Eine Neue Ära

Willkommen in Altdorf!

Leg dich nicht mit Witch-Huntern an...

Bezahltag, 28ster Pflugzeit 2550

In seiner kleinen Kemenate im Ulrictempel von Middenheim sitzt ein junger Priesteranwärter names Wolfgart Silberfell. Plötzlich klopft es an der Türe und ein hochranger Priester bittet den

jungen Mann, sich bei Ar-Ulric Emil Valegir zu melden, und das so schnell wie möglich. Was könnte der Erzlektor und einzige Kurfürst der Ulric-Kirche nur von einem so jungen Spund wollen? Etwas nervös und neugierig begibt er sich die Stufen hinauf zu dem obersten Vertreter Ulrics im Empire.

Emil freut sich darüber, ein jugendliches Gesicht zu sehen und hat für den voller Tatendrang steckenden Anwärter eine wichtige Aufgabe. Mit einem Brief soll er sich nach Altdorf, der Hauptstadt des Empires reisen und diesen dem dortigen Lektor, Guntar Ulrichson übergeben. Und NUR diesem. Den Brief habe er mit seinem Leben zu beschützen und der Inhalt wäre streng geheim. Sollte jedoch Gefahr bestehen, dass der Brief in die Hände andere fallen könnte, solle Wolfgart ihn lesen und dann sogleich vernichten.

Wolfgart freut sich über seine neue Aufgabe, weiß aber leider nicht, wie er nach Altdorf kommen soll. Es ist doch ein weiter Weg dort hin. So ger der junge Priester dorthin zu Fuß gehen würde, die Dringlichkeit von Herrn Valegir bringt ihn auf die Idee, bei einer Kutsche als Wächter anzuheuern, um so zu einem geringen Preis und schnell nach Altdorf zu reisen.

Bevor er sich jedoch auf dem Weg zum Marktplatz macht, stattet er noch seinem Ziehvater, Björn Silberfell, der sich Wolfgarts im Kindesalter annahm, einen Besuch ab, um ihn zu informieren, dass er auf eine lange Reise aufbrechen werde. Viel kann er seinem Vater aber leider nicht erzählen, er hat dem Ar-Ulric strengste Geheimhaltung über den Brief geschworen. Björn freut sich sehr über die Fortschritte seines Ziehsohns und wünscht ihm viel Glück und wenig Turbulenzen auf der langen Reise.

Als Björn seinen Sohn fragt, ob er noch etwas für die Reise benötige, möchte dieser, bescheiden wie er ist, bloß eines der Bücher über Riten und Gebete des Ulric aus der Bibliothek seinen Vaters mitnehmen. Björn kramt ein kleines, in Leder gebundenes Buch aus einem Regal hervor und übergibt es, gemeinsam mit einem großen Teil seines Ersparten, 50 Silberschillingen, dem jungen Ulric-Initiaten.

Mit einer dicken Geldtasche begibt sich Wolfgart nun zum Marktplatz. Schnell findet er einen Kutscher, der gerne bereit wäre, ihn nach Altdorf mitzunehmen, er fährt jedoch wie immer über die Hafenstadt Marienburg, um seinen Handelsgewinn auf der langen Reise größer ausfallen zu lassen. Handelsreisende? Das war noch nie etwas für den jungen Wolfgart. Nach längerer Suche findet er einen Kutscher, der allein auf dem direkten Weg nach Altdorf ist. Zu seinem Glück sucht der Reisende auch noch eine Söldner, der ihn auf dem Weg beschützen kann. Aber ohne eigenes Pferd möchte er den Priester nich mitnehmen, auf der Kutsche sitzend kann er sich ja auch alleine, wenn es denn sein müsse. Er bietet allerdings einen Lohn vom einem Silberschilling am Tag, würde Wolfgart es schaffen, bis zu Abreise noch ein Pferd aufzutreiben.

Gesagt, Getan! Sogleich spurtet Wolfgart zum hiesigen Pferdehändler. Und zu seinem Glück verkauft dieser auch noch einen Gaul, der aussieht, als würde er die lange Reise nach Altdorf halbwegs überstehen können. Der Stolze Preis vom einem Goldstück und 50 Silberschillingen lässt sich mit wenig Gespür fürs Feilschen und dem natürlichen Profitgeist des Händlers nicht wirklich herunterhandeln. Nach kurzer Verhandlung bezahlt der Priester ein Goldstück und 25 Silberschillinge für den Gaul und Futter für die nächsten 3 Wochen. Guter Dinge und mit einer völlig leeren Geldbörse sattelt der stolze Pferdebesitzer sein Reittier und begiebt sich gemeinsam mit dem Händler auf die Lange Reise nach Altdorf.

