Eine Neue Ära

Die Lage spitzt sich zu

Weiter Richtung Altdorf

Angestag, 20ster Sommerzeit 2550 bis Festag, 22ster 2550

Beim gemeinsamen Abendessen weigert sich Reinhardt nach wie vor, der Gruppe zu vertrauen. Auch will er niemanden ins Verderben schicken und schon deshalb verschweigt er weiterhin Einzelheiten über den Schatz. Die Helden können aber dennoch einiges über die Familie Blickstein in Erfahrung bringen.

Reinhardt glaubt, dass der Tod seiner gesamten Familie – Frau und Kinder sowie der Bruder wurden frühzeitig aus dem Leben gerissen – auf den Fluch zurückzuführen ist. Während Frau und Kind zumindest noch auf natürlichem Weg durch schwere Krankheit verschieden, ereilte den Bruder der Tod auf äußerst merkwürdige Weise. Des morgens wurde er in seinem Bett aufgefunden. Zugerichtet, als hätte er sich erhängt. Doch wie sollte das möglich sein? Leider forschen die Helden an dieser Stelle nicht weiter, sondern widmen sich einem anderen Thema…
Was denn Reinhardt nun überhaupt noch geblieben sei, fragen sie ihn. Ein Ulrik-Hammer, einst einem Vorfahr zu eigen, der seines Zeichens Ulrik-Priester war. Wolfgart spitzt die Ohren. Reinhardt aber, möchte diesen letzten, ihm verbliebenen Schatz nicht aus der Hand geben.
Orek bohrt noch länger nach, stößt aber weiterhin auf Widerstand.

Samira indessen, möchte nun doch noch einmal auf den Fluch zu sprechen kommen. Sie erklärt Reinhardt, dass sie möglicherweise mit dessen Urahn in Kontakt treten kann. Der daraufhin vollführte Zauber wirkt zwar, zieht aber auch Chaosmöchte an, die für einen Kugelblitz sorgen. Völlig unerwartet trifft diese auf die Tafel und Reinhardt fällt vor Schreck in Ohnmacht. Während Wolfgart Reinhardts Kopf aus dem Suppenteller fischt, ihn – sanft? – auf den Boden legt und Lukas anweist einen Arzt aus dem Lazarett zu holen, widmet sich Samira dem Übernatürlichen.
Erst scheint es so, als wäre der Zauber fehlgeschlagen, doch dann…
Als Reinhardt schließlich auf dem Boden liegt, erscheinen vor Samira zwei Präsenzen, eine kniend neben Reinhardt, die andere etwas abseits stehend.
Samira versucht die Präsenzen anzusprechen, doch ohne Erfolg. Also geht sie nun ebenfalls vorsichtig neben Reinhardt in die Knie und berührt die vornübergebeugte Präsenz.

Fassungslos muss Wolfgart zusehen, wie nun auch noch Samira neben ihm das Bewusstsein verliert. In unnatürlicher Stellung hängt!? Samira im Raum…

Die junge Magierin findet sich in einer großen, mit Steinsäulen gesäumten Halle wieder. Vor ihr ein weißhaariger, vom Leben gezeichneter Mann.
“Wer bist du? Bist du Reinhardts Urgroßvater?”
“Ja der bin ich. Ihr müsst ihm helfen, auch wenn er es nicht möchte. Befreit ihn vom Fluch. Bringt den Schatz zurück. Das Chaos ist um ihn.”
“Wie sollen wir helfen. Wo ist die Höhle?”

Wolfgart versucht Samira auf den Boden zu legen und zu wecken.

“Fluss Bögen … Hills”

Samira erwacht jäh. Vor sich Wolfgarts besorgter Blick. Kurz überkommt sie Zorn auf den Hünen, der ihr Gespräch mit Reinhardts Urgroßvater zu früh unterbrochen hat.
Doch schon wird ihr Wutausbruch durch einen Arzt unterbrochen, der gemeinsam mit Lukas den Raum betritt. Nach kurzer Diskussion bringen Orek, Wolfgart und der Arzt den ohnmächtigen Reinhardt ins Lazarett.

Samira und Lukas bleiben indes allein zurück… nicht ganz allein. Während Reinhardts Urgroßvater verschwunden ist, schwebt die zweite Präsenz nach wie vor im Raum.

Langsam geht Samira darauf zu und will erneut ihr Glück versuchen. Doch… kurz vor Berührung der Präsenz schreckt sie zurück. Deutlich böse wirkt diese zweite Erscheinung. Diese verwandelt sich nun in schwarzen Nebel und zieht auf Samira zu, die immer weiter zurückweicht. Samira warnt Lukas und lässt ihn nach Wolfgart und Orek schicken, während sie immer weiter zurückweicht.

