Fronweil zur Untersuchung der Knochen geschickt worden war, zu weit! Er erklärt, dass es nur in Samiras Interesse sein kann, dass die Knochen beim Prozess gezeigt werden, schließlich waren die Shyish Magier schon lange an der seltsamen Energie, die von ihnen auszugehen scheint, interessiert.

Wolfgart meint auch, dass es seltsam sei, dass das einzige Beweisstück, dass Xaver entlasten könnte, plötzlich aus dem sichersten ORt der Stadt verschwindet…

Aufgrund der vorgebrachten Argumente wird Xaver vom Richter aus Mangel an Beweisen freigesprochen, dennoch wird ihm jegliche Wahrsagerei im Raum Altdorf von nun an untersagt sein. Enttäuscht, dass es keine Hexenverbrennung geben wird, löst sich die Menge auf und die 3 jungen Ranaldpriester suchen Wolfgart auf. Sie haben es geschafft, die Knochen zu stehlen und haben sie an einem sicheren Ort versteckt, wo diese vor der Entdeckung durch Magier geschützt bleiben, dem Ranaldtempel, dessen Lage niemandem außer den Ordensmitgliedern bekannt ist. Obwohl Samira sie gerne untersucht hätte, willigt sie ein, dass die Priester die Artefakte ihrem Gott opfern, um sicherzugehen, dass niemand sie wiederfinden könne und Xaver so in Sicherheit bleibt.

Die Verhandlung endet offiziell kurz vor Mittag. So hat die nun wieder vereinte Gruppe Zeit, sich in Altdorf umzusehen und einige Erledigungen zu machen. Xaver hat in seinem Mantel zufällig ein Paar Scharlachrote Elfenkappen, genau die Pilze, die Wolfgart den Shallyapriesterinnen bringen soll. Dies wird gleich erledigt und so kann sich Wolfgart endlich eine Audienz bei Gunthat Ulrichson verschaffen. Während er mit dem Lektor spricht warten die anderen vor dem Tempel und lassen mit Xaver die letzte Nacht Revue passieren.

Wolfgart übergibt Gunthar den Brief, den er vom Ar-Ulric erhalten hatte. Gunthat liest den Brief und lächelt.

Endlich ist unsere Zeit gekommen. Nehmt das Schreiben und geht mit diesem nach Übersreik, dort werdet ihr den finden, den Ihr sucht! Fragt in Übersreik nach Lord Rickard Aschaffenberg, er kann euch dann mehr sagen. Bringt den Jungen mit nach Altdorf, ich erwarte euch hier in spätestens 2 Monaten, wir brauchen Zeit, um ihn auf das vorzubereiten, das auf ihn zukommt. Heil Ulric!

Er erlaubt Wolfgart, den Brief ebenfalls zu lesen und schickt diesen dann fort. Wolfgart ist stolz auf seine neue Aufgabe und beginnt, darüber nachzudenken, wie er auch seinen neuen Freunde dazu bringen kann, mit ihm nach Übersreik zu reisen.

Als Wolfgart aus dem Tempel kommt, spaziert die Gruppe zum Marktplatz, um sich dort die Anschlagtafel anzusehen. Vielleicht wäre ja eine passende Aufgabe für sie dort, um die Geldnot zu beenden, in der sie sich momentan befinden. Und tatsächlich, sie finden einen kleinen Zettel:

Fähige Männer und Frauen für Erledigung von Aufgaben für Baron von Ehrlichhausen im Raum Altdorf gesucht. Bei Interesse meldet euch bei Vogt Karel Einbrenner im Nobelviertel von Altdorf

Samira, die im Nobelviertel aufgewachsen war, kennt die Villa und freut sich schon darauf, ihre Eltern dort zu besuchen. Beeindruckt folgen ihr die anderen, gespannt darauf, das Anwesen von Samiras Familie sehen zu können. Niemand hätte gedacht, dass Samira so wohlhabend sei…

Als die Gruppe bei einer Villa im Nobelviertel vorbeigeht, betritt Samira diese durch den Dienstboteneingang. Wolfgart fragt sie, warum sie denn nicht den Haupteingang nehme, worauf die sagt;

Ich will ja meine Eltern besuchen, sie kochen hier. Hatte ich das nicht erwähnt?

Irgendwie erleichtert geht Wolfgart mit, mit Adeligen konnte er sowieso nie etwas anfangen… Nach einem kurzen Gespräch mit der Familie Trametz suchen die 4 Vogt Einbrenner auf. Er erklärt, dass sie erst eine Aufgabe für ihn erledigen sollten, dann würden sie, bei zufriedenstellender Ausführung, von Baron von Ehrlichhausen unter Vertrag genommen.

In ihrer ersten Aufgabe sollen die 4 nach Kleindorf reisen, einem kleinen Dorf nahe den Hagercrybs, einer Gebirgsgruppe im Süden von Altdorf. Zu Wolfgarts Freude liegt dies direkt auf dem Weg nach Übersreik, so beschließt er, der Gruppe noch nichts von seinem Vorhaben zu erzählen. In Kleindorf wohnen ein paar verwandte der von Ehrlichhausens und es gibt Erbangelegenheiten zu regeln. Sein Cousin muss dafür nach Altdorf kommen, um ein paar Dokumente zu unterschreiben. Vogt Einbrenner stellt den 3, die kein eigenes Pferd besitzen, für die Dauer der Aufgabe eines zur Verfügung.

Die Gruppe macht am Nachmittag noch ein paar Erledigungen und Einkäufe und verbingt den Abend wieder bei Wirt Markus im lustigen Wahrsager. Alle freuen sich nun schon auf den morgigen Tag, Sigmarstag, der höchste Feiertag des Jahres!

Comments

nephtys nephtys

I'm sorry, but we no longer support this web browser. Please upgrade your browser or install Chrome or Firefox to enjoy the full functionality of this site.