Am Weg erregt er bereits die Aufmerksamkeit Ulrics mit einem Stoßgebet gen Norden, und Ulric schickt ihm zum Dank etwas Glück in der Jagd und er und sein Mitreisender können an einem Abend einen leckeren Hasenbraten verdrücken. Fast 3 Wochen werden die beiden unterwegs sein, bis sie Altdorf erreichen werden…

Aubentag, 16ter Sigmarzeit 2550

Im Händlerviertel von Altdorf steht ein kleines Gebäude mit einem kunstvoll gearbeiteten Schild an der Türe. Darauf steht: Detektivbüro Gustav Quintus – Spezialist für paranormale Phänomene und Erscheinungen. Eben dieser Gustav Quintus sitzt in seinem Büro und schreibt, während er auf Kundschaft wartet, an einem seiner Bücher. Sein erstes Buch, “Theoretische und praktische Anwendung der Metaphysik in Deduktionsaufgaben” war in Detektivkreisen nicht unbedingt ein Hit, er schied deshalb auch “freiwillig” aus deren Gilde aus. Nichts desto Trotz laufen die Geschäfte im paranormalen Bereich doch recht gut.

Am Vormittag platzt ein Mann mittleren Alters herein:

Ihr müsst mir helfen! Ich habe erfahren, dass es vor den Toren der Stadt einen Jungen gibt, der dort Warhsagerei betreibt. Er nimmt mir meine Kunden weg, ich glaube, er ist ein Schwindler oder ein düsterer Hexer! Ihr müsst das untersuchen!

Gerne willigt der Detektiv ein, für den ersten Tag der Untersuchung machen die beiden den Lohn von 10 Silberschillingen aus. Sogleich macht sich Gustav auf den Weg zum südlichen Stadttor, um dort mehr über den “Jungen” zu erfahren.

Tatsächlich, ein schmächtiger junger Mann steht vor den Toren der Stadt, eine Traube von Menschen hat sich bereits um ihn gebildet, jeder von ihnen gespannt auf seine eigene Zukunft und fasziniert von dem “großen Bösen”, von dem der Seher spricht. So stellt sich auch Gustav Quintus an, um sich seine Zukunft voraussagen zu lassen.

Als er endlich an der Reihe ist, schaut ihn ein mysteriös wirkender Mann an und stellt sich als “Xaver” vor. Er habe in der Zukunft ein großes Übel gesehen, dass auf das Empire zukommt. Auch Quintus Zukunft kann der junge Mann voraussagen. Er sieht Gutes und Schlechtes auf den Mann zukommen.

Absolut fasziniert von der Genauigkeit der Angaben des Sehers und seiner Kartenlegetechnik lädt Quintus den jungen Xaver in seine Stammkneipe ein, um mehr zu erfahren und die beiden machen sich gleich auf den weg zum Lustigen Wahrsager, wo sich Wirt Markus gleich freut, seinen besten und liebsten Kunden, Gustl, zu sehen. Er spendiert eine Runde feinstes Bier auf Kosten des Hauses und reicht später auch noch ein kleines Mittagessen und eine weitere Runde Bier, die die beiden natürlich gerne bezahlen.

Xaver zeigt Quintus seinen wertvollsten Schatz, ein paar alte Knochen, die mit Runen versehen sind. Er wirft diese auf den Tisch und sieht sogleich die nähere Zukunft voraus.

In nächster Zukunft steht eine seltsame Gestalt im Eingangsbrereich dieses Gasthauses. In Roben gekleidet mit einem Zauberstab in der Hand… Ein kleines Böses…

Gefragt, welche Farbe die Roben hätten, antwortet der Seher: Farben sind leider mit den Knochen immer etwas schwer zu deuten….

Da packt Gustav sein Pendel aus und versucht, die Farbe der Robe auszupendeln. Und tatsächlich! Es ergibt sich eine Farbe zwischen Schwatz und Lila…Wie mysteriös! Xaver möchte am Nachmittag noch sein Zelt vor der Stadt aufschlagen um sein Geschäft in Gang zu bringen und vereinbart so mit dem Detektiv, sich später wieder mit ihm in der Bar zu treffen. Gustav begibt sich derweil wieder in sein Büro, um an seinem zweiten Buch weiterzuschreiben.

Xaver macht sich wieder auf zum Südtor und geht auf 2 Wachen zu, die gerade mit einem dunkel gekleideten Mann sprechen. Der Mann trägt unter seinem schwarzen Mantel eine fein gearbeitete Lederrüstung und an seinem Gürtel hängen 2 Pistolen. Xaver bleibt kurz stehen, um zu lauschen, worüber die Männer reden.

Offensichtlich ist der Man auf der Suche nach einem Wahrsager. Hoch erfreut stellt sich Xaver dem Mann gleich vor! Er möchte wohl auch seine Zukunft gedeutet haben. Auf nachfrage zeigt er dem Mann auch seine Runenknochen, die diesen besonders zu interessieren scheinen. Nachdem Xaver ihm die Karten gelegt hat, erhält er einen Silberschilling von dem Mann, normalerweise ein ganzer Tageslohn. Verdutzt bedankt er sich herzlich und beginnt sogleich damit, sein Zelt aufzubauen.

