Eine Neue Ära

Von Spinnen und Waldelfen

Wieso spießt man in seinem Garten Köpfe auf Speere?

Markttag, 16ter Sommerzeit 2550

Nach einer ruhigen Nacht im Gasthaus “Zum grünen Baum” und einem üppigen Frühstück machen sich Samira und Xaver auf den Weg ins Armenviertel.

Dort treffen sie auch gleich auf Manfred von Ehrlichhausen. Dieser hat aber – trotz Aussicht auf das Familienerbe – keine Lust auf eine Reise nach Altdorf, schon gar nicht, wenn er dort seine Verwandten treffen soll.
Samira und Xaver lassen sich einiges einfallen, um Manfred die Reise schmackhaft zu machen. Manfreds Tierliebe führt schließlich fast dazu, dass er sich dazu überreden lässt, zusammen mit Ruin die Reise nach Altdorf anzutreten. Im letzten Moment scheitert allerdings auch dieser Überredungsversuch.
Jetzt bleibt nur noch eines – Samira preist Xavers Wahrsagekünste an. Xaver schafft es Manfreds Zukunft “richtig” zu deuten. So zeigt Manfreds Vergangenheit eine Freundschaft mit Zwergen – so kann Manfred eine Reise in Begleitung von Orek schmackhaft gemacht werden. Die Gegenwart weist darauf hin, dass Manfred seinem Großvater Ehre erweisen soll und dadurch sein Erbe antreten kann. In Zukunft wird Manfred sodann ein Haus sein Eigen nennen können. Manfred fügt sich seinem Schicksal…

Gespannt auf den von Samira und Xaver hochgelobten Zwerg, verlangt es Manfred gleich bei der ersten Begegnung mit Orek nach einem Witz. Den hohen Erwartungen von Manfred kann Orek leider nicht entsprechen. Mit dem Klassiker “Geht ein Zwerg an einer Bar vorbei…” kann Wolfgart die peinliche Situation retten. Das Gelächter ist noch weit über die Grenzen Kleindorfs zu vernehmen.

Endlich kann die Reise weitergehen. Auf dem Waldweg Richtung Norden kommt die Gruppe gut voran bis Wolfgart die Kutsche – scheinbar grundlos – anhält. Ein seltsamer und doch bekannter Geruch steigt in seine Nase. Nach kurzer Überlegung weiß er es – es riecht nach Scharlachroten Elfenkappen.
Ein längere Diskussion über die Verwendung und Wirkung der seltene Pilze entfacht. Während Samira strickt die Meinung vertritt, dass es sich um Giftpilze handelt, weiß Orek es besser – die Scharlachroten Elfenkappen finden in geringer Dosis auch als Medizin Verwendung.
Xaver genießt schließlich die volle Aufmerksamkeit der Gruppe, als es an ihm ist, zu erzählen, wo er schon Scharlachrote Elfenkappen gepflückt hat. Auf einer Lichtung gespickt mit Speeren auf denen wiederum Köpfe der unterschiedlichsten Rassen aufgespießt waren!

Obwohl abschreckend, ist doch auch die Neugier der Kameraden geweckt. Gemeinsam wollen sie dem seltsamen Geruch auf den Grund gehen. Wolfgart ruft nach Ruin, der als Bewacher der Kutsche samt Manfred – welcher dem Waldabenteuer nicht beiwohnen will – abgestellt wird. Von Orek bekommt Ruin schon vorab eine kleine Belohnung – Schinken aus Kleindorf.
Dann geht’s auf in den Wald. Schon nach wenigen Minuten erreichen die Freunde eine Lichtung – und tatsächlich. Speere mit Köpfen – Menschen, Zwerge, Goblins… keine Elfen. Und am Boden – die Scharlachroten Elfenkappen.
Doch noch ehe sich jemand ans pflücken machen kann, rast ein Pfeil durch die Luft und landet in einem der aufgespießten Köpfe. Die Gemeinschaft findet sich umzingelt von 12 Elfen mit Bögen. Die fremdartigen Wesen sind nur spärlich bekleidet, ihre Körper über und über mit Tätowierungen verziert. Kein Vergleich zu Xaver – dem Hochelf.