Im Lazarett angekommen nützt Wolfgart die Gelegenheit und betet für Manfred, dem es gleich etwas besser zu gehen scheint. Doch gleichzeitig… Xaver beginnt erneut zu schweben.

Es ist noch nicht vobei… bei… bei… bei…

Zum Glück ist der Hochelf am Bett angebunden und schon bald ist der Spuk vorüber.
Doch schon stürzt Lukas mit der nächsten schlimmen Nachricht ins Lazarett. Hastig geht es zurück zu Samira.

Mit einem magischen Pfeil versucht Samira den Nebel aufzuhalten und… tatsächlich der Nebel löst sich just in dem Moment auf, als Wolfgart, Orek und Lukas angelaufen kommen. Diese sehen gerade noch, wie Samira’s Pfeil in den Tisch einschlägt.
Ängstlich erzählt Samira was sich ereignet hat und will dann so schnell wie möglich nachschauen, ob es Xaver gut geht. Handelte es sich bei dem Nebel um Lazarus oder den Fluch? Oder hat Samira gar noch eine weitere böse Macht entfesselt?

Wieder im Lazarett vereint, erwacht Xaver mit dem Satz: Es ist noch nicht vorbei!

Nachdem ihnen eine Schlafkammer zugewiesen wurde, begeben sich die vier Gefährten gemeinsam mit Lukas dorthin, um die aktuellen Ereignisse zu besprechen – Orek nicht ohne sich auf dem Weg noch einen kleinen Nachtimbiss zu besorgen.

Vieles liegt im Argen…

  • Lazarus scheint nach wie vor ein offenes Problem zu sein, das bekämpft werden muss.
  • Reinhardt scheint wirklich verflucht zu sein. Sein Urgroßvater hat Samira gebeten, Reinhardt auch gegen dessen Willen zu helfen. Der Fluch kann seines Wissens tatsächlich dadurch aufgehoben werden, dass der Schatz zurück in die Höhle bei Freddaheim gebracht wird. Dafür müssen die Gefährten den Schatz erst aus der Familiengruft der Blicksteins in Altdorfs Nobelviertel stehlen?! Orek gibt sich davon überzeugt, dass dabei Reinhardts Ulrik-Hammer erforderlich ist.
  • Manfred ist nach wie vor schwer verletzt – es ist weiterhin fraglich, ob er die Nacht überlebt. Ihn lebend nach Altdorf zu bringen, scheint geradezu aussichtslos.
  • Auch Lukas sollte auf schnellstem Wege sicher nach Altdorf gebracht werden. Es ist sicherlich nur eine Frage der Zeit bis jemand auf die Gemeinschaft aufmerksam wird.

Während Orek und Wolfgart am liebsten gleich nochmals zur Villa von Lazarus zurückreiten würden, ist Samira davon überzeugt, dass dies ein aussichtsloses Unterfangen darstellt, solange keiner weiß, wie Lazarus eigentlich besiegt werden kann. Deshalb will sie erst in Altdorf recherchieren, bevor sie sich nochmal auf eine Konfrontation mit Lazarus einlässt. Außerdem könnte so Lukas seiner Bestimmung “zugeführt” werden und auch die Sache mit dem Fluch könnte bald in Angriff genommen werden. Einziges Problem stellt wohl Manfred da – keiner kann derzeit sagen, ob er transportfähig ist. Dies gilt es am nächsten Tag zu klären.

Nachdem einige Zeit diskutiert wurde, legt Xaver die Karten, um herauszufinden, was passieren könnte, wenn die Gruppe gleich am nächsten Tag nach Altdorf aufbricht.

Der Lebensbaum
Die aktuelle Situation dargestellt durch den DRACHEN, der für den Zwist innerhalb der Familie von Ehrlichhausen steht, kann gelöst werden durch den TOD. Kann dies bedeuten, dass Manfred sterben muss? Xaver ist sich nicht sicher. Fest steht für ihn aber, dass die VERGEBLICHKEIT als passives Ereignis düstere Geheimisse der Familie symbolisiert.
Weiters ist Xaver sich sicher: Ihre Aufgabe Lukas um jeden Preis zu schützen, wird sich als Hindernis in Form der RIESIN erweisen.
Außerdem sieht er ganz deutlich: Gegen die offenen Probleme angehen kann die Gruppe nur mit Hilfe des KAISERS. Ob damit Lukas oder Karl Franz gemeint ist, bleibt allerdings ungewiss.
Am Scheideweg angelangt müssen die Freunde aber jedenfalls VOLLKOMMENHEIT anstreben – der alte Kaiser muss abdanken und durch den jungen, dynamischen Lukas Tiberius ersetzt werden.
Nun offenbaren sich Xaver der Reihe nach drei mögliche Wege – der gerade, der verschlungene und der direkte…
Der gerade Weg oder die naheliegendste Möglichkeit
In der NACHT werden die Gefährten aus TREUE zu Reinhardt mit Feuer konfrontiert?!
Der verschlungene Weg oder die nicht offen erkennbare Herangehensweise
In Form des BETTLERS und der LUST offenbart sich, dass der erblindete Manfred die Helden zu einer Belohnung in Form von Pferden führt.
Der direkte Weg oder die schwierig erscheinende, durch rohe Kraft zu lösende Handlungsalternative
Die ERNEUERUNG, die Lazarus’ Wiederaufstieg darstellt, kann auf direktem Weg nicht verhindert werden, sondern würde unweigerlich zu einem SIEG Lazarus’ führen.