Währenddessen wartet Samira Trametz, eine junge Amethyst-Magierin darauf, von ihrem Paten endlich ihren Zauberstab übergeben zu bekommen und Altdorf nach der langen Ausbildungszeit wieder einmal zu verlassen, hoffentlich mit einer wichtigen Aufgabe ihrer Schule.

Als Marius Fronweil ihr Zimmer betritt, überreicht er ihr ihren ersten Zauberstab, eine sehr schlichte Variante seines eigenen. Er hat auch noch eine kleine Aufgabe innerhalb Altdorfs für die junge Zauberin. Im Handelsviertel von Altdorf gab es eine seltsame Spitze des Windes Shyish, das muss untersucht werden und wäre ihre erste Aufgabe, die sie allein bewältigen darf.

Gerne nimmt Samira an und begiebt sich sogleich in das Händlerviertel zu dem Ort, an dem die Spitze aufgetaucht war. Es ist bereits Nachmittag, als sie bei der zwielichtigen Bar “Zum Lustigen Wahrsager” ankommt. Das Schild ist schön eingefärbt und eine Kirstallkugel wurde darauf gezeichnet. Kopfschüttelnd betritt sie die Bar, Aberglaube und Wahrsagerei gehören nicht gerade zu den Steckenpferden der Todesmagier.

Markus, der Wirt, freut sich sehr über ihren Besuch und bringt ihr sogleich ein Glas Wein. Sie fragt nach seltsamen Gestalten, die eventuell in der Bar gewesen waren, aber Markus kann dazu nicht viel sagen. Die meisten, die hierher kommen, sind irgendwie seltsam… Samira versucht, den Wind Shyish in dem dunklen Raum zu finden, und erkennt nur noch geringe Spuren davon. Was immer die magische Energie anlockte, es hat den Raum bereits wieder verlassen.

Markus erzählt ihr aber von seinen Freund Gustl und dessen Bekanntschaft Xaver, dem Hellseher. Er erwähnt, dass die beiden am Abend wiederkommen würden und so entscheidet sich Samira, später wieder zu kommen und schlendert ein wenig durch die Gassen des Handelsviertels.

Am Späten Nachmittag kommt ein junger Ulricpriester beim Südtor von Altdorf an. Von dem Handelsreisenden hat er sich bereits verabschiedet und einen Lohn von 21 Silberschillingen für den Weg bekommen. Bei den Ställen vor der Stadt gibt er sein inzwischen lieb gewonnenes Reittier, dem er den starken Namen Wilhelm gab, ab und verinbart mit dem Stallburschen 10 Bronzestücke pro Wocje für die Pfelge zu bezahlen.

Der Anblick der Stadt von außen ist bereits sehr beeindruckend. Vor dem Tor steht ein kleines Zelt, mit Tramfängern und allen Arten von Talismanen behängt. Vor dem Zelt steht eine kleine Gruppe von Städtern, die sich dort offensichtlich ihre Zukunft deuten lassen. Als Wolfgart sich dem Stadttor nähert, öffnet sich dieses plötzlich und heraus stürmen 7 Männer. Einer von ihnen trägt einen Schwarzen Umhang, einen spitzen schwarzen Hut und trägt 2 Pistolen an seinem Gürtel. Neben ihm marschieren 2 in schillernden Rüstungen und mit riesigen Hämmern ausgestattete Sigmar Priester, dahinter 4 ebenfalls schwer bewaffnete Stadtwachen.

Ein Witchhunter! Wolfgart hat selten die heilige Inquisition der Sigmar-Kirche gesehen, in Middenheim gibt es nur einen Witchhunter und der hat nicht besonders viel zu tun. Gespannt beobachtet er die folgende Szene.

Der Witchunter stürmt auf das kleine Zelt zu, die anderen Besucher grob zur Seite schiebend. Er baut sich vor dem Bewohner auf und verlangt als erstes “sein” Geld zurück. Verdutzt rückt der junge Mann einen Silberschilling heraus. Grob nehmen die Sigmarpriester und Wachen den Hellseher gefangen und brennen sein Zelt sogleich nieder. In flottem Schritt rauschen sie wieder richtung Tor, dem jungen Xaver im Schlepptau.

Als sie bei Wolfgart vorbeigehen wollen, stellt dieser sich dem Witchhunter in den Weg. Genervt von der Verzögerung versucht dieser erst, den Ulricpriester abzuwimmeln, doch Wolfgart will wissen, was hier vor sich geht.

Was hier passiert? Sieht man das nicht, habt ihr keine Augen im Kopf? Dieser Mann wird der Hexerei und Blasphemie angeklagt! Geht mit aus dem Weg!

Der Ulricpriester, der schon immer ein Problem damit hatte, die Obrigkeit zu respektieren, geschweigedenn jemanden ausreden zu lassen, beleidigt den Witchhunter und entkommt nur knapp, und nur weil dieser den jungen Wolfgart eindeutig als “nicht von hier” einstuft, einer Verhaftung wegen Beihilfe zur Hexerei und betritt hinter dem Zug von Wahnsinnigen ebenfalls die große Hauptstadt des Empires.

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