Eine heftiger Streit entfacht. Die Waldelfen fühlen sich und ihr Revier gestört. Die Waldlichtung wird gar als Garten und die Gruppe als Diebe bezeichnet. Schließlich fordern die Hüter des Waldes Wiedergutmachung für die entstandene Unruhe.
Orek – der sich schon auf Giftkugeln gefreut hat – verlangt heftig nach Scharlachroten Elfenkappen, stößt damit aber nur auf noch mehr Unmut.
Xaver kann die Streitigkeiten schließlich schlichten. Die Gruppe erklärt sich bereit, eine bösartige Giftspinne zu beseitigen und anschließend den Elfenwald auf schnellstem Wege zu verlassen. Im Gegenzug erhält Xaver einen Beutel gefüllt mit Pilzen.

Geführt von den 12 Waldelfen erreichen die Freunde alsbald die Spinnenhöhle. Schon von weitem kann man weiße Spinnenfäden im Höhleneingang erkennen, der eine beträchtliche Höhe aufweist. Selbst Wolfgart könnte die Höhle wohl aufrecht betreten.
Wenig erpicht darauf, versuchen die Helden aber vorerst die Spinne mit einem Stein – geworfen direkt in den Höhleneingang – anzulocken. Und siehe da – es gelingt. Schon bald kann man 2 riesige Beine erkennen.
Während Wolfgart gleich vor der Höhle Position nimmt, beäugen die anderen das Tier aus sicherer Entfernung und im Schutz der umstehenden Bäume.
Orek aber kann sich nicht mehr halten, feuert eine Kugel ab und trifft…
Das aufgeschreckte Spinnentier springt, läuft wie wild vor der Höhle auf und ab und greift schließlich Wolfgart an. Dieser kann den Angriff mit seinem Zweihandhammer abwehren – die Spinne landet auf dem Rücken. Samira greift indes mit ihrem Avatar an. Xaver überblickt die Situation und weist Wolfgart auf den Stachel und die Augen des Tiers hin. Dem darauffolgenden, gezielten Angriff kann die Spinne nicht standhalten. Unter der Wucht von Wolfgarts Hammer bricht das Untier tot zusammen.

Die Freue und Erleichterung wehrt jedoch nur kurz…

Ein wahres Monstrum – doppelt so groß wie die erste Spinne, den gesamten Höhleneingang einnehmend – wirft seinen Schatten auf Wolfgart, der erschüttert vor der Riesenspinne stehenbleibt.
Orek kann sich als erster sammeln… mehrfach schießt er mit seinem Gewehr auf das Biest. Während Samira nach kurzem Zögern einen magischen Pfeil abfeuert, kann Xaver seinen Dolch gezielt in eines der Spinnenaugen werfen.
Die Spinne aber hat nur Augen für Wolfgart – springt, beißt zu – nur um anschließend selbst zusammenzubrechen.
Wolfgart scheint schwer verletzt. Sein linker Arm hängt nutzlos an der Seite herab. Wütend treibt er Xavers Dolch mit seinem Fuß noch tiefer in die klaffende Wunde der Spinne, die nun elendiglich ihr Leben lässt.
Nur mit Mühe kann er den schweren Zweihandhammer mit der Rechten auf seinen Rücken stemmen. Zumindest die Elfen – die nach längeren Rufen Xavers erscheinen – können mithilfe der aus Pilzen gewonnenen Salbe zumindest das Schlimmste verhindern. Der Heilungsprozess wird trotzdem dauern.

Um weiterhin im Ernstfall bewaffnet zu sein, erbittet Wolfgart ein Einhandschwert von Lukas.
Dann inspiziert die Gruppe noch kurz die Spinnenhöhle – in der außer einer Lanze nichts weiter zu finden ist – und kehrt schließlich erschöpft zur Kutsche zurück.

Zumindest verbringen alle eine ruhige, erholsame Nacht – die Wache übernehmen die dankbaren Waldelfen.

Backertag, 17ter Sommerzeit 2550 – Bezahltag, 18ter Sommerzeit 2550

Unter dem Schutz der Waldelfen verlaufen die beiden nächsten Tage und Nächte ruhig – Wolfgart kann sich gut erholen, sein Arm heilt wundersamer Weise schneller als erwartet. Nur Xaver verbringt eine unruhige Nacht mit wirren Träumen von kleinen Menschen…

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nephtys EvelynK

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