Eine direkte Konfrontation mit Lazarus scheint also aussichtslos. Die Gefährten werden ihren Weg nach Altdorf fortsetzen…

Am nächsten Morgen verlassen die vier Freunde mit Lukas und Manfred – der provisorisch in die Kutsche gebettet wird – das Castle Reikguard Richtung Altdorf. Wenngleich niemand sagen kann, ob Xavers Prophezeiungen alle zutreffen werden, eines steht bereits fest: Manfred ist am Morgen blind erwacht…

Der Tag verläuft ruhig und die Reisenden finden gegen Abend einen Lagerplatz. Die Wachen werden eingeteilt – der Abend klingt aus.
Während Orek gemeinsam mit Wolfgart Wache hält, gelingt das Unglaubliche – Wolfgart kann Ruin dazu bewegen, sich Orek anzunähern. Schließlich kann Orek auf Ruins Rücken steigen. Noch reitet Ruin mit Orek, aber wer weiß – vielleicht wird schon bald Orek den Ton angeben können.
Während sich Orek freut und Wolfgart seinem Freund und Ruin belustig zuschaut…

Von dunkel gekleideten Gestalten mit Schwertern umzingelt, ziehen Wolfgart und Orek die Waffen und geben Alarm. Schon herrscht reges Kampfgetümmel. Vier Gegnern sehen sich die Gefährten gegenüber. Kämpferisch scheinen sie jedem einzelnen um Längen unterlegen. Aussichtslos stellt sich das Kampfgefecht dar. Die Angriffsversuche der Freunde werden im Keim erstickt oder ohne Spuren weggesteckt. Schon sind Samira und Lukas – der offensichtlich das hauptsächliche Angriffsziel der Gegner ist – schwer getroffen und schweben in Lebensgefahr. Alles scheint verloren…

Im letzten Moment donnern Gewehrsalven durch die Lüfte. Sämtliche Gegner brechen zusammen. Vor den verblüfften Helden stehen vier Ritter mit Hochlandgewehren, in ihrer Mitte ihr Anführer – offensichtlich adeligen Geschlechts.
Als Aldebrand Ludenhof – Kurfürst des Hochlands – stellt sich der Unbekannte vor. Sein prächtiges Gewehr, das sofort die Aufmerksamkeit von Orek auf sich zieht, stammt vom bekannten Erfinder Leon Todmeister. Ob er wohl hoffentlich die Richtige erschossen hat, will der sympathische Kurfürst wissen.
Sogleich werden die Leichen untersucht. Samira erkennt den einen Hammer, Orek einen Totenkopf mit Lorbeeren auf den Rüstungen der Gegner. Wolfgart folgert – beides Symbole Sigmars. Xaver kann inzwischen einen Brief, den einer der Leichen bei sich trägt, heimlich verschwinden lassen.

Aldebrand Ludenhof erkennt: Die Gegner gehören zu den Schatten oder Namenlosen, wie sie auch genannt werden. Eine Gruppierung von Auftragsmördern – Assassine, die ihr Ziel nie verfehlen. Fehler sind ihnen fremd. Wer auch immer diesen Mordauftrag erteilt hat, verfügt über jede Menge Geld…
Aldebrand Ludenhof bietet an, den restliche Weg nach Altdorf gemeinsam zu bestreiten. Erleichtert nehmen die Gefährten an.

Am nächsten Morgen geht die Reise weiter. Lukas reist weiterhin inkognito als Hans Georg Unterberg.

Xaver nützt die Ruhe in der Kutsche, um den geheimnisvollen Brief zu lesen. Völlig aufgelöst flüstert er seine neuen Erkenntnisse durch die Klappe in der Kutsche Wolfgart zu.

Die Kaiserwahl steht bevor. Es darf keinen Gegenkandidaten geben. Lukas Tiberius darf Altdorf nicht erreichen. Tötet ihn und alle, die von ihm wissen.

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nephtys EvelynK

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